Armenien: Offizieller Start des Nominierungsprozesses für das Biosphärenreservat Dilijan auf der CBD COP17

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum ersten UNESCO-Biosphärenreservat Armeniens

Mit einem Kick-off-Workshop am 26. Oktober 2026 in Jerewan ist das Projekt „Towards the Establishment of the Dilijan Biosphere Reserve in Armenia – Nomination and Enabling Framework“ offiziell gestartet. Die Veranstaltung fand im Rahmen der UN-Biodiversitätskonferenz (CBD COP17) statt.

Der Workshop markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Biosphärenreservat Dilijan. Im Mittelpunkt standen die Anforderungen und Grundprinzipien des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB), der institutionelle Rahmen für die Nominierung sowie die konkreten Schritte des anstehenden Nominierungsprozesses.

Nach der Begrüßung durch Robert Alikhanyan, Direktor des Dilijan-Nationalparks, Jan Peters, Geschäftsführer der Michael Succow Stiftung, und Areg Karapetyan, Direktor unserer Partnerorganisation Soluton, gab Petr Čupa Einblicke in die Anforderungen des UNESCO-MAB-Programms. Als Mitglied des Internationalen Beratungsausschusses für Biosphärenreservate der UNESCO und Leiter des Biosphärenreservats Dolní Morava in Tschechien stellte er auch seine Erfahrungen aus der Praxis vor. Anschließend erläuterte Lilit Sahakyan, Vorsitzende des armenischen MAB-Nationalkomitees, die Rolle des Komitees im Nominierungsprozess. Zum Abschluss stellte Vazgen Galstyan, Projektmanager bei SOLUTON, den geplanten Ablauf der Nominierung für das Biosphärenreservat Dilijan vor.

Die Michael Succow Stiftung begleitet die Entwicklung des Biosphärenreservats Dilijan von Anfang an. Seit der ersten Potenzialanalyse im Jahr 2019 unterstützt sie das armenische Umweltministerium und ihre Partner vor Ort auf dem Weg zum ersten UNESCO-Biosphärenreservat des Landes. In der ersten Projektphase wurden eine Arbeitsgruppe mit mehr als 30 lokalen Akteuren und ein nationales Steuerungsgremium aufgebaut. Gemeinsam haben sie die Grundlagen für die Nominierung gelegt.

Dabei bringt die Stiftung ihre langjährige internationale Erfahrung mit UNESCO-Biosphärenreservaten ein – unter anderem in Georgien, wo sie die Nominierung der Biosphärenreservate „Three Alazani Rivers“ und „Dedoplistskaro“ unterstützt hat. Ziel ist ein Biosphärenreservat, das den Schutz der biologischen Vielfalt mit nachhaltiger Regionalentwicklung verbindet und die lokale Bevölkerung aktiv einbezieht.

Mit dem Auftakt des Nominierungsprozesses wird eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit geschaffen. Das geplante Biosphärenreservat Dilijan bietet die Chance, Natur- und Kulturlandschaften langfristig zu erhalten und nachhaltige Entwicklungsperspektiven für die Region zu stärken.

Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium mit Mitteln des Beratungshilfeprogramms (BHP) für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie weiteren an die Europäische Union angrenzenden Staaten gefördert. Es wird vom Bundesamt für Naturschutz und dem Umweltbundesamt begleitet. Die Stiftung Überlebensrecht unterstützt das Projekt mit einem Kofinanzierungsanteil.