Marion Dönhoff Stipendium
Forschen für Verständigung und kritische Selbstständigkeit - wie es Gräfin Marion Dönhoff am Herzen lag
Das Marion Dönhoff Fellowship bietet jungen Naturschützer*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen aus Ländern des postsowjetischen Raumes und Zentralasiens einen Studien- oder Forschungsaufenthalt in Deutschland.
Die Journalistin Marion Gräfin Dönhoff hat die Schattenseiten des Kapitalismus und die Folgen unbegrenzten Wachstums auf Natur und Mensch stets kritisiert. Sie hat sich zudem eingesetzt für die Zusammenarbeit mit den Ländern im heutigen postsowjetischen Raum und die Förderung junger Menschen. Drei Themen, die sich mit dem Engagement der Succow Stiftung decken.
Daher finanziert die Marion Dönhoff Stiftung ein Fellowship-Programm an der Succow Stiftung. Es soll in den Feldern Umweltjournalismus, politische Ökologie und nachhaltige Entwicklung Aufklärung und kritische Auseinandersetzung in den Ländern des postsowjetischen Raumes unterstützen. Es soll im Sinne von Marion Dönhoff Eigeninitiative und das Bewusstsein des Einzelnen, für die Gesellschaft und das Gemeinwohl mitverantwortlich zu sein, stärken.
Eine Integration von menschenrechtsrelevanten Themen in den Umweltdialog wird explizit angestrebt.
Die Fellows sollen während ihres Aufenthaltes in Deutschland ein selbst gewähltes Thema entsprechend der Programmziele eigenständig, aber mit Unterstützung der Succow Stiftung bearbeiten.
Die Ergebnisse des Aufenthaltes und der Analyse/Bearbeitung eines Themas sind anschließend zu veröffentlichen. Die Publikation ist Teil der Förderbedingungen.
Fokus:
- eine kritische Analyse und Auseinandersetzung mit umwelt- und nachhaltigkeitsrelevanten Themen
- ein kritischer Ost-West Dialog zu Umwelt und Nachhaltigkeit
- die publizistische Auseinandersetzung mit entsprechenden Themen
- die Unterstützung regionaler und internationaler Netzwerke
- Das Fellowship richtet sich an Post-Graduate Studierende mit Berufserfahrung sowie Aktivist*innen zivilgesellschaftlicher Netzwerke und Gruppen aus den Bereichen Umweltjournalismus, politische Ökologie und nachhaltige Entwicklung aus folgenden Ländern: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Russland, Republik Moldau, Ukraine, Weißrussland, Estland, Lettland, Litauen.
- Die Bewerber*innen sollten zwischen 25 und 38 Jahre alt sein. Voraussetzung sind gute Kenntnisse der englischen oder deutschen Sprache in Wort und Schrift.
- In Einzelfällen und bei hervorragender Eignung der Bewerber*in können russischsprachige Bewerbungen akzeptiert werden.
- Die Fellowship-Dauer beträgt bis zu fünf Monate für einen Studien- und Arbeitsaufenthalt in Deutschland.
- Gefördert werden bis zu vier Einzelpersonen jährlich.
- Aufenthaltsort der Fellows sind neben der Succow Stiftung in Greifswald bis zu zwei weitere Einsatzstellen.
- Die Succow Stiftung bemüht sich um eine Bereitstellung von Kontakten und die Organisation vor Ort.
- Die Bewerbungen sollen jeweils zum 01.07. und 01.01. des Jahres erfolgen.
- Die Bewerbungsunterlagen (alle in englischer oder deutscher Sprache) müssen folgendes enthalten:
- Motivationsschreiben (eine Seite)
- Projektbeschreibung des zu bearbeitenden Themas (maximal drei Seiten)
- Lebenslauf
- Nachweis der Sprachkenntnisse
- Kopie/Scan des Reisepasses
Förderung: für postgraduierte Wissenschaftler*innen mit Berufserfahrung und Engagierte der Zivilgesellschaft in Ländern der ehemaligen Sowjetunion
Themenfelder: Umweltjournalismus, politische Ökologie, nachhaltige Entwicklung - kritische Analyse, Ost-West-Dialog
Publizistische Auseinandersetzung: regelmäßige Veröffentlichung von Marion Dönhoff Fellowship Working Papers
Porträts Marion Dönhoff Stipendium
Abdubakir Kushbokov
Nachhaltigkeit der Weidelandnutzung in der Kyzylkum-Wüste in Usbekistan
Oktober 2025 bis Februar 2026
Abdubakir Kushbokov schloss 2021 seinen Masterabschluss an der Staatlichen Universität Samarkand in Usbekistan ab. Anschließend nahm er 2022 am GRO – Land Restoration Training Programme, einem Fellowship an der Landwirtschaftlichen Universität Islands, teil. Derzeit promoviert er an der Universität Szeged in Ungarn, wo er sich in seiner Forschung auf die Untersuchung der Boden-Samenbank und ihres Potenzials für die Renaturierung der Weidelandschaften in der Kyzylkum-Wüste in Usbekistan konzentriert.
Im Rahmen des Marion Dönhoff Fellowship Programms trägt sein Forschungsprojekt den Titel „Nachhaltigkeit der Weidelandnutzung in der Kyzylkum-Wüste in Usbekistan“. Er möchte dieses Thema weiter vertiefen, indem er sozioökologische Perspektiven stärker in den Ansatz der Weideland-Renaturierung integriert. Sein übergeordnetes Ziel ist es, praxisnahe Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die zur Wiederherstellung dieser wichtigen Ökosysteme beitragen.
Supervisor: Rustam Murzakhanov
Mariia Yuskovets
Ausführliche Einführung in die GEST-Methode: ein Überblick über die theoretischen und praktischen Aspekte der Anwendung dieser Methode zur Bewertung des ökologischen Zustands von Mooren
Mai 2025 bis September 2025
Mariia Yuskovets ist Doktorandin am Institut für Ökologie der Karpaten (Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine) und hat sich auf die Vegetation des Moorgebietes Syra Pogonia in Polissia spezialisiert. Sie hat einen Bachelor- und Masterabschluss in Biologie und Chemie (Staatliche Universität Nizhyn Mykola Gogol, 2013-2018) und verfügt über sechs Jahre Erfahrung im Naturschutz. Zu ihren Fachgebieten gehören Moorvegetation, Wiederherstellungsplanung und Naturschutzmanagement. Von 2020 bis 2024 war Mariia Forscherin im Projekt „Polesia - Wildnis ohne Grenzen“ und überwachte die Vegetation im Moorgebiet Syra Pogonia (Rivnenskyi Nature Reserve). Im Jahr 2023 absolvierte sie ein Praktikum am Institut für Geographie und Raumordnung der Polnischen Akademie der Wissenschaften (IGSO PAS). Ihre Forschung über Syra Pogonia wurde 2024 von der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine ausgezeichnet. Ihr derzeitiges Stipendium konzentriert sich auf die Überprüfung der GEST-Methode für Treibhausgasemissionen aus ukrainischen Torfgebieten. Außerdem ist sie federführend an einem Projekt zur Überwachung der biologischen Vielfalt von Feuchtgebietsökosystemen zwischen Kanada und der Ukraine beteiligt.
