Peatland Breakthrough stellt globale Ziele auf der COP30 vor – Deutschland wird Champion Country

Im Rahmen zweier hochrangiger offizieller COP30-Side-Events in Belém machte das Peatland Breakthrough einen großen Schritt nach vorn: Der Science-Based Framework for Global Peatland Targets and Guiding Principles wurde vorgestellt – ein Meilenstein, der klare globale Ziele zum Schutz eines der wirkungsvollsten natürlichen Klimaverbündeten des Planeten setzt. Gleichzeitig wurde der Unterstützungsprozess offiziell eröffnet, wodurch Regierungen und nichtstaatliche Akteure eingeladen wurden, sich der wachsenden internationalen Koalition anzuschließen. Die Succow Stiftung, als Partner im Greifswald Moor Centrum, spielte eine federführende Rolle bei der Entwicklung des Frameworks zusammen mit den Peatland Breakthrough Partnern.

Ein zentrales Highlight für den Moorschutz auf der COP30 war Deutschlands Ankündigung, dem Peatland Breakthrough als Champion Country beizutreten und damit das globale Momentum für den Schutz von Mooren weiter zu stärken. Deutschland reiht sich damit neben Peru und Uganda ein, die nationalen Maßnahmen mit den neuen wissenschaftsbasierten Zielen abzustimmen.

Moore bedecken nur 3–4 % der weltweiten Landfläche, speichern jedoch bis zu ein Drittel des globalen organischen Bodenkohlenstoffs – doppelt so viel wie die weltweite Wald-Biomasse. Dennoch verursachen degradierte Moore 4–5 % der jährlichen menschengemachten Emissionen. Der neue Rahmen soll diesen Trend durch koordinierte globale Politik, Investitionen und Umsetzung umkehren.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, betonte die Dringlichkeit von Maßnahmen, um das deutsche Netto-Null-Ziel bis 2045 zu erreichen:

„In Deutschland haben wir 95 % unserer Moore trockengelegt und heute sehen wir die Folgen. Moore sind heute für 7,5 % unserer nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich, weshalb ihre Wiederherstellung eine unserer größten Herausforderungen ist – und unerlässlich, um unser Netto-Null-Ziel für 2045 zu erreichen. Die Wiedervernässung ist der Weg, um Emissionen aus entwässerten Mooren zu stoppen. In Zukunft könnten wiedervernässte Gebiete sogar zu negativen Emissionen beitragen. Deshalb investiert Deutschland Milliarden in die Wiedervernässung und arbeitet eng mit Partnern auf der ganzen Welt zusammen, von Ostafrika bis Patagonien, um die Wiederherstellung von Mooren zu beschleunigen.“

Mit dem Startschuss in Belém ebneten die Partner*innen den Weg für den offiziellen globalen Launch des Peatland Breakthrough im Jahr 2026 und riefen Länder und Organisationen weltweit dazu auf, die neuen Ziele zu unterstützen und sich an der gemeinsamen Arbeit zu beteiligen, um das volle Klimapotenzial von Mooren zu nutzen. 

 Die vollständige Geschichte findet sich in den Links unten: 

 Über den Peatland Breakthrough

Der Peatland Breakthrough ist ein gemeinsamer globaler Aufruf zum Handeln, geleitet von Wetlands International, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dem Greifswald Moor Centrum und dem Landscape Finance Lab, entwickelt in enger Abstimmung mit der Global Peatlands Initiative, den High-Level Climate Champions und der Ramsar-Konvention. Zu den wachsenden unterstützenden Partnerorganisationen zählen das Global Environment Centre, RE-PEAT und The Nature Conservancy.  

Weitere Informationen auf Englisch:

The Peatland Breakthrough
Germany joins the Peatland Breakthrough as a Champion Country 
Full Report │ The Peatland Breakthrough Science-based Framework for Global Peatland Targets and Guiding Principles
Info Brief │ The Peatland Breakthrough │ Science-based Framework for Global Peatland Targets & Guiding Principles