Schutz der letzten ursprünglichen Wüsten- und Steppenökosysteme

Side Event der Michael Succow Stiftung auf der COP17 in Ulaanbaatar

27. August 2026, 15:00 bis 16:30 Uhr
MET-07, Ulaanbaatar
In Präsenz

Wüsten und Steppen gehören zu den am stärksten unterschätzten Ökosystemen der Erde. Zugleich zählen einige ihrer letzten großflächig erhaltenen Landschaften zu den bedeutendsten Refugien für Biodiversität und natürliche ökologische Prozesse.

Auf der UNCCD (Vertragsstattenkonferenz zur Bekämpfung der Desertifikation und Wüstenbildung) COP17 in Ulaanbaatar veranstaltet die Michael Succow Stiftung am 27. August 2026 ein Side Event zum Schutz dieser einzigartigen Lebensräume. Unter dem Titel „Protecting last remaining pristine desert and steppe ecosystems – World Heritage Sites nominations“ geht es um die Frage, wie UNESCO-Welterbestätten dazu beitragen können, die letzten weitgehend ursprünglichen Wüsten- und Steppenlandschaften langfristig zu schützen.

Im Mittelpunkt stehen die geplanten UNESCO-Welterbenominierungen der Mongolischen Gobi und der Östlichen Mongolischen Steppen. Beide Landschaften zählen zu den größten und ursprünglichsten ariden beziehungsweise Graslandökosystemen der Erde.

Die Östlichen Mongolischen Steppen gehören zu den letzten großflächig erhaltenen gemäßigten Graslandschaften weltweit. Sie bieten Lebensraum für eine außergewöhnliche Vielfalt an Tierarten und sind von großer Bedeutung für wandernde Wildtierpopulationen. Die Gobi wiederum zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt arider Lebensräume und geologischer Formationen aus. Sie beherbergt seltene und bedrohte Arten, einzigartige Oasenlandschaften und liefert wichtige Erkenntnisse über die Klima- und Landschaftsgeschichte.

Die Beispiele zeigen zugleich, welche Möglichkeiten in internationalen Schutzinstrumenten liegen: Welterbenominierungen können wissenschaftliche Erkenntnisse, staatliches Handeln und das Engagement der Zivilgesellschaft zusammenbringen, internationale Aufmerksamkeit schaffen und langfristige Kooperationen für den Schutz besonders wertvoller Landschaften stärken.

Das Side Event bringt Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft, staatlichen Institutionen und internationalen Naturschutzorganisationen zusammen. Gemeinsam soll diskutiert werden, wie internationale Zusammenarbeit weiter gestärkt und die Anerkennung als UNESCO-Welterbe als Instrument für den langfristigen Schutz dieser einzigartigen Ökosysteme genutzt werden kann.

27. August 2026, 15:00 bis 16:30 Uhr
MET-07, Ulaanbaatar
In Präsenz