Supervisor: Olga Denyshchyk
Azim Baibagyssov
April 2025 bis August 2025
Azim Baibagyssov ist Biologe aus Kasachstan. Seit mehreren Jahren arbeitet er an seiner interdisziplinären Doktorarbeit, die sich auf die Analyse des sozioökologischen Systems der Schilfnutzung in den Trockengebieten Zentralasiens, insbesondere im Syrdarja-Delta im Aralseegebiet, konzentriert. Mithilfe von Machine-Learning-Methoden (insbesondere dem Random-Forest-Ansatz) in Kombination mit Fernerkundungsdaten und bodengestützten Biomasseproben hat er eine räumlich explizite Ertragskarte für von Phragmites australis dominierte Feuchtgebiete modelliert. Durch die Quantifizierung der Fläche und der stehenden Biomasse von Schilfflächen im Syrdarja-Delta, Kasachstan, bewertete er das Biomasseressourcenpotenzial schilfdominierter Feuchtgebiete und deren räumliche Verteilung. Derzeit untersucht er Schilfnutzungsmuster und deren Bedeutung für die lokale Bevölkerung, um den wirtschaftlichen Beitrag der Schilfernte zum Haushaltseinkommen in der Region zu beleuchten.
Im Rahmen des Marion Dönhoff Fellowship-Programms möchte er tiefer in die Nutzung von Schilf als Einkommensquelle für die lokale Bevölkerung eintauchen und herausfinden, wie diese Nutzung mit dem Schutz der Schilfgebiete und ihrer Artenvielfalt in Einklang gebracht werden kann.
Supervisor: Rustam Murzakhanov
Viktoriia Pavlovska
Save Peatlands in Ukraine - Communication Strategy, Campaign and Results
Oktober 2024 bis Februar 2025
Viktoriia Pavlovska ist eine Kommunikationsexpertin aus der Ukraine mit 22 Jahren Erfahrung im Unternehmenssektor. Derzeit arbeitet sie als Pressesprecherin bei Vodafone Ukraine.
Im Rahmen ihres Stipendienprojekts konzentriert sich Viktoriia darauf, die Wahrnehmung von Mooren in der Ukraine zu verändern. Das Hauptziel ihres Projekts ist es, das Bewusstsein wichtiger Interessengruppen — darunter lokale Gemeinden, Unternehmer, Experten und die breite Öffentlichkeit — für den Wert von Mooren zu sensibilisieren. Viktoriia entwickelt eine umfassende Kommunikationsstrategie, um das Verständnis und die Wertschätzung von Mooren in der Ukraine zu fördern. Sie erarbeitet zudem spezifische Kommunikationstaktiken und überwacht deren Umsetzung.
Ihre Strategie zielt darauf ab, den Fokus von der Ressourcengewinnung auf die Bedeutung von Mooren als Gebiete für nachhaltige Entwicklung, Klimastabilität und sogar nationale Sicherheit zu verlagern.
Supervisor: Olga Denyshchyk
Aleksandr Pavlenko
Flora of the Great Balkan Ridge (Turkmenistan)
November 2024 bis Dezember 2024
Aleksandr Pavlenko schloss 1995 sein Studium an der Turkmenischen Staatsuniversität ab und arbeitet derzeit als Zooparasitologe im Zentrum für Prävention besonders gefährlicher Infektionen des turkmenischen Gesundheitsministeriums. Aleksandr führt regelmäßig botanische Untersuchungen in den verschiedenen Regionen Westturkmenistans durch. In den Jahren 2011 bis 2015 arbeitete er am Thema „Flora und Vegetation der Zone des neuen turkmenischen Sees ‚Altyn asyr‘“, lernte/forschte die Floristik und Taxonomie, was zu seinem Hobby wurde. Das zweite große Forschungsthema ist „Der aktuelle Zustand der Flora des südwestlichen Kopetdag“. Im Rahmen des CADI-Projekts hat Aleksandr an der Gestaltung der Website „Digitales Herbarium von Turkmenistan“ mitgewirkt und Materialien aus seiner persönlichen Herbariumssammlung zur Verfügung gestellt, die aus mehr als 10.000 Blättern und etwa 1.800 Arten besteht, darunter viele Topotypen. Aleksandr ist Autor des „Atlas of Vascular Plants of Deserts of Turkmenistan“. Er entdeckte 16 neue Pflanzenarten für Turkmenistan und beschrieb 3 neue Arten für die Welt.
Supervisor: Rustam Murzakhanov
Dostonjon Bakhriev
Die Gesundheitsindikatoren des Tugai-Ökosystems entlang des mittleren Flusses Zarafshan in der Provinz Samarkand
Oktober 2024 bis Februar 2025
Dostonjon Bakhriev studierte von 2018 bis 2022 an der Staatlichen Universität Samarkand (Bachelor-Abschluss). Sein Masterstudium am Institut für Agrobiotechnologien und Ernährungssicherheit schloss er 2024 ab.
Als Marion-Dönhoff-Stipendiat begann Dostonjon mit der Untersuchung des Tugai-Waldes im Zarafshan-Tal (Usbekistan). Er konzentriert sich auf die Bewertung der Gesundheitsindikatoren und Herausforderungen des Tugai-Waldes. Um sein Forschungsziel zu erreichen, beschäftigt er sich mit GIS, Fernerkundung und dem Bereich der Umweltwissenschaften im Zusammenhang mit seinem Forschungsgebiet.
Supervisor: Rustam Murzakhanov
Andrii Renda
Einschätzung der Bereitschaft lokaler Gemeinden in der Volyn Region für die Restaurierung von Mooren
Juni 2023 bis November 2023
Andrii Renda ist Paläoökologe und Geograph mit Masterabschluss an der Nationalen Universität Lwivw der Ukraine und einer Promotion über die nachhaltige Nutzung eines Moores in der Polesie (Volyn Region). Derzeit arbeitet er als Hydrogeologe im Regionalbüro für Wasserressourcen in der Region Volyn. Die Untersuchung im Rahmen seines Stipendiums widmet sich der Einschätzung der Bereitschaft der lokalen Bevölkerung, degradierte und entwässerte Moore wieder zu restaurieren.
Supervisor: Olga Denyshchyk
Bulgan Odmaa
Bulgan Odmaa hat im Dezember 2023 ihren Master-Abschluss in Geografie mit einer Arbeit über Weißnackenkraniche an der Nationalen Universität der Mongolei und gemacht. Seit 2021 arbeitet sie als Wissenschaftlerin bei der NGO Mongolian Bird Conservation Center (MBCC). Sie hat bereits die Arbeit zu der Welterbenominierung der Ostmongoligschen Steppen unterstützt, dort insbesondere bei der Erarbeitung der Geodaten und Karten.
Aufgrund ihrer gesammelten Erfahrung im Schutzgebietsmanagement, zu Welterbegebieten und Biosphärenreservaten ist sie nun im Rahmen des Marion Dönhoff Stipendiums in die Welterbenominerung der Mongolischen Gobi involviert. Eine ihrer Aufgaben ist es die Bedeutung und das Wissen über Welterebestätten in der Mongolei bekannter zu machen. Dafür erarbeitet sie eine Social-Media-Kampagne die sie im Rahmen des Stipendiums Schritt für Schritt umsetzt.
Supervisor: Jens Wunderlich
Marcin Górnicki
Amber licensing and extraction in Ukrainian Polesia
August 2023 bis Januar 2024
Marcin Górnicki absolvierte seinen Master in Umweltschutz an der Fakultät für Biologie an der Universität Warschau. Sein Interesse gilt unter anderem GIS Software und Fragen zu Klimawandel und Süßwasserökosystemen, wie z. B. Mooren, denen er sich widmete. In seiner Bachelorarbeit schätzte er den Kohlenstoffgehalt in Mooren an Standorten mittels Feldarbeiten. In seiner Masterarbeit versuchte er, die Bilanz der Treibhausgase aus organischen Böden in polnischen Nationalparks mit Hilfe der in Greifswald entwickelten GEST-Methode abzuschätzen.
