Die Proceedings „Human-Wildlife Conflict in Central Asia“ wurden veröffentlicht. Sie enthalten 18 wissenschaftliche Analysen und praktische Fallstudien, die auf der Regionalkonferenz „Human-Wildlife Conflict in Central Asia“ vom 5.-6. März 2025 in Almaty, Kasachstan, vorgestellt wurden.
Die Konferenz wurde gemeinsam von der Michael Succow Stiftung, dem Institut für Zoologie der Republik Kasachstan und der Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK) organisiert. Sie fand im Rahmen des GIZ Regionalprogramms „Integrative and Climate-Sensitive Land Use in Central Asia“ (ILUCA) statt.
Die Proceedings spiegeln die wachsende Bedeutung der Mensch-Wildtier Konflikte in Zentralasien wider. Die Artikel umfassen regionale Perspektiven ebenso wie nationale und lokale Fallstudien und enthalten Zusammenfassungen auf Englisch und Russisch. Der Band gliedert sich in drei Teile:
- Teil 1 konzentriert sich auf allgemeine Themen, darunter einen Überblick über Konflikte zwischen Menschen und Wirbeltieren in Usbekistan und einen konzeptionellen Artikel über Konflikte zwischen Mensch und Wildtieren und deren Koexistenz, wobei der Schwerpunkt auf integrierten Managementansätzen liegt.
- Teil 2 untersucht Konflikte zwischen Menschen und wildlebenden Huftieren, mit besonderem Schwerpunkt auf der Saiga-Antilope und dem Buchara-Hirsch. Fallstudien aus Kasachstan untersuchen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Management der Saiga-Population, wirtschaftliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Strategien zum Ausgleich zwischen dem Schutz der biologischen Vielfalt und den lokalen Lebensgrundlagen.
- Teil 3 befasst sich mit Konflikten zwischen Menschen und wilden Raubtieren und präsentiert Fallstudien zu Luchs, Schneeleoparden, Braunbären und Leoparden. In diesem Abschnitt werden auch praktische Ansätze zur Konfliktminderung vorgestellt, wie z. B. Entschädigungsprogramme und der Einsatz zentralasiatischer Hütehunden als traditionelles Instrument zur Konfliktlösung.
Durch die Dokumentation von Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungen aus allen fünf zentralasiatischen Ländern bieten die Proceedings eine wertvolle Wissensbasis für Wissenschaftler, Landnutzer, Entscheidungsträger und Naturschutzorganisationen, die sich mit nachhaltiger Landnutzung und Biodiversitätsschutz in Zentralasien befassen.
Die Michael Succow Stiftung dankt allen Autoren, Partnern und Mitwirkenden für ihr Engagement und ihre Zusammenarbeit, die diese Publikation ermöglicht haben!
