Welttag der Feuchtgebiete: Venice Agreement for Peatlands startet seine Aktivitäten für 2026

Am Welttag der Feuchtgebiete 2026 rücken wir das Venice Agreement for Peatlands (VA) in den Mittelpunkt – ein lebendiges gemeinschaftsbasiertes Instrument für transdisziplinären Moorschutz. Gemeinsam entwickelt von Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, indigenen Führungspersönlichkeiten, politischen Entscheidungsträger*innen und Landbewirtschafter*innen vereint es vielfältige Wissensformen und Erfahrungen, um lokales Handeln mit globaler Bedeutung zu unterstützen. Das Venice Agreement for Peatlands 2026 will Afrikas vielfältige Moore sichtbar machen und Moornetzwerke weltweit stärken.

Am Welttag der Feuchtgebiete und im gesamten Jahr 2026 lädt Dich das Venice Agreement for Peatlands dazu ein, Naturschutz als gemeinsame Verantwortung neu zu denken – gegründet nicht nur auf ökologische Daten, sondern auch auf Wissen, Verbundenheit und kulturelle Kontinuität. Es verlagert den Fokus weg von Top-down-Ansätzen hin zu einer Bottom-up-orientierten, ortsbezogenen Ökologie der Fürsorge. 

In 2026 werden die dritten Biennial Gatherings des Venice Agreement for Peatlands (VA) stattfinden. Sie finden in Mooren auf der ganzen Welt sowie im Rahmen eines internationalen Workshops von und für Moorhüter*innen in den Papyrus-Feuchtgebieten des Victoriasees in Kisumu, Kenia, statt – beginnend am 2. Juni 2026. Im Januar 2026 traf sich das Organisationskomitee des VA im patagonischen Moor Pakeliah, einem angestammten Ökosystem unter der Obhut der Selk’nam-Organisation Hach Saye gemeinsam mit WCS Chile. Dort legte das Komitee die Ziele der Treffen 2026 fest und gab damit den Startschuss für die weltweiten „Underground Workshops“ sowie für den Workshop in Kisumu. 

Eines der Hauptziele ist es, Afrikas vielfältige und lebenswichtige Moore in ihrer ökologischen, angestammten und kulturellen Bedeutung sichtbar zu machen und gleichzeitig die weltweiten Moornetzwerke zu stärken. Übergreifende Themen, die die kollektive Arbeit des Venice Agreement leiten, sind Dekolonialität, die Rechte der Natur und Sprachgerechtigkeit. 

Der Welttag der Feuchtgebiete 2026 beleuchtet die tief verwurzelten Verbindungen zwischen Feuchtgebieten und den kulturellen Praktiken, Traditionen und Wissenssystemen von Gemeinschaften weltweit. Das Thema „Feuchtgebiete und traditionelles Wissen: Kulturelles Erbe feiern“ hebt die zentrale Rolle traditionellen Wissens für den Erhalt von Feuchtgebietsökosystemen und die Bewahrung kultureller Identität hervor. 

Jedes Jahr am 2. Februar wird der Welttag der Feuchtgebiete (WWD) begangen, um weltweit auf die Bedeutung von Feuchtgebieten für Mensch und Planet aufmerksam zu machen. Das Datum erinnert zugleich an die Unterzeichnung der Ramsar- Feuchtgebietskonvention im Jahr 1971 in der iranischen Stadt Ramsar. 

Weitere Informationen und die Anmeldung zu den „Underground Workshops“ sowie zum Workshop in Kisumu, Kenia, findest Du unter folgendem Link: The Venice Agreement 

Der Countdown zu den weltweiten Underground Workshops in Mooren 2026 hat begonnen! Werde Teil dieses bedeutenden Meilensteins transkontinentaler Zusammenarbeit für den Schutz der Moore – von Deinem lokalen Moor aus.