Schutzgebiete und Biosphärenreservate

Projektarchiv

Hier finden Sie eine Übersicht unserer abgeschlossenen Projekte, die wir bereits international bearbeiten konnten. Die Projektarchivseite unserer Schutzgebiete und Biosphärenreservate befindet sich zurzeit im Aufbau und weist noch keine Vollständigkeit auf.

2021

2020

vor 2020

Projekt

  • Beschreibung
  • Partner
  • Publikationen

Projekt

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Ägypten

Biosphärenreservate für wasser- und ressourceneffiziente Regionalentwicklung

  • Es erfolgte die Analyse von biodynamischer Landwirtschaft als ganzheitliches, wasser- und ressourceneffizientes Produktionsmodell für Landgewinnung in Wüstengebieten.

Äthiopien

Beratung zur Landschaftsrestauration und Erosionsminderung im Einzugsgebiet der Seen Abaya und Chamo

  • Konzepterarbeitung zur Landschaftsrestauration und Erosionsminderung, um die Sedimentation der Seen und die Zerstörung der Seenökosysteme zu verhindern.
  • Die Succow Stiftung arbeitete mit Partnern der Universität Arba Minch. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert.

Für Mensch und Natur – Aufbau eines UNESCO-Biosphärenreservat am Tanasee

  • Das UNESCO-Biosphärenreservat soll die einzigartige Natur in der Region langfristig erhalten und der Bevölkerung durch Ökotourismus und den Vertrieb von regionalen Produkten neue Einkommensmöglichkeiten schaffen. Durch den Schutz der Feuchtgebiete trug das Projekt außerdem einen Teil zum weltweiten Klimaschutz bei.
  • Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) arbeitete die Michael Succow Stiftung in enger Zusammenarbeit mit der äthiopischen Regierung. Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“.

Entwicklung von Schutzgebietsszenarien in der Awash und Hallaydeghe Region

  • Maßgeblicher Ansatz war dabei die partizipative Landnutzungsplanung mit Bevölkerung und Behörden, insbesondere von Weideland, in der die Weideflächen in Regen- und Trockenzeiten für eine bestimmte Anzahl von Herden bestimmt werden. Dies soll die Lebensgrundlage der Pastoralisten stärken und die wertvollen Ökosysteme und Wildtiere erhalten. 
  • Die Studie der Succow Stiftung erfolgte gemeinsam mit lokalen Behörden, NGOs und Gemeindevertretern. Das Projekt wurde von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert.

Machbarkeitsstudie für ein Biosphärenreservat Tanasee

  • Im Zuge der Anerkennung der ersten zwei Biosphärenreservate Kafa und Yayu durch die UNESCO 2010, gewinnt das Konzept von Biosphärenreservaten in Äthiopien als Instrument nachhaltiger Regionalentwicklung und integriertem Naturschutz zunehmend an Bedeutung.
  • Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

Potenzialanalyse für weitere UNESCO-Biosphärenreservate

  • Um die von zunehmender und nicht nachhaltiger Landnutzung bedrohten, aber hochgradig schützenswerten Naturräume und alten Kulturlandschaften in Äthiopien zu bewahren, ist die Einrichtung von UNESCO-Biosphärenreservaten (Man and the Biosphere Programm, MAB) ein vielversprechender Ansatz. Biosphärenreservate unterstützen eine sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Regionalentwicklung, wobei die Bedürfnisse der Bevölkerung integriert werden.
  • Das Projekt wurde von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit Mitteln aus dem Studien- und Fachkräftefond gefördert.

