Minus sechs Grad Celsius, gefrorener Boden und ein kräftiger Ostwind: Der Arbeitseinsatz am Hohen Berg war eine echte Herausforderung. Dennoch reisten engagierte Freiwillige aus Greifswald, Berlin und Hamburg an, um die Naturschutzarbeit der Michael Succow Stiftung zu unterstützen.
Gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stiftung errichteten sie zwei stabile Weisergatter auf der Kuppe des Hohen Berges. Diese sollen jungen Bäumen Schutz vor Verbiss durch Reh- und Rotwild bieten und ermöglichen es, die Entwicklung des Baumnachwuchses mit und ohne Schutz zu vergleichen.
Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines standorttypischen, von Buchen geprägten Mischwaldes. Nicht-heimische Baumarten wie Lärchen und Fichten sollen schrittweise zurückgenommen werden. Das entstehende Totholz bleibt bewusst im Wald, da es eine wichtige Grundlage für Biodiversität bildet.
Neben dem Wald gehören der Michael Succow Stiftung in diesem Gebiet auch Flächen in den Grünlandniederungen rund um den Bolzer See. Die insgesamt 36 Hektar wurden der Stiftung 2011 im Rahmen des Nationalen Naturerbes übertragen und dienen dem Schutz wertvoller Lebensräume.
Fotos: C. Lorenz; D. Schacht und M. Kühl / Michael Succow Stiftung
