Korridore für den Buchara-Hirsch: Usbekistan und Turkmenistan schmieden Aktionsplan für den Unteren Amudarja

Wie kommt der Buchara-Hirsch von einem Schutzgebiet ins nächste? Bei einem dreitägigen Workshop in Urgench haben Fachleute aus Usbekistan und internationale Partner einen Aktionsplan beraten, der die Lebensräume der Rotelisteart im Tiefland des Amudarja wieder verbinden soll.

Vom 23. bis 25. September 2026 kamen in Urgench (Usbekistan) Expertinnen und Experten zusammen, um den Entwurf des „Action Plan for Ensuring the Connectivity of Bukhara Deer Habitats in the Lower Reaches of the Amu Darya River“ zu diskutieren. Der Plan liegt nun vor und berücksichtig detailliert die Experteneinschätzungen der Teilnehmenden aus der Region.

Das wurde erreicht

Alle Themenfelder geprüft: Die Teilnehmenden gingen sämtliche Kapitel des Plans durch und reichten Änderungen ein. Sie betrafen Monitoring, die Schaffung ökologischer Korridore, die Optimierung des Managements, die Vermeidung von Konflikten, Umsiedlungen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Maßnahmen gegen Wilderei.

Nächste Schritte vereinbart: Die Teilnehmenden verständigten sich auf das weitere Vorgehen bei der Mittelakquise für die Umsetzung sowie auf die Einrichtung einer Koordinierungsgruppe.

Praxis im Gelände

Die Tagung verband Theorie mit Anschauung. Die Teilnehmenden besuchten das Biosphärenreservat Unterer Amudarja mit dem Gebiet Badai-Tugai, wo der Buchara-Hirsch heimisch ist. Zusätzlich blieb Zeit für einen kurzen Abstecher in den Khorezm Nationalpark.

Wer dahintersteht

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Sekretariat der Bonn Konvention (CMS) in Kooperation mit der Internationalen Naturschutzakademie (INA) des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), der Michael Succow Stiftung und UNDP Usbekistan. Gastgeber war die Regierung der Republik Usbekistan in enger Abstimmung mit dem Staatlichen Komitee für Ökologie und Klimawandel. 

Die Tagung fand im Rahmen des gemeinsamen Arbeitsprogramms 2024–2027 des CMS-Sekretariat und BfN-INA statt und wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie von UNDP/GEF Usbekistan finanziert. 

Neben Vertreterinnen und Vertretern Usbekistans nahmen auch das CMS-Sekretariat, UNDP Usbekistan, IUCN Zentralasien, WWF Zentralasien und weitere Fachorganisationen teil.