Armenien

Neuer Wind für Biosphärenreservate             

  • Im Rahmen des Projektes “Sustainable regional development in Armenia – an analysis of potentials for UNESCO biosphere reserve establishment” sollten, erste Schritte hin zur Etablierung eines oder mehrerer BRs in Armenien gemacht werden. Dazu wurden die Problematiken der Region – insbesondere die Klimawandelanfälligkeit – berücksichtigend, in einem breit angelegten Screening zunächst Potenziale zur Entwicklung von Biosphärenreservaten (BRs) untersucht.
  • Dieses Projekt ist Teil der International Climate Initiative (IKI) und wurde im Rahmen des GIZ-Vorhabens „Capacity Development for Climate Policy in the countries of South East, Eastern Europe, the South Caucasus and Central Asia, Phase III” umgesetzt. Die Michael Succow Stiftung arbeitete zusammen mit dem armenischen Centre for Ecological-Noosphere Studies (CENS or Ecocentre). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) förderte diese Initiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Aserbaidschan

Berufsbegleitende Ausbildung von Lektoren und Tutoren der Fakultäten für Biologie und Biologische Ökologie an der Staatlichen Universität Baku (BSU)      

  • Die Initiative „Nachhaltige Bewirtschaftung der Biodiversität im Südkaukasus" der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) beabsichtigte Konzepte der nachhaltigen Nutzung von Biodiversität auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene als Mittel des Ressourcenschutzes stärker in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu integrieren und beispielhaft umzusetzen.
  • Das Projekt wurde gefördert durch die GIZ.

Landschaftsökologische Exkursion und Erstellung eines Exkursionsführers              

  • Um Biodiversität zu schützen, ist es wichtig, die Arten der Tier- und Pflanzenwelt und ihre Habitate zu kennen und die Landschaften, in die sie eingebettet sind, zu verstehen. Dieses Wissen und Verständnis lässt sich am besten beim Aufenthalt in der Landschaft erwerben. Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit unterstützte die Michael Succow Stiftung mit der Durchführung einer Exkursion nach Aserbaidschan und der Erstellung eines Exkursionsführers die Ausbildung von Studierenden der Ökologie an der Staatlichen Universität in Baku.
  • Partner: Universität in Baku, Universität Greifswald. Die Exkursion und die Erstellung des Exkursionsführers wurden im GIZ-Programm "Integrated Biodiversity Management, South Caucasus (IBiS)" realisiert.  

Unterstützung bei der transnationalen Erweiterung der Welterbestätte „Hyrcanian Forests“      

  • Dieses Projekt zielte darauf ab, erstens Aserbaidschan technische Unterstützung bei der Erarbeitung eines Nominierungsdossiers zu leisten, sowie den Iran bei der Realisierung der in decision 43COM 8B.4 formulierten Auflagen des Welterbekomitees zu beraten. Zudem sollte in Aserbaidschan und Iran zur gemeinsamen Erweiterung der Welterbestätte ein Folgeprojekt durchgeführt werden, um auch die verbliebenen Teile dieser alten Wälder einzubeziehen.
  • Partner: Bundesamt für Naturschutz und Umweltbundesamt. Dieses Projekt wurde vom Bundesumweltministerium mit Mitteln des Beratungshilfeprogramms (BHP) für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie weiteren an die Europäische Union angrenzenden Staaten gefördert.

Biodiversität und Schutzwerte der Küstenökosysteme  

  • Ziel des Projektes war es, eine Bewertung des Naturschutzpotentials der Inseln im aserbaidschanischen Teil des Kaspischen Meeres als auch im Kuradelta zu erstellen.
  • Das Projektziel wurde auf Initiative und in Kooperation mit dem Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen, Aserbaidschan durchgeführt. Die Michael Otto Stiftung, seit langem Partner der Michael Succow Stiftung in Aserbaidschan, unterstützte diese Studie dankenswerterweise.

