Weltnaturerbe ist mehr als eine internationale Auszeichnung: Es bietet wichtige Möglichkeiten, die biologische Vielfalt langfristig zu schützen und globale Naturschutzziele vor Ort umzusetzen. Im Mittelpunkt des Side Events „World Heritage as a Tool for Biodiversity Conservation – Contributions to KMGBF Implementation“ stand daher die Frage, welchen Beitrag Weltnaturerbestätten zur Umsetzung des Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (KMGBF) leisten können. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projekts „One Health for Nature Conservation in Central Asia“ der Succow Stiftung durchgeführt.
Eröffnet wurde der Side Event mit einer Keynote von Tim Badman, Leiter des Welterbeprogramms der IUCN. Badman verfügt über langjährige internationale Erfahrung im Bereich Weltnaturerbe und begleitet die Bewertung und den Schutz bedeutender Naturstätten weltweit. Er beleuchtete die Schnittstellen zwischen der Welterbekonvention und den globalen Biodiversitätszielen.
Anschließend standen konkrete Beispiele aus Zentralasien und dem Kaukasus sowie die Potenziale grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Fokus.
Rustam Murzakhanov von der Succow Stiftung stellte die transnationale Welterbestätte „Cold Winter Deserts of Turan“ als Plattform für Biodiversitätsschutz und die Umsetzung des KMGBF vor.
Islam Annamamedov von Conservation X Labs beleuchtete die Perspektiven einer grenzüberschreitenden Welterbestätte im Kugitang-Gebirge zwischen Turkmenistan und Usbekistan.
Ana K. Celis vom Karst Lab México widmete sich der Bedeutung unterirdischer Ökosysteme, während Jens Wunderlich von der Succow Stiftung bereits erreichte Ziele sowie künftige Potenziale von Welterbestätten im Kaukasus vorstellte.
In der abschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen von UNEP-WCMC, dem georgischen Umweltministerium und der IUCN stand die Frage im Mittelpunkt, wie Welterbestätten künftig noch stärker zur Umsetzung nationaler Biodiversitätsstrategien beitragen können.
Das Side Event verdeutlichte: Die Welterbekonvention und das Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework bieten wichtige Anknüpfungspunkte. Ihre stärkere Verknüpfung kann internationale Naturschutzziele mit konkretem Handeln vor Ort verbinden und die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg stärken.
