Wildnis ohne Grenzen

In den unendlichen Weiten der zentralasiatischen Wüsten und Steppen wurden hohe Grenzzäune errichtet. Die durch die riesigen Wüsten und Steppen wandernden Säugetiere können sie nicht überwinden. Durchlässe wurden für die hier lebenden Arten zunächst gar nicht vorgesehen. Dazu gehören bspw. Saiga-Antilopen (Saiga tatarica), Kropfgazellen (Gazella subgutturosa), Wildschafe (Ovis vignei arkal), Asiatische Wildesel (Equus hemionus kulan) und Persische Leoparden (Panthera pardus tulliana). Oft verfangen und verletzen sich Tiere bei dem Versuch, die Zäune zu überwinden.  

Zusätzlich bewirkt der Klimawandel immer unvorhersehbarere Temperaturextreme und Niederschläge. Die Tiere können wichtige Wasserstellen, Weidegründe oder Kalbungsorte nicht erreichen. Das gefährdet die ohnehin rückgängigen Populationen – und damit auch das mit den wandernden Herden eng verzahnte Ökosystem. 

Endlich zahlen sich unsere jahrelangen Bemühungen um mehr Grenzöffnungen für Wildtiere aus: 155 Durchlässe dürfen unsere kasachische Partnerorganisation ACBK (Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan) und BRCC (Biodiversity Research & Conservation Center) ab Herbst 2024 an den Grenzen Kasachstans zu Turkmenistan und Usbekistan einrichten.

Pro Durchlass wird eine Wildtierkameras samt Akku, Ladegeräte und Speicherkarte benötigt. Mithilfe der Kameras sollen die Bewegungen der wandernden Wildtiere dokumentiert und analysiert werden, um weitere Grenzöffnungen zu erwirken – für eine Wildnis ohne Grenzen zugunsten von Landschaft und Biodiversität! 

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(c) BRCC_ACBK

Stacheldrahtgrenzen: Gefährlich bis unüberwindbar für Wildtiere wie diese Kropfgazelle

Lene Schwarz
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Mehr Freiheit für wandernde Tierarten

In den weiten Wüsten und Steppen Zentralasiens schneiden Grenzzäune seit Jahren die uralten Wanderwege von Saigas, Gazellen und Wildeseln ab – mit drastischen Folgen für ihre Bestände. Diese Karte zeigt die betroffenen Arten – und warum sie dringend neue Bewegungsfreiheit brauchen:

Unsere Partnerorganisationen

Die gemeinnützige Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK) setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2004 für den Erhalt der Biodiversität in Kasachstan ein. Sie ist der größte und stärkste Naturschutzverband in Zentralasien.

Das gemeinnützige Biodiversity Research & Conservation Center (BRCC) arbeitet seit 2020 für die Wiederherstellung und den Erhalt der Biodiversität in Kasachstan.