Der Hyrkanische Wald - Wiege der Europäischen Laubwälder    

  • Der Hyrkanische Wald, die Wiege der Europäischen Laubwälder, ist ein Hotspot floristischer und faunistischer Diversität.
  • Obwohl seit Jahrtausenden besiedelt, haben sich im Gebiet der Talysch-Berge im Süden Aserbaidschans bis heute Waldstücke mit Urwaldcharakter erhalten. Sie sind vom Menschen weitestgehend unberührt und folgen einer natürlichen Dynamik. Neben einigen anderen Gebirgswäldern wie den Urwäldern der West-Karpaten sind es die letzten ungestörten Primärwälder der natürlicherweise große Teile Europas bedeckenden nemoralen Laubwälder. Die größten von ihnen sind durch den „Hyrkan Milli Parki“, einen Nationalpark von 38.000 ha Ausdehnung, geschützt. Sie stellen aufgrund ihres Arteninventars sowie ihrer Struktur und Biotop-Diversität für Wissenschaft und Forschung einen unschätzbaren Wert dar.
  • Die Studie wurde gemeinsam mit dem Planungsbüro E.C.O. aus Klagenfurt durchgeführt und wurde vom Ministerium für Ökologie und Natürliche Ressourcen Aserbaidschan hinsichtlich einer praktischen Implementierung erörtert. Gefördert durch die internationale Klimaschutzinitiative des BMU wurde das Restaurationspotential des Hyrkanischen Waldes untersucht sowie die Waldzerstörung und die damit einhergehende Degradierung dieses signifikanten Kohlenstoffspeichers wissenschaftlich bewertet.

Vorbereitung der Ramsar-Nominierung des Sari Su See

  • Aus den Ergebnissen der Studie wurde deutlich, dass eine Unterschutzstellung des Sari Su sowie ein Aufheben des Status als Jagdgebiet dringend erforderlich war. Es konnte nachgewiesen werden, dass mehrere Kriterien, die für den Schutzstatus nötig sind, erfüllt waren, und daher eine Ramsar-Nominierung angestrebt werden sollte.
  • Ermöglicht wurde die Studie durch die finanzielle Unterstützung der Michael Otto Stiftung und das Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen, Aserbaidschan.

Georgien

Kapazitätsentwicklung zum Aufbau eines UNESCO-Biosphärenreservates in Kakheti (2017)

  • Bisher gab es in Georgien kein einziges Biosphärenreservat. Die reiche natur- und kulturräumliche Ausstattung sowie zahlreiche traditionelle schonende Landnutzungsformen bieten dem Land aber gute Voraussetzungen, Biosphärenreservate einzurichten. Besonders die ostgeorgischen Provinz Kakheti enthält mehrere Schutzgebietskomplexe und ist ein wichtiger Raum für die noch erhaltene mobile Weidewirtschaft mit Schafen. Ein Biosphärenreservat könnte dazu beitragen, beides besser zu erhalten und zu vereinbaren. Mit dem Projekt der Internationalen Klimainitiative "Biosphärenreservate als Modellregionen für Klimaschutz und -anpassung – Kapazitätsentwicklung zum Aufbau eines UNESCO-Biosphärenreservates" fand eine Vorbereitung dessen statt.
  • Projektpartner vor Ort war die NGO REC Caucasus (Regional Environmental Centre). Das Projekt wurde im Programm “Capacity development for climate policy in the Western Balkans, Central and Eastern Europe and Central Asia, Phase II” der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GiZ) GmbH finanziert.

Machbarkeitsstudie zur Unterstützung der Nominierung der Kolchiswälder und –moore als UNESCO Weltnaturerbe               

  • Die Michael Succow Stiftung führte eine Machbarkeitsstudie für die Kolchischen Wälder und Feuchtgebiete durch. Dabei folgte sie einem methodischen Ansatz, der bereits für die Zentralkaukasus Region verwendet wurde. Er dient dazu, das Bewusstsein für die UNESCO Welterbekonvention und die Vorteile einer Weltnaturerbestätte für die Region in Georgien und vor allem rund um den zukünftigen Standort zu erhöhen. Das übergeordnete Ziel war es, den Schutz von Kolchischen Schutzgebieten durch eine verstärkte internationale Anerkennung als Kolchis-Welterbestätte zu fördern.
  • Dieses Projekt wurde von der Michael Succow Stiftung in Zusammenarbeit mit dem WWF Kaukasus umgesetzt. Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Bundesamt für Naturschutz und das Umweltbundesamt im Rahmen des Beratungshilfeprogramms, das den Umweltschutz in Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus, Zentralasiens finanziert.

