Usbekistan

Stärkung des Schutzgebietsnetzwerks im usbekischen Ferganatal

Die Flora und Fauna Zentralasiens ist beeindruckend und weist viele endemische Arten auf. Das Fergana-Tal ist die am dichtesten besiedelte Region Usbekistans und ist mit der weiteren Umwandlung von Naturlandschaften in Ackerland konfrontiert.

Der Akkum-Sand in der Karakalpak-Steppe beispielsweise war früher ein Lebensraum für Kropfgazellen, Saigas, Kulane und andere Tiere. Heutzutage gibt es dort 13 isolierte Gebiete. Dennoch ist das Gebiet nach wie vor einzigartig, sowohl in Bezug auf die Landschaft als auch auf die Zusammensetzung der Fauna und Flora.  

Trotz des Vorhandenseins von 14 endemischen Arten mit begrenztem Verbreitungsgebiet und einer Reihe seltener Arten mit größerem Verbreitungsgebiet gibt es im Fergana-Tal keine Schutzgebiete mit hohen IUCN-Kategorien. Eines dieser Gebiete ist das KBA UZB 014 "Akkum Sands", welches die beiden staatlichen Naturdenkmäler "Yazyavan Sands" (1820,4 ha) und "Mingbulak" (1000 ha) umfasst.   

Im Rahmen dieses Projekts wurde die einzigartige Flora und Fauna der Sandgebiete in den Provinzen Fergana und Namangan untersucht, um deren Schutzwert zu erhöhen. Im Rahmen des Projekts entdeckten die Wissenschaftler zwei neue Geckoarten (Alsophylax ferganensis und Alsophylax emilia).

Gemäß dem Erlass des usbekischen Ministerkabinetts Nr. 171 vom 31.05.2023 wird der neue Nationalpark im Fergana-Tal mit einer Fläche von 100 000 ha im Jahr 2024 eingerichtet. Die Begründung für das neu vorgeschlagene Schutzgebiet wurde von dem Projektteam ausgearbeitet.

Gecko im Ferganatal (c) Roman Nazarov

Usbekistan

Schutzräume: Naturlandschaft der Sandgebiete der Provinzen Fergana und Namangan (Usbekistan)

Ort: Usbekistan

Laufzeit: 01.2021 - 08.2023

Rustam Murzakhanov (c) Ph. Schröder
Projektkoordination

Rustam Murzakhanov
Expertise: Biosphärenreservate, Schutzgebietsmanagement, Ökosystemleistungen

rustam.murzakhanov[at]succow-stiftung.de


Tel +49 3834 45284 28

Das Projekt wurde mit Mitteln des CEPF (Critical Ecosystem Partnership Fund) durchgeführt und durch den WWF (World Wide Fund for Nature) administriert.

CEPF ist eine gemeinsame Initiative der Agentur Française de Développement, der Conservation International, der Europäischen Union, der Global Environment Facility, der japanischen Regierung sowie der Weltbank mit dem grundlegenden Ziel sicherzustellen, dass sich die Zivilgesellschaft für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzt.