Auf, auf in die Karrendorfer Wiesen!

Zu Fuß und mit Wind im Haar auf ausgewiesenen Wegen durch das Salzgrasland der Karrendorfer Wiesen laufen und mehr über die Entwicklung und Bedeutung des Küstenüberflutungsmoores und dessen Artenvielfalt erfahren. Die Michael Succow Stiftung lädt wieder zu geführten Exkursionen ein.

Die Karrendorfer Wiesen, eine Eigentumsfläche der Michael Succow Stiftung im Nationalen Naturerbe in der Nähe von Greifswald, sind ein Alleskönner. Das besondere Küstenüberflutungsmoor mit natürlicher Küsten- und Überflutungsdynamik bietet ein 350 ha großes und seltenes Salzgrasland, auf dem seltene Tier- und Pflanzenarten vorkommen, insbesondere typische Salzwiesenpflanzen. Wat- und Wasservögel brüten, rasten und überwintern hier. Gleichzeitig legen die wachsenden Salzweidentorfe Kohlenstoff fest.

Die Naturschutzführung mit den Bundesfreiwilligen der Stiftung dauert circa 3 Stunden. Sie startet am Parkplatz bei Groß Karrendorf an der Informationstafel und endet an der Brücke vor der Insel Koos. Die Führung findet auf Spendenbasis statt und führt die Exkursionsgruppe entlang des Fahrdamms.

Die nächsten Termine sind

  • jeweils samstags 10 Uhr am 10. Februar, 24. Februar und 9. März 2024.

Weitere Exkursionstermine werden hier für das ganze Jahr fortlaufend bekanntgegeben. Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, bitten wir Interessierte um eine Anmeldung unter Inselkoos[at]succow-stiftung.de.

Unser Naturschutzgebiet im Winter: Im Winter sieht man zwischen Röhrichtinseln und Wasserflächen überwinternde Watvogelarten, wie Alpenstrandläufer und große Brachvögel. Nordische Gänsearten und verschiedene Entenarten, die in den Flachwasserbereichen nach Nahrung suchen, sind zu erspähen. Auf dem Kooser See tummeln sich Höcker- und Singschwäne und im Schilf sind Bartmeisen zu entdecken.

Die Karrendorfer Wiesen im Frühling: Jetzt im Frühjahr können wir trällernde Feldlerchen und Kiebitze bei ihren akrobatischen Flugmanövern beobachten. Die Gänse und Enten sind vermehrt paarweise zu sehen, was auf einen baldigen Brutbeginn hindeutet. Zusätzlich lassen sich rastende Limikolen (Watvögel) auf ihrem Weg in ihre borealen und arktischen Brutgebiete beobachten.

Sommer in den Karrendorfer Wiesen:
Aktuell können in den Karrendorfer Wiesen schon viele Zuggäste aus dem Norden beobachtet werden. Limikolen wie Sichelstrandläufer und Sumpfläufer suchen nach Nahrung, um sich einen Vorrat für die lange Reise in den Süden anzufressen. Auch die beeindruckenden Seeschwalben rasten und jagen in den niedrigen Wasserflächen des Gebiets. Die Brutvögel genießen den Schutz und das Nahrungsangebot in den Karrendorfer Wiesen für die Aufzucht ihres Nachwuchses und so kann man mit etwas Glück Austernfischer, Rotschenkel oder Kiebitze mit ihren Küken beobachten.

Herbst in den Karrendorfer Wiesen: Der Herbstzug ist in vollem Gange. Vor allem Schwärme von Kranichen prägen diese Jahreszeit in den Karrendorfer Wiesen. Sie nutzen das Naturschutzgebiet als Schlafplatz, und so kann man sie bei Sonnenuntergang zu Tausenden aus den umliegenden Feldern im Landesinneren einfliegen sehen. Gemeinsam mit den ersten eintreffenden Singschwänen entsteht eine einzigartige Geräuschkulisse. Auch viele Gänse rasten auf ihrem Weg nach Süden in den Karrendorfer Wiesen. Ab Anfang Oktober kann man neben Grau- und Blässgänsen auch große Schwärme von Weißwangengänsen beobachten.