Kurz nach seinem Abschluss begann er als Stipendiat mit einer Untersuchung über die Vergabe von Konzessionen und die Gewinnung von Bernstein aus ukrainischen Gebieten in der Polesie. Marcin hat die Anzahl der erteilten Genehmigungen dokumentiert, diese kartiert und versucht mutmaßliche Korruptions-Mechanismen aufzudecken. Darüber hinaus hat er durch die Analyse polnischer Literatur aus den 1930er und 1940er Jahren versucht, Informationen über Standorte zu sammeln, die heute von der Zerstörung durch den geplanten Bernsteinabbau gefährdet sind. Schließlich erarbeitete er Empfehlungen für die Erhaltung und den Schutz von Mooren für die ukrainische Gesetzgebung, indem er die Gesetze über Moore in Polen untersucht und deren Wirksamkeit sowie die Gründe für deren Erfolg oder Misserfolg ermittelt hat.
Supervisor: Olga Denyshchyk
Oleg Kugaev
Visual communication for promotion universal outstanding value of Eastern Mongolian steppes
Dezember 2022 bis Januar 2023 und August bis Oktober 2023
Oleg Kugaev ist ein Wildtierfotograf aus Sibirien. Er war unter den Nominierten des Sony World Photography Awards 2019 und erhielt Preise bei den Fotowettbewerben National Geographic Russia, Zolotaya cherepakha (Goldene Schildkröte) sowie Best of Russia.
In seinem Stipendium nutzt Oleg die visuelle Kommunikation als Werkzeug, um den Wert der Natur zu zeigen. Es ist schwer, grasende Herden mongolischer Gazellen oder gleitende Mönchsgeier richtig zu beschreiben. Die Menschen sollten sie und andere Tiere und Pflanzen, für die die Steppen ihre Heimat sind, sehen und fühlen. Die Heimat, die der Mensch bewahren und schützen sollte.
Supervisor: Nika Malazonia
Liliia Grychulevych
Analysis of the wetlands restoration potential in the Western Bug basin as part of larger efforts to restore small rivers in the Vistula basin within the territory of Ukraine
August 2022 bis Januar 2023
Liliia Grychulevych ist eine ukrainische Spezialistin für die Bewirtschaftung von Süßwasserressourcen mit besonderem Interesse an der Wiederherstellung kleiner Flüsse. Sie hat einen Abschluss in Ökologie (Staatliche Universität für Ökologie in Odesa), einen MSc in Verwaltungswesen (Regionales Institut für Governance in Odesa) und einen Abschluss in Management und Wirtschaft (Staatliche Universität für Wirtschaft in Odesa). Sie arbeitet seit 2002 für die Staatliche Agentur für Wasserressourcen der Ukraine. Von 2017 bis 2019 war sie Leiterin des Öffentlichen Rates, von 2019 bis 2021 Leiterin der Direktion für Wasserressourcen der Flüsse des Schwarzen Meeres und der unteren Donau.
Die Aktivitäten zur Wiederherstellung kleiner Flüsse haben ihr Interesse an Torfgebieten als integraler Bestandteil des Flussgebiets geweckt. Ihr Forschungsschwerpunkt ist das Einzugsgebiet des Westlichen Bug (Teileinzugsgebiet der Weichsel) auf dem Gebiet der Ukraine mit besonderem Schwerpunkt auf dem Fluss Krasnosilka (Oblast Lviv). Sie plant, das Gebiet zu analysieren und die Gebiete auszuwählen, die für eine ökologische Wiederherstellung geeignet sind, Empfehlungen für die lokalen Behörden und Wasserwirtschaftsorgane auszuarbeiten, um die ökologische Wiederherstellung in die strategischen Entwicklungspläne einzubeziehen, die Ergebnisse der Studie mit den Vertreter*innen der entsprechenden öffentlichen Behörden in der Ukraine zu diskutieren. Die Studie von Liliia ist der erste Versuch, das Flusseinzugsgebiet zu analysieren, um die Gebiete für die Wiederherstellung von Feuchtgebieten zu ermitteln.
Supervisor: Olga Denyshchyk
Uladzimir Karalenak
Wetland Science and Practice of drainage of Belarusian peatlands at the beginning of the 20th century
September 2022 bis Januar 2023
Uladzimir Karalenak hat sich im Bereich Geschichte und Kunstgeschichte spezialisiert. Er ist Absolvent der Belarussischen Staatlichen Universität, wo er sowohl Diplom-, als auch Masterabschlüsse erhielt. Während der letzten 10 Jahre war in verschiedenen Museumsausstellungen involviert, wobei er in Belarus im National Historical and Cultural Museum-Reserve Niasvizh und in Polen im Nationalmuseum Warschau arbeitete. Er forschte bezüglich der Beziehung vom Menschen zur Natur und veröffentlichte diverse Artikel darüber, wie die weißrussischen Sümpfe ihren ursprünglichen Zustand verloren und in erforschte und modernisierte Gebiete umgewandelt wurden. Zu finden auf der Website https://greenbelarus.info/.
Als Stipendiat wird er sein Wissen über "Moorversuchsfelder" - speziell ausgewählte Moorgebiete, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts für wissenschaftliche Forschungen und Experimente genutzt wurden, vertiefen. Auf den "Moorversuchsfeldern", die sich entweder im Besitz der Regierung oder von Privatpersonen befanden, wurden spezielle Pflüge, Walzen und Werkzeuge getestet, die es Pferden ermöglichten, die Moore zu bearbeiten. Hier wurden verschiedene Arten der Entwässerung und der Bepflanzung mit invasiven Pflanzen zum Zwecke der Entwässerung von Sümpfen sowie für landwirtschaftliche Aktivitäten und andere Nutzungen von Sümpfen verglichen.
Supervisor: Marina Abramchuk
Natalia Milovanova
Erarbeitung von Maßnahmen, um die Bedeutung von Mooren in Russland bekannter zu machen
April bis August 2022
Natalia Milovanova absolvierte einen Bachelor in Internationale Beziehungen an der Russischen Universität der Völkerfreundschaft. Als beste Studentin ihres Jahrganges arbeitete sie im Anschluss in Südchina, Tibet und Moskau als Fachübersetzerin. Später engagierte sie sich ehrenamtlich in einer Organisation, die sich dem Schutz von Mooren und Feuchtgebieten in Russland widmet und arbeitete in verschiedenen Organisationen und Firmen, die zu Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz engagiert sind. In der Kommunikation ihrer Anliegen nutzt sie verschiedene Formate von Vorträgen über persönliche Kommunikation bis zu Onlinekursen.
Im Rahmen des Stipendiums wird sie sich vertieft mit Kommunikationswerkzeugen und –methoden im Moorschutz auseinandersetzen und wird dabei auch vom Greifswald Moor Centrum unterstützt. Im Ergebnis sollen zielgruppengerechte Produkte zur Information der Öffentlichkeit durch offene Vorträge, Informationsbroschüren, kreative populärwissenschaftliche Videos, Artikel und Interviews für das russischsprachige Publikum entstehen.
Supervisor: Olga Denyshchyk
Alyona Kaptyonkina
Ecological tourism in “Altyn-Emel” National park (Kazakhstan)
November 2021 bis März 2022
Alyona Kaptyonkina hat einen Master-Abschluss in Naturwissenschaften von der Staatlichen Universität Karaganda (Kasachstan) und einen Bachelor-Abschluss in Pädagogik in Biologie (Kasachstan). Sie nahm an einem 5-monatigen Austauschprogramm (2018-2019) mit der Babes-Bolyai-Universität (Rumänien) im Fachbereich Public Health teil.
Während ihres Studiums engagierte sich Alyona gerne ehrenamtlich, um neue Informationen zu lernen, ihren Hintergrund zu bereichern und neue Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln. Seit 2016 ist sie Mitglied der Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK). Seit 2019 ist Alyona Mitglied des Rates der ACBK. Seit fast fünf Jahren arbeitet sie aktiv mit der ACBK beim Winter- und Herbstvogelmonitoring zusammen. Außerdem war Alyona als Assistentin bei Vogelbeobachtungstouren für Ausländer tätig. Alyona hat als Biologielehrerin an einer staatlichen Schule und als Nachwuchsforscherin in verschiedenen wissenschaftlichen Projekten in Kasachstan gearbeitet.
