Stau testen auf Polder Heilgeisthof

Nur nass kann die Fläche dauerhaft Kohlenstoff speichern und zum Klimaschutz der Stadt beitragen ...

Moore speichern große Mengen CO2, werden sie jedoch entwässert, entweicht dieser in die Atmosphäre. Daher ist Wiedervernässung von Mooren eine wichtige Klimaschutzaufgabe. Nasse Moore erhalten zudem die Biodiversität, schützen Gewässer und helfen bei der Klimaanpassung. Die Stadt Greifswald, der Wasser- und Bodenverband Ryck-Ziese, der Greifswalder Agrarinitiative e.V. und die Succow Stiftung starten dafür jetzt einen Versuch. Gemeinsam mit dem bewirtschaftenden Betrieb, der Gut Greifswald GmbH, stauen sie auf Moorflächen des Polders Heilgeisthof einen Graben versuchsweise an. Der Stadt gehören etwa die Hälfte der Flächen, weitere beteiligte Flächeneigentümer sind die Peter-Warschow-Sammelstiftung und die Universität Greifswald. Ein Team der städtischen Forstverwaltung setzte dafür einen Sinkkasten an einem Entwässerungsgraben. Das hebt den Wasserstand nun im Rahmen eines Tests um 80 Zentimeter an. Damit lässt sich ohne Risiken beobachten, wie sich das auf den Grundwasserstand in den angrenzenden Flächen auswirkt. Kontrolliert wird das an sechs Messstellen. In vier Wochen werten die Partner gemeinsam die Ergebnisse des Tests aus und überlegen,  welche weiteren Schritte für mehr Moorschutz und Klimaschutz gegangen werden können. Der Test selbst ist bereits ein starkes Zeichen für einen Wandel im Umgang mit den Mooren und mit dem Wasser in unserer Landschaft.

Teststau auf Polder Heiliggeisthof (Foto: WBV Ryck-Ziese)