Studie zu Potentialen und Machbarkeit von UNESCO-Biosphärenreservaten        

  • Das Einrichten von UNESCO-Biosphärenreservaten (Man and the Biosphere Programm, MAB) sollte Modellregionen für nachhaltige Entwicklung schaffen, die Schutz und Nutzung von Ressourcen vereinen. Sie sollten die sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Regionalentwicklung fördern. Biosphärenreservate können darüber hinaus Ansätze für Anpassung an den Klimawandel wie dessen Minderung sein.
  • Projektpartner vor Ort war die georgische NGO NACRES ( Centre for Biodiversity Conservation & Research). Das Projekt wurde im Programm “Capacity development for climate policy in the Western Balkans, Central and Eastern Europe and Central Asia, Phase II” der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GiZ) GmbH finanziert.

Iran

Anpassung an den Klimawandel von Gemeinden im Dena Biosphärenreservat        

  • Das Projekt „Anpassung an den Klimawandel von Gemeinden im Dena-Biosphärenreservat; Steuerung partizipativer Landnutzungsplanung in der Kohgilouyeh Boyerahmad Region“ sollte im Biosphärenreservat die Nachhaltigkeit fördern, indem es Naturschutzerfordernisse und Maßnahmen zu Anpassungen an den Klimawandel auf Ebene der Dorfbevölkerung festlegte.
  • Die Implementierung erfolgte durch die Michael-Succow-Stiftung (MSF) und der Payeshgaran Mohitezist Association (PAMA). Das Projekt wurde finanziert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Kaliningrad

Machbarkeitsstudie für ein Schutzgebiet im Memeldelta  

  • Ziel des Engagements der Michael Succow Stiftung im Memeldelta war es, die russischen Behörden bei der Einrichtung eines Großschutzgebietes zu unterstützen, das den litauischen Regionalpark nach Süden ergänzt. Beide Schutzgebiete sollten später Grundlage für die Nominierung des Gesamtgebietes als länderübergreifendes Biosphärenreservat sein. Daher sollte sich bei positivem Ergebnis der Machbarkeitsstudie eine zweite Projektphase zur detaillierten Schutzgebietskonzeption anschließen.
  • Projektpartner waren der Verein Naturerbe (Kaliningrad, Russland), das russische MAB Komitee (Moskau, Russland), die Kreisverwaltung Slawsk (Russland) und der Regionalpark “Nemunos deltos” (Šilute, Litauen). Das Projekt wurde gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Kasachstan

Kohlenstoffsenke Steppenböden

  • „Das Kohlenstoffsenkenpotential Eurasischer Steppenböden in Abhängigkeit von Landnutzungsmustern“ 
  • Zum Erreichen dieser Ziele wurde eine umfangreiche Metastudie durchgeführt, welche systematisch bereits bestehende Forschungsprojekte zu diesem Thema aufarbeitete. Im Sommer 2011 fand eine 6-wöchige Feldkampagne in Kasachstan statt, bei der das C-Sequestrierungspotenzial verschiedener Boden- und Steppentypen, in Abhängigkeit von den jeweiligen Landnutzungsmustern entlang eines Transektes analysiert und bewertet wurde. Anhand einer Extrapolation der untersuchten Flächen wurde anschließend eine großräumige Abschätzung des möglichen Kohlenstoffsenkenpotenzials in Kasachstan und Südrussland gemacht und Empfehlungen zum Steppenschutz und zur Schutzgebietsentwicklung gegeben.
  • Partner vor Ort war die Fakultät für Naturwissenschaften der Eurasischen Universität Astana in Kasachstan. Das Projekt wurde im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH finanziert.