Während ihres 5-monatigen Marion Dönhoff Stipendiums bei der Michael Succow Stiftung wird Alyona nachhaltige Wege zur Entwicklung des ökologischen Tourismus in Schutzgebieten in Kasachstan erforschen. Ihr Ziel ist es, die europäischen Erfahrungen von Ökotourismus-Organisationen kennenzulernen und einen Plan für den Ökotourismus in Kasachstan zu erstellen. Außerdem wird sie kleine Handbücher und verschiedene Broschüren für Historiker, Vogelbeobachter und normale Touristen erstellen.
Supervisor: Rustam Murzakhanov und Dilfuza Yuldasheva
Artur Komar
Bewertung der Wiedervernässung von Torfgebieten im Hinblick auf die Verringerung von Treibhausgas- und Nährstoffemissionen - eine Fallstudie des Vostrava-Torfgebiets, Belarus
Oktober 2021 bis März 2022
Artur Komar ist Absolvent der Belarussischen Staatlichen Technologischen Universität, wo er Forstwirtschaft studierte. In seiner Masterarbeit untersuchte er den Einfluss von Straßen auf die Wälder mithilfe von GIS. Heute ist Artur Doktorand am Institut für experimentelle Botanik der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus. In seiner Dissertation untersucht er den Einfluss von großflächigen Entwässerungsmaßnahmen auf Kiefernbestände, die auf Hochmooren unter den Bedingungen der Zerstörung von Entwässerungssystemen wachsen. Artur ist an der Erforschung der Wiedervernässung von Mooren in Belarus beteiligt. Seine wissenschaftlichen Interessen sind Geobotanik und Fernerkundungsdaten.
Als Marion-Dönhoff-Stipendiat untersucht er die Dynamik der Vegetation und des Grundwasserspiegels des wiedervernässten Torfgebietes "Vostrava", Belarus. Ein wichtiger Forschungsgegenstand ist die Berechnung von Treibhausgas- und Nährstoffemissionen.
Supervisor: Dr. Wendelin Wichtmann und Marina Abramchuk
Matluba Mustaeva
How to Involve the Local Population into Protection of Desert Ecosystems in the Fergana Valley
Mai bis September 2021
"Als freie Journalistin glaube ich, dass ich meine Expertise und eine andere Dimension einbringen könnte, um Umweltprobleme in Usbekistan hervorzuheben. Das Marion Dönhoff Fellowship ermöglicht es mir, mehr internationale Erfahrungen über Naturschutz zu sammeln und würde mir dabei helfen, ein tiefes Interesse auf der Suche nach einem nachhaltigen Weg zu fördern, sich in meinem Land weiterzuentwickeln."
Matluba Mustaeva hat einen Bachelor-Abschluss von der Usbekischen Staatlichen Universität für Weltsprachen. Sie ist freie Journalistin aus Zentralasien mit Sitz in Berlin. Als Absolventin der Fakultät für Internationalen Journalismus (Tashkent) verfügt sie über vielfältige Erfahrung in der Arbeit in internationalen Medien. Sie leitete die Sportnachrichtenagentur, arbeitete im Bereich Online-Journalismus und Social Media. Als Mutter von drei Kindern und Verfechterin eines nachhaltigen Lebensstils beschloss Matluba, umweltschonenden Themen in ihrem Berufsleben Aufmerksamkeit zu schenken.
Während der fünf Monate des Marion Dönhoff Fellowship wird Matluba die technische und praktische Möglichkeit erkunden, die Aufmerksamkeit von Social-Media-Nutzern in Usbekistan auf Naturschutzfragen zu lenken. Von besonderem Interesse für Matluba ist die Lokalisierung von Umweltinhalten in die usbekische Sprache und die Popularisierung von Naturschutzthemen im Fergana-Tal unter jungen Menschen.
Das Fergana-Tal ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete Inusus und wird daher ständig für die Landwirtschaft entwickelt. Früher enthielt es eine große sandige Umgebung namens Akkum, aber als Folge der aktiven landwirtschaftlichen Expansion hat es sich heute in 13 getrennte Sandinseln verwandelt.
Supervisor: Rustam Murzakhanov und Dilfuza Yuldasheva
Aleksandrs Kalamashnikovs
The Baltic potential for Heat or Energy plants using graminoid biomass from paludicultures
November 2020 bis April 2021
Aleksandrs Kalamashnikovs hat einen Bachelor- und Master-Abschluss der Technischen Universität Riga in Umweltwissenschaften. Darüber hinaus nahm er an einem sechs monatigen Austauschprogramm mit dem Instituto Superior de Engenharia do Porto im Masterstudiengang Nachhaltige Energien teil. Während seiner akademischen Laufbahn sammelte Aleksandrs auch 3 Jahre Arbeits- und Praktikumserfahrung im Energiesektor. Zu seinen Studienfächern gehörten u.a. erneuerbare Energieressourcen, Heizsysteme, nachhaltige Entwicklung, Ökologie und Umweltschutz. Zuvor arbeitete er als Wärmetechniker und Elektroniker. Aleksandrs ist einer der Gründer von Fridays For Future Latvia.
Während seines 5-monatigen Marion-Dönhoff-Stipendiums bei der Michael Succow Stiftung wird Aleksandrs Forschung über die Paludikultur-Biomasse betreiben. Die Intention ist es die technischen und wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten der Biomasse, die auf lokalen Torfgebieten angebaut wird, zum Zweck der Wärme- und Stromerzeugung zu ermitteln. Die Hauptziele der Forschung sind: Analyse der aktuellen Situation der Biomasseproduktion im Baltikum; Analyse der Eigenschaften von Paludikultur-Biomasse-Brennstoff; Aufzeigen möglicher Standorte, an denen Paludikultur-Pflanzen angebaut werden könnten; Analyse der praktikabelsten Optionen für die Ernte, Verarbeitung und Verbrennung von Biomasse; Bestimmung der vorläufigen Kosten für die Etablierung der Paludikultur-Biomasse-Nutzung für Heizung und/oder Energieerzeugung.
Supervisor: Andreas Haberl
Iryna Holovko
Ökosystembasierte Anpassung (ÖBA) an den Klimawandel in Schutzgebieten der Ukraine. Politische Empfehlungen zur Anwendung des ÖBA -Ansatzes in der Ukraine
Mai bis Oktober 2020
Iryna Holovko ist Mitgründerin und Vorstandsmitglied von Ecoaction, einer der führenden Umwelt-NGOs in der Ukraine, die sich mit Klimaschutz und Energiepolitik beschäftigt. Iryna hat einen Masterabschluss in Umweltstudien von der ukrainischen Universität "Kyiv-Mohyla Academy" und studiert derzeit Public Policy an der Hertie School of Governance (Berlin). Davor war sie von 2007 bis 2017 als nationale Campaignerin für die Ukraine bei CEE Bankwatch Network und als Expertin für Energiepolitik bei der NGO National Ecological Center of Ukraine tätig. Von 2017 bis Ende 2019 war Iryna Leiterin der Energiekampagnen bei Ecoaction und unter anderem verantwortlich für die Entwicklung einer Kampagne zu erneuerbaren Energien, im Rahmen eines Projekts mit BUND/Friends of the Earth Deutschland, zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der nationalen Klimapolitik.
Während ihres 5-monatigen Stipendiums arbeitete Iryna mit dem EbA-Ukraine Projektteam an der Ausarbeitung eines Politikvorschlags zur Integration von Prinzipien der ökosystembasierten Anpassung an den Klimawandel, in die ukrainische Umweltgesetzgebung.
