Train-the-Trainer zur Fledermausbestimmung
Den Auftakt bildete eine Train-the-Trainer-Schulung (ToT) zur Fledermausbestimmung, die gemeinsam von der Succow Stiftung, dem Institut für Zoologie Kasachstans und Experten des Museums für Naturkunde Berlin organisiert wurde. Rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen am theoretischen Teil der Schulung am Institut für Zoologie Kasachstans teil. Auf dem Programm standen u. a. die Biologie und Vielfalt von Fledermäusen, sowie ihre Ökologie und Bedeutung für den Naturschutz. Anschließend ging es für praktische Übungen in den Nationalpark Altyn-Emel, eines der Pilotgebiete des Projekts. Sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Instituts für Zoologie Kasachstans, der Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK) und des Nationalparks Altyn-Emel nahmen an den Feldübungen teil. Sie sammelten praktische Erfahrungen im Einsatz von Japannetzen, im sicheren Umgang mit Fledermäusen, bei der akustischen Erfassung, der Datenverarbeitung sowie bei der Suche nach Fledermausquartieren. Die Teilnehmenden sollen das erworbene Wissen künftig in ihren jeweiligen Institutionen anwenden und weitergeben.
Internationale Fledermaus-Expedition
Im Anschluss an die Schulung brachte eine internationale Fledermaus-Expedition Expertinnen und Experten aus Kasachstan, Usbekistan, Deutschland und der Schweiz zusammen. Die Feldarbeiten fanden in den Pilotgebieten des Projekts, dem Staatlichen Regionalen Naturpark „Merke“ und an der Feldstation „Chokpak“, statt. Im Mittelpunkt stand die Erfassung der Fledermausvielfalt und die Bestimmung der vorkommenden Arten. Gleichzeitig wurden Daten zu ihrer Verbreitung gesammelt. Insgesamt konnten während der Feldarbeiten 14 Fledermausarten nachgewiesen werden. Damit wurden wichtige Ausgangsdaten für die weitere Arbeit des Projekts gewonnen.
Fledermäuse als Teil des One-Health-Ansatzes
Fledermäuse sind wichtige Bioindikatoren und spielen daher eine bedeutende Rolle im One-Health-Ansatz des Projekts. In Kasachstan und auch in den meisten anderen Ländern Zentralasiens bestehen nach wie vor große Wissens- und Forschungslücken zu diesen Tieren. Die Schulung und die anschließende Expedition stellen gemeinsam einen wichtigen Schritt dar, um Erforschung, Monitoring und Schutz von Fledermäusen in Kasachstan und Zentralasien langfristig zu stärken.
Weitere Informationen
„Mission Fledermaus – von Wissen und Begeisterung, die weitergegeben werden sollen“