Bewertung des Naturschutzpotentials am Nördlichen Aralsee         

  • Der Aralsee, ehemals viertgrößter See der Erde und größer als die Schweiz, hat inzwischen mehr als 85% seiner Wasserfläche verloren.  Nördlicher und Südlicher Aralsee sind dadurch zu getrennten Seen mit sehr unterschiedlicher Entwicklung geworden. Am (kleinen) nördlichen Aralsee steigt der Wasserspiegel seit 2006 wieder und der Salzgehalt des Wassers sinkt. Ein Damm schafft dort die Grundlage für eine effiziente und gesunde Wassernutzung: Landwirtschaft und Fischerei profitieren davon und schaffen bessere Lebensbedingungen für die Bevölkerung. Um diese Entwicklung zu fördern, arbeitete die Michael Succow Stiftung an einer Machbarkeitsstudie für ein Schutzgebiet am nördlichen Aralsee.
  • Die Machbarkeitsstudie wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Bundesamt für Naturschutz und das Umweltbundesamt im Rahmen des Beratungshilfeprogramms für den Umweltschutz in den Staaten Zentralasiens, Mittel- und Osteuropas.

Kirgistan

Erweiterungspotential des Schutzgebietsnetzwerks im Biosphärenreservat Issyk-Kul              

  • Die ökologische Einzigartigkeit dieses Lebensraumes und dessen Bedeutung sowohl für die Lokalbevölkerung als landwirtschaftliche Nutzfläche als auch für den Tourismus führten in den 1990er Jahren zu dessen Ausweisung als UNESCO Biosphärenreservat mit dem Anspruch einer weitgehend ökologisch nachhaltigen Regionalentwicklung.
  • Regional ausführende Behörden: in Turkmenistan – Nationales Institut für Wüste, Flora und Fauna (NIDFF) unter dem Naturschutzministerium; in Uzbekistan – NGO KRASS. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Ökosystemfunktionen von Mooren der Hochgebirge     

  • Durch intensive Beweidung werden Böden verdichtet und die Vegetation zum Teil zerstört, außerdem entwässern einfache Grabensysteme Moore bis in die Hochlagen. Da in Kirgistan mit den gebirgigen Flächen Böden mit sehr geringen Humusgehalten überwiegen, ist die Kohlenstoff-Konzentration je Fläche in intakten Mooren und organischen Böden am höchsten. Außerdem bieten sie besonders gefährdeten Arten wie dem Wachtelkönig, der Mehlprimel und zahlreichen Orchideenarten Lebensraum. Solche Ökosystemdienstleistungen können Moore aber nur bei nachhaltiger Nutzung auch weiterhin erfüllen. Durch Überweidung, Entwässerung und teilweise auch durch Torfabbau sind sie gefährdet und es werden klimarelevante Gase freigesetzt.
  • Das Projekt wurde unter Leitung der Forschungsgruppe Bodenkunde und Standortlehre an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam mit der Michael Succow Stiftung, Informus GmbH, Camp Alatoo und in Kooperation mit dem Ministerium für Landwirtschaft in der Kirgisischen Republik sowie der Kirgisischen Nationalen Agraruniversität durchgeführt und wurde im Rahmen des Vorhabens „Capacity Development für eine nachhaltige Energie- und Klimapolitik in Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien“  als Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert.