Supervisor: Ina Rohmann
Anna Vardanyan
Principal ecological threats of the mining industry in Armenia and its political and legal background
Februar bis Juni 2020
Anna Vardanyan ist Journalistin und politische Analystin aus Armenien. Sie arbeitet bei der armenischen Nachrichtenagentur "Hayeli/ Mirror" und im Presseclub, der einer der führenden Online-Nachrichtensender in Armenien ist. Darüber hinaus ist sie auch im Bereich der Förderung der Zivilgesellschaft tätig, indem sie mehrere Bildungs- und Forschungsprojekte durchführt.
Im Rahmen des Marion Dönhoff-Stipendiums führte Anna eine unabhängige Recherche zu dem alarmierenden ökologischen Problem in Armenien, der Bergbauindustrie, durch. Sie identifizierte hierbei die wichtigsten ökologischen Bedrohungen durch diese und deren politischen Hintergrund. Durch ihre Arbeit möchte sie das öffentliche und staatliche Bewusstsein für alle Bedrohungen schärfen, eine kritische Perspektive auf das Thema bieten und so die neuen Risiken von Umweltkatastrophen in ihrem Land und der gesamten Region zugänglich machen. Während des Zeitraums ihres Stipendiums recherchierte sie in Literatur und Medienhinweisen, studierte im Bereich des Umweltschutzes die internationalen Umweltkonventionen und -deklarationen, traf sich zum Austausch mit Vertretern zivilgesellschaftlicher Institutionen, Umweltschützern und Ökologen und machte sich mit deren Agenda vertraut. Ihre schriftliche Forschungsarbeit basiert auf Interviews mit relevanten Fachleuten dieses Gebiets.
Irina Grigoryeva
Ecotourism in Mangystau. A survey of the European consumer
Dezember 2019 bis September 2020
Irina Grigoryeva ist studierte Biologin (M.Sc.) aus Kasachstan. In ihrer Master-Arbeit beschäftigte sie sich mit dem Steppenmurmeltier und seiner Population in den Gebieten Akmola und Karaganda in Kasachstan. Schon während des Studiums arbeitete sie für die kasachische Organisation zum Schutz der Biodiversität (NGO ACBK), bei der sie nun angestellt und in verschiedenen Projekten tätig ist. ACBK setzt sich für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität in Kasachstan ein und arbeitet dabei u.a. im Bereich Monitoring, Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung von lokalen Naturschutzgruppen. Ihr Stipendium an der Succow Stiftung beginnt sie nun zum Ende des Jahres 2019. Sie beschäftigt sich dabei mit der Entwicklung von Ökotourismus-Angeboten im Schutzgebiet Ustyurt in Kasachstan.
Vor ihrem Aufenthalt in Greifswald führte sie bereits Untersuchungen und Gespräche im Zielgebiet durch, auf deren Basis sie in ihrem Stipendium nun Empfehlungen und Vorschläge für touristische Routen, weitere touristische Infrastruktur und Informations- und Kommunikationsmaterial erarbeitet. Dabei möchte sie Erfahrungen und Empfehlungen von deutschen Experten und Organisationen einfließen lassen.
Supervisor: Rustam Murzakhanov
Dinara Adilova
Adaptation of European sustainable tourism experience for Lower Amudarynski Biosphere Reserve in Uzbekistan
November 2019 bis Januar 2020
Dinara Adilova aus Usbekistan studierte Informatik und Biotechnologie in Tashkent und ist seit 2008 als selbständige Web- und Print-Designerin u.a. im Bereich Naturschutz und Umweltbildung tätig. Zusätzlich engagiert sie sich bereits seit vielen Jahren als Freiwillige und IT-Spezialistin in verschiedenen Projekten für Biodiversitätsschutz und nachhaltige Entwicklung in Zentralasien. So entwarf sie verschiedene Webseiten wie z.B. www.bird.uz oder www.pistachio.uz.
In ihrem 3-monatigen Marion-Dönhoff-Stipendium widmet sie sich den Tugai-Auenwäldern im Lower Amudarya Biosphere Reserve. Sie erarbeitet Vorschläge und Empfehlungen für touristisches Kommunikationsmaterial (u.a. Ökosystem-Guide) sowie Konzepte für Besucherlenkung im Schutzgebiet (Routen, Aussichtspunkte etc.). In Absprache mit Hermann Hatzfeld absolvierte Dina nur 2 der 3 Stipendiums-Monate in Greifswald, um einen weiteren Monat im Zielgebiet ihres Projekts arbeiten zu können. Den Aufenthalt in Greifswald nutzte sie für konzeptionelle Arbeit und Gespräche und Recherchen mit deutschen Experten und Organisationen im Bereich Ökotourismus.
Supervisor: Rustam Murzakhanov
Andrei Abramchuk
Identifikation und Schutz von Primärwäldern in der weißrussischen Polesyse
Februar bis Juni 2019
Andrei Abramchuk studierte Geographie und Landwirtschaft in Weißrussland Polen. Er arbeitete bereits als Wissenschaftler im Schutzgebiet Białowieża, am Agrarökologischen Institut der Nationalen Akademie der Wissenschaften Weißrussland und als Spezialist im Biosphärenreservat "Pribuzhskoye Polesye" ("Western Polesye"). Im Biosphärenreservat arbeitete er als Forschungskoordinator und Experte im Bereich Naturschutz und Umweltbildung. Andrei ist Mitglied des Zentralrats der größten belarussischen Umweltschutzorganisation APB-BirdLife Belarus, Vorsitzender des Beratenden Ausschusses für Umweltfragen und Vorsitzender der Wald-Arbeitsgruppe des APB-BirdLife Belarus.
Hauptinteressenbereiche von Andrei sind theoretische und praktische Fragen des Naturschutzes, vor allem in Bezug auf das Ökosystem Wald. Im Rahmen seines Marion-Dönhoff-Stipendiums beschäftigte er sich mit der Entwicklung und Anwendung einer Methode zur Identifikation von Primärwäldern für die weißrussische „Polesye“. Dafür führte er auch Feldarbeiten zum Test der Methodik und für Pilotstudien in mehreren Gebieten durch. Auf Grundlage der Analyse der bestehenden Umweltpraxis in Belarus entwickelte Andrei auch Vorschläge für mögliche Mechanismen für den Schutz der Primärwalder in Weißrussland. Aufgrund der außergewöhnlichen Motivation und dem herausragenden Engagement von Andrei wurde ihm das Stipendium trotz mangelnder Englischkenntnisse erteilt. Seinen Abschlussbericht schrieb er in russischer Sprache.
Supervisor: Uli Gräbener
Danil Utyupin
Konflikte zwischen Naturschutz und Wirtschaftstätigkeiten der Bevölkerung am Beispiel der Insel Rügen und Relevanz für Kasachstan
August bis Dezember 2018
Danil Utyupin ist Journalist aus Kasachstan. Nach seinem Geschichtsstudium an der nationalen Al-Farabi Universität in Almaty absolvierte er eine Weiterbildung in Journalismus und arbeitete in verschiedenen Medien. Derzeit konzentriert er sich bei der kasachischen Zeitung “Liter” auf sein Hauptthema Umweltschutz. Während des Marion Dönhoff Fellowships in Deutschland untersucht er Konflikte zwischen Naturschutz und der Wirtschaftstätigkeit lokaler Akteure am Beispiel der Insel Rügen. Dabei führte er Interviews mit ausgewählten Akteuren aus der Region und wertet die Medienberichterstattung zu dieser Thematik aus.
Durch die Erkundung dieses Spannungsfeldes und das Kennenlernen von Ansätzen und Instrumenten im Naturschutz in Deutschland kann er Ideen für mögliche Lösungsmodelle für sein Heimatland Kasachstan entwickeln und in seine Publikationen dort einfließen lassen. Nebenbei konnte Danil sich mit der (Umwelt)Medienlandschaft Deutschlands vertraut machen, veröffentlichte einen Artikel im Greifswalder Studierendenmagazin „moritz“ und besuchte Vorlesungen des Studienganges Landschaftsökologie und Naturschutz an der Universität Greifswald.
