Ein Tag auf Koos
Natur erleben und Inselgeschichten entdecken
Am Samstag, dem 10. Oktober, durften wir wieder einmal unsere Tore öffnen und zahlreiche Besucher*innen in den Karrendorfer Wiesen und auf der Insel Koos willkommen heißen. Für die mehr als 40 Teilnehmer*innen am „Tag der offenen Insel“ startete der Tag mit einer Führung durch die Karrendorfer Wiesen. Anders als sonst endete sie diesmal nicht am „PrädaTor“, sondern auf der Sonnenterrasse unseres geliebten blauen Hauses, dem Ronald-Abraham-Haus, in dem auch wir Freiwilligen wohnen.
Apfelkuchen, Herbstsonne und Geschichten von früher
Die Sonnenterrasse und das Wetter gaben an diesem Tag ihr Bestes. Bis auf einen kurzen Schauer, der uns sogar einen Doppelregenbogen bescherte, hüllte die schwächer werdende Herbstsonne die Insel und die Karrendorfer Wiesen in ein sanftes, warmes Licht. Zur Stärkung gab es leckeren, selbstgebackenen Apfelkuchen mit Früchten von unserer Streuobstwiese und heißen Kaffee.
Unter unseren Gästen war auch eine ehemalige Bewohnerin der Insel. Bei Speis und Trank erzählte sie uns von ihrem Leben auf Koos, als der Deich noch nicht existierte und die Anwohnenden unter Quarantäne lebten. Einkäufe wurden damals nicht wie heute mit dem Lastenrad erledigt, sondern noch mit dem Boot transportiert.
Von der Freiwilligenarbeit bis zum Prädatorenmanagement
Nach einer kleinen Stärkung ging es mit Führungen über die Insel weiter. Die Besucher*innen erfuhren mehr über die Freiwilligenarbeit der heutigen Inselbewohner*innen, das Monitoring, die Vogelzählungen und unsere Arbeitseinsätze.
Die häufigste Frage des Tages – ob wir uns auf der Insel denn einsam fühlten – ließ sich leicht mit Nein beantworten: Mehrere tausend Kraniche, Gänse und Enten leisten uns hier jede Nacht Gesellschaft.
Bei einer weiteren Führung konnten die Teilnehmer*innen mehr über die Nutzungsgeschichte der Insel Koos, das Prädatorenmanagement, unsere Streuobstwiese und deren Beweidung erfahren.
Ein stimmungsvoller Abschluss mit Tausenden Kranichen
Den Abschluss des Tages bildete der Einflug der Kraniche, die sich im orange-roten Licht des Sonnenuntergangs über den Karrendorfer Wiesen niederließen.
