Europas Wasserresilienz hängt von intakten Feuchtgebieten und Mooren ab. Sie speichern und filtern Wasser, mindern das Risiko von Überschwemmungen und Dürren, fördern die Biodiversität und speichern große Mengen Kohlenstoff. Im vergangenen Jahrhundert hat Europa jedoch rund 80 Prozent seiner Feuchtgebiete verloren. Ihre Wiederherstellung ist daher dringlicher denn je – auch, um Europas Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und gemeinsame Werte zu sichern.
Der Policy Brief empfiehlt, die Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPPs), die über EU-Fördermittel und Investitionen für die sieben Jahre ab 2028 entscheiden, mit den Nationalen Wiederherstellungsplänen (NWPs) abzustimmen. In den NWPs legen die Länder ihre Prioritäten für die Wiederherstellung der Natur fest. Darüber hinaus empfiehlt das Papier ein eigenständiges Ausgabenziel für Biodiversität sowie eine transparente Nachverfolgung der Fördermittel und der erzielten Ergebnisse.
Die Empfehlungen beruhen auf fünf Jahren Praxiserfahrung an sechs WaterLANDS-Action-Sites in Europa und auf der Zusammenarbeit von 32 Partnern aus 14 Ländern. Gemeinsam mit Landwirt*innen, Flächeneigentümer*innen, lokalen Gemeinschaften und Behörden haben die Projektorganisationen Erkenntnisse dazu gewonnen, was für eine erfolgreiche Wiederherstellung von Feuchtgebieten nötig ist und wie sich die Ergebnisse langfristig sichern lassen.
Die Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, hat den Policy Brief gemeinsam mit Plan Bleu erarbeitet. Es bündelt die Erkenntnisse aus den WaterLANDS-Action-Sites und nutzt die am Greifswald Moor Centrum entwickelte Europäische Feuchtgebietskarte, um die Verbreitung von Feuchtgebieten und Mooren in Europa zu veranschaulichen.