Supervisor: Sophie Hirschelmann, Rustam Murzakhanov
Tsogt Erdene
Nachhaltiges Management von Mooren und Permafrostböden am Beispiel des Khurkh-Tals
April bis August 2018
Tsogt Erdene studierte Geographie an der Nationalen Mongolischen Universität in Ulanbataar. Seit 2014 ist er an der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Mongolei in der Abteilung Permafrost als Wissenschaftler tätig. Dort wirkte er an Forschungsprojekten zur Kartierung, Untersuchung und Modellierung von Mooren und Permafrost und deren Interaktionen mit. Während seines Dönhoff Fellowhips war er an der Entwicklung eines Konzepts für ein Projekt zum nachhaltigen Management von Mooren und Permafrostböden am Beispiel des Khurkh-Tals beteiligt.
Seine Hauptarbeit im Fellowship war es, zum aktuellen Forschungsstand und bisherigen Forschungsergebnissen zu diesem Thema einen allgemeinverständlichen Bericht in mongolischer Sprache mit ausführlicher engl. Zusammenfassung zu verfassen, um das Thema und die Herausforderungen mit Mooren und Permafrost in der breiten Gesellschaft besser zu kommunizieren. Während seines Aufenthalts in Greifswald konnte er seine Kenntnisse im Bereich Moorökologie durch den Austausch mit Experten des Greifswalder Moor Centrums ausbauen.
Supervisor: Jan Peters
Elena Leonovich
The problem of greenhouse gas emissions from peatlands
Juli bis November 2017
Elena Leonovich absolvierte ihr Studium 2015 an der Fakultät für Bergbau und Umwelttechnik der Weißrussischen Staatsuniversität. Sie arbeitet an der Nationalen Akademie der Wissenschaften Weißrusslands als Nachwuchsforscherin im biogeochemischen und agrarökologischen Labor an dem Institut für Naturmanagement. Als Marion Dönhoff Fellow an der Michael Succow Stiftung analysiert sie die Bilanz der Treibhausgase von Mooren.
Supervisor: Andreas Haberl
Nadzeya Liashchynskaya
August bis Dezember 2017
Nadzeya Liashchynskaya studierte Biologie an der Weißrussischen Staatsuniversität. Im Jahr 2009 begann sie für das BMU/KfW Klima & Biodiversität Projekt als Vegetations- & Monitoringspezialistin zu arbeiten. Durch die Projektarbeit vertiefte sie ihr Interesse an der Ökologie der Moore. Nachdem sie acht Jahre lang Erfahrungen bezüglich der Renaturierung von Mooren sammelte, arbeitet sie nun als Marion Dönhoff Fellow an der Michael Succow Stiftung am Abschluss des Monitoringberichts über wiedervernässte Moore in Weißrussland, welcher als Vorbereitung für die Akkreditierung von Carbon-Credits nach der VCS/CCBA-Methode dient. Der Bericht wird innerhalb des VCS/CCBA Programms veröffentlicht und unter www.v-c-s.org verfügbar sein. Des Weiteren wird sie den Abschluss des ersten VCS/CCBA Projekt Dokuments in Weißrussland unterstützen.
Supervisor: Andreas Haberl
Keti Jibladze
Lernbeispiele der Partizipation und Bewusstseinsbildung in deutschen UNESCO-Biosphärenreservaten für Biosphärenreservatsentwicklung in Georgien
Januar bis Mai 2017
An der Tbilisi State University studierte Keti Jibladze Journalismus, bevor sie 2010 anfing, im Regional Environmental Centre for the Caucasus (REC Caucasus) zu arbeiten und half, der Organisation dabei regionale Umweltprobleme der Länder im Südkaukasus zu lösen. Während ihrer Studien entwickelte Keti tiefes professionelles Interesse an Umweltschutz, was ihre spätere Karriere prägte. Durch die erhebliche Verschlechterung der Umwelt in Georgien wurde ihr Interesse noch mehr geweckt. Zu der Verschlechterung zählen Abholzungen, Wasserknappheit, Bodendegradation und Verschmutzung. Das alles sind Nebenprodukte des rapiden ökonomischen Wachstums und der Industrialisierung. Das motivierte sie all ihre Bemühungen in die Gemeinschaft zum Schutz der Umwelt zu stecken, in der sie lebt.
Nachdem Keti sechs Jahre lang Arbeitserfahrung im REC Caucasus gesammelt hat, wurde sie zu einer Marion Dönhoff Fellow und arbeitete im Bereich der Identifizierung von Engpässen und Hindernissen der Umsetzung des Biosphärenreservatmodells in Georgien (Region Kakheti). Außerdem wird Keti spezifische Empfehlungen für die Realisierung des Biosphärenreservatkonzepts entwickeln, gefolgt von der Vertrautmachung der deutschen Erfahrung, Felduntersuchung und Interviews mit Succow-Stiftung-Experten, Vertretern des betrieblichen Biosphärenreservats in Deutschland und anderen relevanten Stakeholdern.
Supervisor: Sophie Hirschelmann
Marina Abramchuk
Dezember 2016, Januar bis Mai 2017
Marina Abramchuk absolvierte ihren Masterabschluss im Bereich Umweltmanagement an der Universität Warschau. In ihrer Dissertation untersuchte sie den Einfluss großer Raupenmäher auf den Erhalt von Lebensräumen für den Seggenrohrsänger, auf Vegetationsstruktur und die Pflanzendiversität von Mooren. Marina ist seit zwölf Jahren Mitglied der APB-Birdlife Belarus.
Als Marion Dönhoff Stipendiatin verfolgte sie ihre Forschung zur Bewirtschaftung von Mooren als Lebensraum für weltweit bedrohte Seggenrohrsänger in Deutschland und Weißrussland und untersuchte mögliche Konflikte im Naturschutz.
Supervisor: Jan Peters
Dilfuza Yudasheva
Integrating Education for Sustainable Development in the Lower Amudarya State Biosphere Reserve
Juli bis Dezember 2016
Dilfuza studiert Global Change Management im Masterstudiengang an der HNE Eberswalde. Ihr Marion Dönhoff Fellowship war eingebettet in die laufende Anwendung der MARISCO-Methode (Adaptive Management of vulnerability and Risk at Conservation sites) in den Tugaihabitaten am Unterlauf des Amudarya. Darüber hinaus konzentrierte sie sich auf die Kommunikations- und Umweltbildungskomponenten im usbekischen Biosphärenreservat Unterer Amudarya gemeinsam mit der Partnerorganisation KRASS (Khorezm Rural Advisory Support Service).
Supervisor: Jens Wunderlich
Davlat Rasulov
Qualitative and quantitative assessment of rangeland restoration extent in sandy deserts of Uzbekistan
September und November 2016
Davlat Rasulov verfolgte seine Masterarbeit “Qualitative and quantitative assessment of rangeland restoration extent in sandy deserts of Uzbekistan (case study in Surkhandarya province)” an der Biologischen Fakultät der Universität Samarkand/Usbekistan. Als Marion Dönhoff Fellow verfolgte er dafür Studien in Geographischen Informationssystemen, Remote Sensing und statistische Analysen bezogen auf das Projektgebiet.
Supervisor: Jens Wunderlich
Oleg Savitsky
Towards the Energy Transition in Ukraine - Finding pathways to energy independence and carbon-neutral power sector
März bis August 2016
Oleg ist ein Klima- und Energiepolitik-Experte und arbeitet mit internationalen Umwelt-Netzwerken wie Climate Action Network und CEE Bankwatch Network. Oleg graduierte mit einem Master Abschluss in elektronischem Ingenieurswesen auf der Kyiv Polytechnic Institute. Er ist ein aktives Mitglied der Ukrainischen Umweltgruppe National ecological center of Ukraine (NECU) und Co-Gründer der Ukrainian Youth Climate Association (UYCA). Er fokussierte sich auf Klimaschutz und Reduzierung der Verschmutzung durch den Verkauf von fossilen Brennstoffen, Dekarbonisierung des Energiesektors und Übergang zu erneuerbaren Energiequellen.
