Am 30. Oktober 2026 kamen im Ulstersaal in Hilders über 250 Teilnehmende zur länderübergreifenden Biosphärentagung zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die Rhön über Jahrhunderte verändert hat und wie ihre besondere Landschaft angesichts von Klimakrise, Artenverlust und veränderter Landnutzung für kommende Generationen erhalten werden kann.
Moorforscher und Naturschützer Prof. Dr. Michael Succow beleuchtete in seinem Vortrag das Nationalparkprogramm der DDR und dessen Bedeutung als Grundlage für die Entstehung des heutigen länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Er schlug damit eine Brücke von den historischen Anfängen des großflächigen Naturschutzes zur heutigen Verantwortung für Natur und Landschaft.
Bereits am Vorabend war der Dokumentarfilm „Wie geht Natur?! – Können wir die Welt verändern?“ gezeigt worden. Im anschließenden Gespräch mit Michael Succow und weiteren Gästen ging es um persönliche Erfahrungen, die Entwicklung des Naturschutzes und die Frage, wie Schutz, Nutzung und regionale Entwicklung gemeinsam gedacht werden können.
Die Tagung machte deutlich: Landschaften sind Lebensraum, Wirtschaftsraum und Heimat zugleich. Ihr Erhalt braucht Wissen um ihre Geschichte, neue Ansätze für Natur- und Klimaschutz sowie den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und den Menschen vor Ort.
Die vollständige Meldung und weitere Eindrücke von der Tagung gibt es beim Biosphärenreservat Rhön.
Fotos: Lea Hohmann
