Entwicklung einer regionalen Ramsar-Strategie für Zentralasien
Feuchtgebiete in Zentralasien sind bedroht
Zentralasien gehört zu den trockensten und klimatisch anfälligsten Regionen der Welt. Die Temperaturen steigen hier schneller als im globalen Durchschnitt, Niederschlagsereignisse werden unbeständiger und die Region gilt als Hotspot des Klimawandels. Gleichzeitig nimmt die Wasserknappheit zu, unter anderem durch das Abschmelzen der Gletscher, die abnehmende Wasserverfügbarkeit in grenzüberschreitenden Flüssen und extreme Wetterereignisse. In dieser zunehmend trockenen Landschaft sind Feuchtgebiete von besonderer Bedeutung. Sie bieten natürlichen Schutz und stärken die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen. Zugleich dienen sie als wichtige Trittsteine für migrierende Arten inmitten ausgedehnter Steppen und Wüsten.
Von der nationalen zur regionalen Ramsar-Strategie
Aufgrund der großen Anerkennung für die Entwicklung der nationalen Ramsar-Strategie für Usbekistan, die auf der CITES COP20 in Samarkand durch die Ramsar-Generalsekretärin vorgestellt wurde, sowie der Issyk-Kul-Resolution 2025 soll nun eine regionale Ramsar-Strategie für die fünf zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan erarbeitet werden. Die Issyk-Kul-Resolution 2025 entstand im Rahmen eines von Green Central Asia (GCA) organisierten und unterstützten regionalen Workshops zum Schutz und zur sinnvollen Nutzung von Feuchtgebieten im Rahmen der Ramsar-Konvention.
Gemeinsam mit den Ramsar-Focal Points der fünf Länder und weiteren Stakeholdern werden in mehreren Workshops der Rahmen und die Leitlinien für die regionale Strategie erarbeitet. Dabei orientiert sich die Strategie am fünften Strategieplan der Feuchtgebietskonvention für den Zeitraum 2025–2034.
Neben der regionalen Strategie sollen auch ein Rahmenkonzept für Monitoring und Evaluierung sowie ein Follow-up-Workshop zur Weiterentwicklung der regionalen CEPA-Expertise konzipiert und umgesetzt werden.
Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) beauftragte das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit der Durchführung des Projekts „Politikdialog und Wissensmanagement zu Klimaschutzstrategien“ (DIAPOL-CE) mit einer Laufzeit von 08/2026 bis 04/2027.
Titel: Entwicklung einer regionalen Ramsar-Strategie für Zentralasien
Ort: Zentralasien
Laufzeit: 08/2026 – 04/2027
Jens Wunderlich
Expertise: Welterbe, Biosphärenreservate, Kartographie
Tel +493834 8354 224