Als ein Marion Dönhoff Fellow analysierte Oleg im Rahmen seines übergreifenden Themas einer möglichen Energiewende in der Ukraine, das energetische Potential von Niedermoorbiomasse in der Ukraine.
Supervisor: Uli Gräbener, Dr. Wendelin Wichtmann
Anatoliy Smaliychuk
März bis August 2016
Anatoliy ist ein Assistenzprofessor an der “Geography Department Ivan Franko University of Lviv” in der Ukraine. Bestandteil seiner Doktorarbeit sind jüngste Landnutzungsänderungen im ukrainischen Teil der Karpaten, die im Verhältnis stehen zu natürlichen Landschaften, Infrastruktureinrichtungen und ökologischen Vernetzungen. Sein Forschungsinteresse gilt der Kartierung und Analyse von Landnutzungsänderungen, statistischer Modellierung, der Anwendung von GIS und Fernerkundung in der Landschaftsökologie.
Während des Aufenthaltes an der Michael Succow Stiftung mit verschiedenen Forschungsgruppen erweiterte Anatolyi seine Expertise der GIS-Anwendung auf weitere Forschungsfelder, etwa das Management von Biosphärenreservaten oder die mögliche energetische Nutzung von Niedermoorbiomasse in der Ukraine.
Supervisor: Uli Gräbener, Andreas Haberl
Rustam Murzakhanov
Planning of a New Protected Area in the South of Karakalpak Ustyurt
Februar bis Juli 2016
Rustam Murzakhanov erwarb einen BSc und MSc an der Technischen Universität von Taschkent, Usbekistan. Er arbeitete seit 2001 in einer nationalen NGO und war an einer Reihe von regionalen und internationalen Initiativen beteiligt, wie dem Central Asian Youth Environmental Network. Von 2010 bis 2012 studierte er "Internationale Landschaftsökologie und Naturschutz" an der Universität Greifswald und schloss mit dem Master ab. Seit Januar 2013 unterstützt Rustam Murzakhanov die Michael Succow Stiftung in Usbekistan.
Rustam Murzakhanov widmete seinen Aufenthalt als Stipendiat der Erforschung verschiedener Aspekte des Naturschutzes auf dem Ustyurt-Plateau im westlichen Teil Usbekistans.
Supervisor: Jens Wunderlich
Parham Dibadj
Wildlife photography in Iran
November 2016
Parham Dibadj graduierte als Master of Biodiversity Engineering an der Teheran Azad Universität. In den vergangenen fünfzehn Jahren engagierte er sich als Aktivist und Filmemacher für den Schutz von Wildtieren im Iran. Parham gründete die NGO Echo of Persia Wildlife Foundation, produzierte über zehn Wildtier-Dokumentationen und erhielt von der iranischen Regierung kürzlich die Auszeichnung "Protector of the Land". Als Fellow der Michael Succow Stiftung entwickelte Parham Dibadj Beiträge zum Wildtierschutz im zukünftigen Naturschutz-Engagement der Stiftung im Iran.
Supervisor: Sebastian Schmidt
Fatameh Ahmadi Kamali
Comparison of Biosphere reserves governance and management in Iran and Germany
März 2015 bis März 2016
Fatemeh ist eine interdisziplinäre Forscherin, die ihr Engagement der Erkundung, dem Management und dem Schutz der Natur verschrieben hat. Ihre berufliche nationale wie internationale Erfahrung umfasst interkulturelle Arbeit mit indigenen Einwohnern und traditionellen Gemeinschaften, insbesondere im Iran. Sie ist aktive Mitarbeiterin der iranischen Umweltorganisation CENESTA. In den vergangenen vier Jahren beschäftigte sie sich mit nachhaltiger Entwicklung und der Vereinbarkeit der Bedürfnisse von Bewohnern und dem Schutz der Natur in möglichen Schutzgebieten.
Supervisor: Sebastian Schmidt
Elshan Nuriyev
Potential zones for biosphere reserves in the Republic of Azerbaijan and their possible impact on sustainable development process
Februar bis März 2015, Mai bis Juli 2015
Elshan Nuriyev forscht als Postgraduierter am Institut für Böden und Landwirtschaft der Staatlichen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschan zu nachhaltigem Tourismus in Nationalparks. Sein Fokus richtet sich dabei auf die Analyse internationaler und vornehmlich deutscher Praxis in und mit Biosphärenreservaten.
Nuriyev ist auch in zivilgesellschaftlichen sozialen Netzwerken aktiv und Gründer der Umweltorganisation “Nature Friends”. Diese konnte enthusiastische Fahrradfreunde wie Umweltbewegte in Aserbaidschan mobilisieren und so mit zahlreichen Aktionen das Bewusstsein und die Verantwortung der Menschen für ihre Umwelt steigern.
Supervisor: Sebastian Schmidt
Alisher Shablodov
Incomplete reforms and institutional bricolage in community-based governance of mountain irrigation systems in Tajikistan: A case study in the Pamirs
Oktober bis Dezember 2014
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Mountain Societies Research Institute der University of Central Asia absolviert Alisher Shablodov derzeit sein PhD am Zentrum für Entwicklung und Umwelt der Universität Bern/Schweiz. Seit seinem Masterstudium in 'Built Environment' mit Schwerpunkt auf Landmanagement am Royal Institute of Technology (KTH) in Schweden gilt sein Interesse der Verteilung von natürlichen Ressourcen mit speziellem Fokus auf Land und Wasser.
Während des Marion Dönhoff Fellowships arbeitete Alisher zur Frage, wie Potenziale und Grenzen gemeinsam handelnder Institutionen für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung im montanen Bewässerungssystem des tadschikischen Pamir einzuschätzen sind.
Supervisor: Sebastian Schmidt
Agnesa Karapetyan
Private protected areas in post-Soviet countries: Comparative Study of an Armenian model
Januar bis Mai 2015
Agnesa Karapetyan arbeitet als Projektmanagerin der armenischen „Foundation for the Preservation of Wildlife and Cultural Assets“ in Jerevan. In der international finanzierten Stiftung betreut sie Projekte für Regionalentwicklung, Wassermanagement, erneuerbare Energie, nachhaltiges Management von Biodiversität, Naturschutz und Umweltbildung.
Karapetyan hat einen Master in Europaistik von der Universität Wuppertal und einen in "Konflikt und Entwicklung" der Universität Basel. Ihre Forschung konzentrierte sich auf zwei Bereiche: Regionalentwicklung und Naturschutz.
Supervisor: Sebastian Schmidt
Svetlana Tsymlyakova
Kohlenstoffzertifikate aus der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Wiedervernässung entwässerter Moore in der Region Tver
Juli bis September 2014
Svetlana Tsymlyakova ist Geo-Ingenieurin und Dozentin mit Schwerpunkt auf Mooren an der Technischen Universität Tver. Während ihres Marion Dönhoff Fellowships erforschte sie Möglichkeiten, Kohlenstoffzertifikate aus der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Wiedervernässung entwässerter Moore in der Region Tver zu generieren.
Sie besuchte mehrere Konferenzen, Schulungen und Seminare zur Wiedervernässung und nachhaltigen Nutzung von Mooren in Deutschland im Rahmen des Projekts "Wiedervernässung von Mooren in Russland – Verhütung von Bränden und Abmilderung des Klimawandels". Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen weckte ihr Interesse, ihr Wissen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aus Mooren durch Wiedervernässung und deren Einbindung in den freiwilligen Kohlenstoffmarkt zu vertiefen.
