Vom 19. bis 30. Oktober 2026 kommen die Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) in Jerewan, Armenien, zur 17. Vertragsstaatenkonferenz (COP17) zusammen. Ein Schwerpunkt ist die Überprüfung der Fortschritte bei der Umsetzung des Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (KMGBF), das den internationalen Rahmen für den Schutz und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt bildet.
Die Michael Succow Stiftung beteiligt sich mit Fachbeiträgen, Veranstaltungen und gemeinsamen Aktivitäten mit internationalen Partnern.
Moore und Feuchtgebiete stärker in den Naturschutz integrieren
Am 21. Oktober widmet sich die Veranstaltung „From the Caucasus to the World: From Local Action to Global Biodiversity Goals for Wetlands and Peatlands“ der Frage, wie Moore und Feuchtgebiete stärker in nationale Biodiversitätsstrategien integriert werden können. Im Mittelpunkt stehen Schutz, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung sowie die Verbindung von Biodiversitäts-, Klima- und Wasserpolitik. Jan Peters, Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum stellt mit Global Peatland Action internationale Ansätze zum Moorschutz und Möglichkeiten der Zusammenarbeit vor.
>> 21. Oktober 2026 | 19:15–20:45 Uhr (Ortszeit) | Armenian Pavilion, Blue Zone
Am 24. Oktober beteiligt sich Jan Peters am Science-Policy Forum. Sein Beitrag „Sustainable Peats for People“ ist Teil einer Sitzung zur Wiederherstellung von Ökosystemen und zu den Herausforderungen bei der Umsetzung globaler Biodiversitätsziele.
>> 24. Oktober 2026 | 14:30 Uhr | Blue Zone, Room Contact Group 5
Biosphärenreservate verbinden Naturschutz und nachhaltige Entwicklung
Im Südkaukasus unterstützt die Stiftung die Entwicklung von Biosphärenreservaten. Am 26. Oktober organisiert sie die Auftaktveranstaltung für Projekt zu Einrichtung des ersten Biosphärenreservats Armenien, Dilidschan.
Am 27. Oktober zeigt die Veranstaltung „Beyond Protected Areas: Biosphere Reserves as Tools for KMGBF Implementation“, wie Biosphärenreservate Naturschutz und nachhaltige lokale Entwicklung verbinden können. Neben Erfahrungen aus zwei ausgewiesenen Biosphärenreservaten in Georgien steht die Initiative in Dilidschan im Mittelpunkt, die auf die Einrichtung des ersten Biosphärenreservats Armeniens abzielt.
>> 27. Oktober 2026 | 13:15 Uhr | Lastiver – Besprechungsraum der Jugendgruppe
Welterbe als Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt
Am 28. Oktober veranstaltet die Michael Succow Stiftung gemeinsam mit der IUCN und UNEP-WCMC das Side Event „World Heritage as a Tool for Biodiversity Conservation“. Die Veranstaltung beleuchtet, wie natürliche Welterbestätten globale Biodiversitätsziele unterstützen und wie Nominierungsverfahren dazu beitragen können, das Management von Schutzgebieten zu verbessern. Dabei fließen Erfahrungen der Stiftung mit Welterbenominierungen im Südkaukasus und in Zentralasien ein.
>> 28. Oktober 2026 | 18:15 Uhr | Ljevan – GRULAC-Besprechungsraum
Internationale Zusammenarbeit stärken
Auch der Austausch mit deutschen und internationalen Akteuren gehört zum Programm. Dazu zählen eine Delegationsreise, eine Veranstaltung in der Deutschen Botschaft in Jerewan anlässlich von 35 Jahren Naturschutzkooperation zwischen Deutschland und den Ländern des Südkaukasus sowie eine Bereisung des Dilidschan Nationalparks mit Bundesumweltminister Carsten Schneider.
Mit ihrer Beteiligung bringt die Michael Succow Stiftung praktische Erfahrungen aus Naturschutz und Renaturierung in internationale Diskussionen ein. Ziel ist es, regionale Initiativen und internationale Biodiversitätsziele stärker miteinander zu verbinden und die Zusammenarbeit für den langfristigen Erhalt der biologischen Vielfalt zu stärken.