Myanmar

Entwicklung eines UNESCO-Biosphärenreservats „Indawgyi Lake“           

  • Ziel des Projektes war es, das Gebiet um den Indawgyi-See als Modellregion für nachhaltige Entwicklung in Myanmar gemäß internationaler Leitlinien des UNESCO-MAB-Programms zu entwickeln und ein partizipativ erarbeitetes Dossier zur Nominierung als Biosphärenreservat beim MAB-Sekretariat der UNESCO einzureichen.
  • Durch die Ausweisung als Biosphärenreservat sollten Voraussetzungen für eine naturverträgliche und ressourcenschonende ländliche Entwicklung unter Einbezug der örtlichen Bevölkerung geschaffen werden. Sie dient der langfristigen Sicherung der Ökosysteme, um Lebensraum für Flora und Fauna zu erhalten unter Berücksichtigung der Belange der lokalen Bevölkerung.
  • Das Projekt wurde durchgeführt in Kooperation mit Fauna & Flora International (FFI), dem Umwelt- und Forstministerium der Republik der Union von Myanmar (MOECAF) sowie den UNESCO-Biosphärenreservaten Spreewald und Flusslandschaft Elbe Brandenburg. Es wurde gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Nachhaltige Regionalentwicklung, partizipatives Management natürlicher Ressourcen und Förderung von Zivilgesellschaft im ländlichen Raum durch Biosphärenreservatsentwicklung am Indawgyi-See    

  • Die Succow Stiftung entwickelte nun gemeinsam mit FFI und den lokalen zivilgesellschaftlichen Gruppen diese Prozesse weiter und trug sie in die Breite: Eine naturnahe Waldwirtschaft, der Brennholzanbau einheimischer Arten und Agroforstwirtschaft erhöhen den Waldanteil auf degradierten Waldflächen in der Pufferzone. Da der Reisanbau ein Schlüssel sowohl für die Ökologie des Sees als auch die Lebensgrundlage der Bevölkerung ist, unterstützte das Projekt Reisbäuer*innen bei der Umstellung auf ökologischen Anbau, Zertifizierung und Entwicklung von Wertschöpfungsketten. Es förderte auch den Bau von Kleinkläranlagen und dörflicher Abfallwirtschaft. Die Maßnahmen reduziertten den Nährstoffeintrag in den See und erhielten Habitate für Wasservögel wie Saruskraniche und asiatische Klaffschnabelstörche.
  • Das Projekt wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Turkmenistan

Ein Land öffnet sich dem Naturschutz    

  • Obwohl es von der internationalen Gemeinschaft kaum bemerkt wurde, öffnete sich Turkmenistan langsam der Kooperation mit Naturschutz-Projekten. Eine neue politische Führung überließ den natürlichen Reichtum des Landes globalen Konservationsplänen.
  • Die Michael Succow Stiftung unterstützte die Erschließung der beiden Nationalparke in enger Kooperation mit dem Umweltministerium und dem ihm untergeordneten Institut für Wüsten, Flora und Fauna, Turkmenistan, durch ein offizielles Kooperationsübereinkommen.
  • Dieses Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Bundesamt für Naturschutz und das Umweltbundesamt im Rahmen des Beratungshilfeprogramms für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas.

Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan

CABNET – Central Asian Biodiversity Network | Aufbau von Hochschulpartnerschaften zur Erforschung und zum Schutz der Biodiversität zentralasiatischer Trockengebiete (2010 - 2014)       

  • Schwerpunkte von CABNET waren der Auf- und Ausbau von Hochschulpartnerschaften, Süd-Nord und Süd-Süd Vernetzung durch gemeinsame Exkursionen und (Lehr-)Veranstaltungen, eine virtuelle Plattform, Wissens- und Methodentransfer durch gemeinsame Lehre und Forschung, Capacitybuilding für WissenschaftlerInnen, Studierende und MultiplikatorInnen sowie eine Evaluation der Machbarkeit eines „Exports“ des internationalen Studiengangs LENC (Landscape Ecology & Nature Conservation) der Universität Greifswald.
  • Die wichtigsten Partner waren die Nationale Universität Al-Farabi in Almaty/Kasachstan, die Eurasian Universität L.N. Gumilev in Astan /Kasachstan, die Akademie der Wissenschaften in Ashgabad/Turkmenistan und das Forschungszentrum für Forstwirtschaft und Gartenanbau in Tashkent/Usbekistan. CABNET wurde im Rahmen des DAAD-Maßnahmenpakets „Qualitätsnetz Biodiversität'' aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Ukraine