Supervisor: Susanne Bärisch
Stacey Wilenkin
Implementation of Response Measures for Economies in Transition and Mountain-Landlocked Developing Countries
September 2014 bis Februar 2015
Stacey Wilenkin hat ihre postgraduellen Studien in Klimapolitik und Nachhaltigkeitswissenschaft abgeschlossen, und war zuvor als Regionalkoordinatorin für Netzwerke der Jugend und Frauen aktiv. Ihre Arbeit umfasste Projekte in wissenschaftlicher Entwicklung, ländlichen Expeditionen, sowie Bewusstseinsbildung in Themen der Klimaanpassung und Nachhaltigkeit.
Für ihr Fellowship fokussierte sie sich auf eine Analyse der Umsetzung von Reaktionsmaßnahmen der Klimaanpassung, insbesondere bezüglich der sogenannten Reformländer und Berg-Binnenentwicklungsländer.
Supervisor: Jan Peters
Komila Nabiyeva
Renewable Energy and Energy Efficiency in Central Asia: Prospects for German Engagement
April bis August 2014
Die Usbekin Komila Nabiyeva hat einen Masterstudiengang "European Studies" an der Jagiellonen-Universität in Krakau/Polen absolviert. Heute arbeitet sie als freie Journalistin mit den Arbeitsschwerpunkten Umwelt-, Klima- und Entwicklungspolitik in Osteuropa und Zentralasien. Während des Marion Dönhoff Fellowships erforschte sie Potenziale und Perspektiven von Erneuerbaren Energien in Zentralasien.
Dort bieten über 300 Sonnentage pro Jahr samt einer günstigen geographischen Lage eigentlich günstige Voraussetzungen für die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen. Allerdings fehlen bisher notwendige politische Rahmenbedingungen für eine Investitionsoffensive. Komila Nabiyeva analysierte u.a., welche Rolle Deutschland als Energiewende-Pionier im Austausch mit Zentralasien spielen und wie die Bundesregierung durch angemessene Entwicklungszusammenarbeit die zentralasiatische Energiewende mitgestalten kann.
Supervisor: Jan Peters
Aiman Imentai
The review of fauna and flora and its relation to water resources in the Ile-Balkhash Basin
März bis Juli 2014
Der anthropogene Einfluss auf Gewässerökosysteme ist Schwerpunkt der Arbeit der kasachischen Hydrobiologin Aiman Imentai. Die Nachwuchswissenschaftlerin vom Zoologischen Institut der Nationalen Universität Kasachstans forscht dazu schon seit 2009. Ehrenamtlich engagiert sie sich zudem bei der Ausweisung kasachischer Biosphärenreservate für das UNESCO-Programm "Man and Biosphere". Von Oktober 2012 bis Februar 2013 konnte Aiman Imentai im Rahmen des Hochschulkooperationsprogramms CABNET einen Master an der Universität Greifswald absolvieren.
Durch das Marion-Dönhoff-Fellowship konnte sie die dabei geknüpften Kontakte nutzen und ihren inhaltlichen Schwerpunkt weiter ausbauen. Aiman Imentai untersuchte das Wassermanagement des Ili-Balchasch-Beckens unter Berücksichtigung jüngster Vereinbarungen zu grenzüberschreitenden Zuflüssen zwischen China und Kasachstan. Mit 18.000 km2 ist der Balchasch der größte Inlandsee Zentralasiens und liegt in einem abflusslosen Becken. Durch die zunehmende Wasserentnahme aus den Zuflüssen schrumpft der See.
Supervisor: Dr. Niels Thevs
Elina Aibova
First Steps Towards a Climate Protection Concept for the City of Almaty
Dezember 2013 bis Februar 2014
Nach Abschluss ihrer Studien in Almaty und Mainz arbeitet die Ökonomin Elina Aibova aus Kasachstan heute als Leiterin der Marketingabteilung der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty. Ihre bisherigen Arbeitsschwerpunkte sind Projektführung (Business Development und Marketing), Change Management, Unternehmensfinanzierung sowie Personalwirtschaft. Nachdem erste Ideen zur klimafreundlicheren Ausrichtung der Universität aufgekommen sind, entschied sich Elina Aibova dieses Thema sowohl auf Universitätsebene als auch auf Ebene der Stadt Almaty näher zu betrachten.
Mit dem Projekt "Erste Schritte hin zu einer Klimaschutzkonzeption für die Stadt Almaty" zeigte sie zum einen Möglichkeiten zur Verringerung der CO2-Emissionen für die Stadt Almaty auf. Zum anderen erstellte sie ein Konzept, um die Wahrnehmung und das Verantwortungsbewusstsein der Einwohner Almatys für das Thema Klimaschutz zu steigern. Beispiele aus Deutschland zu Klimaschutzkonzepten verschiedener Städte sowie konkreten Aktionen, wie dem autofreien Tag, gaben ihr Impulse und weitere Ideen für die Bearbeitung des Themas.
Supervisor: Susanne Bärisch
Veröffentlichungen Marion Dönhoff Stipendium
Für jedes Stipendium wird eine Publikation in der Reihe „Marion Dönhoff Working Paper“ angestrebt. Nicht in allen Fällen ist dies jedoch das passende Format. Mit der Ausrichtung auf journalistische Arbeit und Kommunikation mit und zwischen verschiedenen Zielgruppen werden auch anderen Formate der Veröffentlichung Vorzug gegeben. So erscheinen Artikel, journalistische Beiträge in Online und Print, Politikberatungspapiere, Broschüren oder andere Kommunikationsmedien.
Flora of the Great Balkan Ridge (Turkmenistan)
Aleksandr Pavlenko, 2025
Save Peatlands in Ukraine - Communication Strategy, Campaign and Results
Viktoriia Pavlovska, February 2025
Amber licensing and extraction in Ukrainian Polesia
Marcin Górnicki, June 2024
Ecological tourism in “Altyn-Emel” National park
Kaptyonkina Alyona, April 2022
How to Involve the Local Population into Protection of Desert Ecosystems in the Fergana Valley
Matluba Mustaeva, Januar 2022
The Baltic potential for Heat or Energy plants using graminoid biomass from paludicultures
Aleksandrs Kalamašņikovs, Mai 2021
Principal ecological threats of the mining industry in Armenia and its political and legal background
Anna Vardanyan, Juli 2020
Adaptation of European sustainable tourism experience for Lower Amudarya Biosphere Reserve in Uzbekistan - Development of audio guide and handout materials
Dinara Adilova, Januar 2020
Ecotourism in Mangystau. A survey of the European consumer
Irina Grigoryeva, April 2020
Konflikte zwischen Naturschutz und Wirtschaftstätigkeiten der Bevölkerung am Beispiel der Insel Rügen und Relevanz für Kasachstan
Danil Utyupin, Dezember 2018
The problem of greenhouse gas emissions from peatlands
Elena Leonovich, November 2017
Qualitative and quantitative assessment of rangeland restoration extent in sandy deserts of Uzbekistan
Davlat Rasulov, 2017
Integrating Education for Sustainable Development in the Lower Amudarya State Biosphere Reserve
Dilfuza Yuldasheva, Dezember 2016
Incomplete reforms and institutional bricolage in community-based governance of mountain irrigation systems in Tajikistan: A case study in the Pamirs
Alisher Shabdolov, 2016
Towards the Energy transition in Ukraine - Finding pathways to energy independence and carbon-neutral power sector
Oleg Savitsky, Juli 2016
Renewable Energy and Energy Efficiency in Central Asia: Prospects for German Engagement
Komila Nabiyeva, Mai 2015
The review of fauna and flora and its relation to water resources in the Ile-Balkhash Basin
Aiman Imentai, Juli 2014

