Das Moor auf Melow: 10 Jahre nach der Wiedervernässung

Wie entwickelt sich ein Moor, wenn es wieder nass werden darf? Dieser Frage gingen wir am Sonntag gemeinsam mit dem Greifswald Moor Centrum bei einer Exkursion auf der Halbinsel Melow nach.

Auf den ersten Blick wirkt das wiedervernässte Niedermoor vor allem schilfig – doch wer genauer hinschaut, entdeckt eine erstaunliche Vielfalt: artenreiche Riede, Röhrichte und blütenreiche Hochstaudenfluren haben sich entwickelt. Insgesamt konnten mehr als 125 wild wachsende Pflanzenarten nachgewiesen werden.

Ein besonderer Fund war der Kammfarn (Dryopteris cristata) – eine seltene Moorart, die auf nasse, ungestörte Lebensräume angewiesen ist und durch die Entwässerung vieler Moore stark zurückgedrängt wurde.

Die Exkursion zeigte eindrucksvoll: Wiedervernässung wirkt. Sie schafft neue Lebensräume, fördert Artenvielfalt und ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden für den spannenden Austausch, die Entdeckungen und das gemeinsame Picknick auf der Halbinsel Melow!

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe „Ein Jahr in Mooren“ des Greifswald Moor Centrums statt.

Weitere Veranstaltungen gibt es hier: https://www.greifswaldmoor.de/ein-jahr-in-mooren.html

Fotos: C. Barnick / Michael Succow Stiftung