Identifizierung und Schutz von alten Wäldern und Urwäldern in den ukrainischen Karpaten              

  • Ziele des Projektes waren die Aktualisierung verfügbarer Informationen über alte Wälder und urwälder (entsprechend der Kriterien der Karpatenkonvention) in den ukrainischen Karpaten (und mit der Aufstockung auch darüber hinaus), Verbreitung der erzielten Ergebnisse bei relevanten Zielgruppen, einschließlich der staatlichen und lokalen Behörden, der lokalen Bevölkerung, Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Medien sowie Lobbyarbeit, um einen besseren Schutz der identifizierten OGF zu fördern.
  • Implementierungspartner in diesem Projekt war das Donau-Karpaten-Programm des WWF. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) war beratend beteiligt.  Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit durch das Umweltbundesamt (UBA) finanziert.

Usbekistan/Turkmenistan 

Ökosystembasiertes Land- und Waldmanagement - Zur Armutsreduktion und als Anpassungsstrategie an den Klimawandel am Unterlauf des Amu Darja       

  • Das Projekt adressierte eine nachhaltige, klima- und standortangepasste Bewirtschaftung der Naturressourcen am Amu Darja und verbesserte damit die Lebensgrundlagen für die Menschen in der Zielregion sowie die ökologische Leistungsfähigkeit des Auen-Naturraumes. Dadurch ging es eines der Kernprobleme der regionalen Kooperation an.
  • Regional ausführende Behörden: in Turkmenistan – Nationales Institut für Wüste, Flora und Fauna (NIDFF) unter dem Naturschutzministerium; in Uzbekistan – NGO KRASS.  Das Projekt wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Usbekistan

Schutzgebiete in Usbekistan - Modellregionen nachhaltiger Entwicklung

  • Die Arbeit der Michael Succow Stiftung konzentrierte sich darauf, bestehende strikte Naturreservate (Zapovedniki) durch die Einrichtung von Pufferzonen und ein die Bevölkerung einbeziehendes Managementkonzept mittelfristig zu partizipativeren Schutzgebietstypen zu erweitern. Solche Konzepte beinhalteten beispielsweise die Entwicklung von Naturtourismus, die Schaffung neuer Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung, die Einbindung der Bevölkerung in die Umweltarbeit und die Vernetzung mit politischen und wissenschaftlichen Akteuren.
  • Dabei kooperierte das Projekt eng mit dem UNDP/GEF-Projekt „Verbesserung der Nachhaltigkeit des nationalen Schutzgebietssystems, insbesondere der Zapovedniki“ sowie mit der usbekischen Regierung und wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Einrichtung eines Zentrums für Pistazienanbau im Ugam Chatkal Nationalpark  

  • Das Projekt knüpfte an das zuvor kürzlich entwickelte NAMA (National angepasste Vermeidungsmaßnahme) zur Pistazienkultivierung in Usbekistan an, das im Rahmen des Projektes "Weiterbildung und institutioneller Aufbau für die Anwendung von Klimafinanzierungsmechanismen in zentralasiatischen Staaten" erarbeitet wurde.
  • Partner vor Ort waren das GEF Small Grants Programme in Usbekistan und das Nationale Forstforschungsinstitut. Das Projekt wurde im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GiZ) GmbH finanziert.

Ökosystembasierte Anpassung in der montanen Regenfeldbaustufe um den Ugam Chatkal National Park    

  • Die Wiederherstellung der verloren gegangenen Ökosystemleistungen der natürlichen Pistaziengesellschaften ist eine der effizientesten Maßnahmen gegen den Klimawandel.
  • Partner vor Ort war das Nationale Forstforschungsinstitut. Das Projekt wurde im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GiZ) GmbH finanziert.

