Deutschland: MORGEN

Moorrevitalisierung als Greifswalder Anpassungsstrategie – Entwicklungsperspektiven durch nasse Nutzung

Durch den Klimawandel werden Greifswald und Vorpommern mit ihrer Küstenlage einerseits von vermehrten sommerlichen Trockenphasen, andererseits von Hochwassern betroffen sein. Die landwirtschaftliche und urbane Vulnerabilität dieser Region lässt sich durch die Wiedervernässung entwässerter Moore und die Umstellung auf eine standortangepasste Nutzung (Paludikultur = Bewirtschaftung nasser Moore) vermindern.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald liegen 82.350 ha Niedermoor, die zur Nutzung entwässert werden - und 17-38 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr emittieren! Das sind ca. 30% der landwirtschaftlichen Fläche des Kreises. Das MORGEN-Projekt der Succow Stiftung hat daher die beispielhafte Umsetzung von Paludikultur auf möglichst großer Fläche zum Ziel. Dabei bezieht es alle Akteur*innen mit ein, die einen Einfluss auf Nutzung und Wasserstand auf Niedermoorflächen und Biomasseverwertung haben. Das beinhaltet Flächensuche, die Entwicklung von Zielen sowie die konkrete Ausarbeitung von Ideen und Anträgen für die flächenscharfe Umsetzung/die lokale Verwertung.

Innerhalb des Vorhabens sollen Stadt-Land-Beziehungen zur Produktion von Biomasse in Paludikultur und deren Verwertung (energetisch: Wärme; stofflich: z.B. Dämmstoffe) aufgebaut und gefestigt werden. Die Region Greifswald als Modellgebiet ist besonders geeignet, da auf der Greifswalder Agrarinitiative aufgebaut werden kann. Bereits bestehende Kooperationen sollen mit lokalen Akteur*innen intensiviert und ausgebaut werden. Weitere Synergieeffekte ergeben sich mit der städtisch-universitären Initiative Sauberer Ryck.

Moorspiel (Foto: C. Lechtape)

MORGEN

Moorrevitalisierung als Greifswalder Anpassungsstrategie – Entwicklungsperspektiven durch nasse Nutzung

Ort: Greifswald, Deutschland

Laufzeit: 01.2018 - 12.2020

Partner*innen der Succow Stiftung im MORGEN-Projekt sind die Universität Greifswald und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages aus dem Förderprogramm "Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel" mit dem Förderschwerpunkt "Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen".

Christina Lechtape (Foto: Ph. Schroeder)
Ansprechpartnerin

Christina Lechtape
Expertise: Moorwiedervernässung, Paludikultur

christina.lechtape[at]succow-stiftung.de


Tel +49 3834 83542 26