Zentralasien

Biodiversitätsschutz baut Brücken im ariden Zentralasien            

  • Das Projekt ermöglichte es die Expeditionen zusätzlich auf den turkmenischen Teil des südlichen Ustyrt-Plateaus auszudehnen. Mittlerweile ist damit bereits von einem systematischen Biodiversitätsmonitoring in einem der abgelegensten Gebiete der Erde zu reden. Durch die räumliche Ausdehnung des Monitorings kann ein deutlich umfassenderes Bild des Artenreichtums des Ustyurt-Plateaus und insbesondere der über die Staatsgrenze migrierenden Arten gewonnen werden. Das wenig erforschte Gebiet verspricht weitere interessante Entdeckungen und ist prädestiniert für die Wiederauswilderung von Arten, die an die zentralasiatischen Trockenräume angepasst sind.
  • Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald durchgeführt, mit dem bereits eine langjährige Kooperation zum Schutz der Natur in Turkmenistan und Usbekistan besteht.„Biodiversitätsschutz baut Brücken im ariden Zentralasien“ ist Teil des DAAD Programms „Konfliktprävention in der Region Südkaukasus / Zentralasien und Moldau“ und wurde aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

Weiterbildung und institutioneller Aufbau für die Anwendung von Klimafinanzierungsmechanismen in zentralasiatischen Staaten 

  • Ziel des Projektes war es, Vertreter der staatlichen Schlüsselinstitutionen in den Zielländern (Usbekistan und Kirgistan) mit den bereits vorhandenen Mechanismen vertraut zu machen und weitere Möglichkeiten der Klimafinanzierung im AFOLU / LULUCF (Landnutzung, Landnutzungswandel und Forst) Sektor zu erschließen.
  • Projektpartner: Atlas Environmental Law Advisory
  • Partner in Usbekistan war die Hauptforstverwaltung des Ministeriums für Landwirtschaft und Wasserressourcen sowie in Kirgistan die staatliche Agentur für Naturschutz und Forstwirtschaft und die Nichtregierungsorganisation BIOM. Das Projekt wurde im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GiZ) GmbH finanziert.

Kohlenstoffsenke Saxaulwälder

  • „Klimarelevanz von Saxaul und C-Senkenpotential winterkalter Wüsten und Halbwüsten in Zentral-Asien“   
  • Ziel des Projektes war eine Quantifizierung und Bilanzierung der Klimarelevanz von Saxaul sowie eine Quantifizierung und Bilanzierung des Kohlenstoff-Senkenpotentials der winterkalten Wüsten und Halbwüsten in Zentral Asien. Weitere Ziele waren die Bewertung des räumlichen Aufforstungspotentials für Saxaul in Mittelasien, die räumliche Bewertung der Hemerobie von Saxaul-Beständen und damit die Limitierung des potentiell möglichen Mitigationspotentials sowie die Etablierung einer überregionalen Fachkooperation und Fachberatung der zuständigen administrativen Einheiten.
  • Kooperationspartner: die Junior-Forschergruppe „Anpassungsstrategien an Klimawandel und nachhaltige Landnutzung in Zentralasien (Turkmenistan und Xinjiang, China)“ der Universität Greifswald, das Forschungszentrum für Forstwirtschaft und Gartenanbau Usbekistan (Republican Scientific Production Centre for Decorative Gardening and Forestry), die Abteilung für Botanik und Ökologie der Al-Farabi Universität in Almaty und das Nationale Institut für Wüsten, Flora und Fauna in Aschgabad, Turkmenistan.
Ansprechpartner

Jens Wunderlich
Expertise: Welterbe, Biosphärenreservate, Kartographie

jens.wunderlich[at]succow-stiftung.de


Tel +49 3834 83542 24