Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Entwicklung von Lösungen für zentrale Herausforderungen wie fehlende Finanzierung, unzureichende politische Rahmenbedingungen oder mangelnde öffentliche Wahrnehmung von Mooren. In interaktiven Formaten haben die Teilnehmenden ihre Erfahrungen eingebracht und konkrete Maßnahmen diskutiert, die sich in der Praxis bereits bewährt haben oder künftig umgesetzt werden können. Mit dabei waren Vertreter*innen von Greifswalder Agrarinitiative, Michael Succow Stiftung, MoorAgentur, MoorBündnis, Programm MoorSpezialist*innen sowie Universität Greifswald.
Konkrete Beiträge und neue Impulse
Neben dem fachlichen Austausch ging es auch darum, konkrete Beiträge für die Unterstützung von Moorlandschaften zu entwickeln. Ideen wie kulturelle und künstlerische Ansätze, stärkere Vernetzung, Beiträge zu Online-Formaten oder gemeinsamen Kommunikationsmaßnahmen werden erarbeitet.
Der Workshop hat Raum für direkten Austausch zwischen lokalen Initiativen und internationalen Netzwerken geschaffen. Unterschiedliche Perspektiven sind zusammengekommen und haben neue Impulse für den Moorschutz ermöglicht – sowohl lokal als auch global.
Die Ergebnisse werden in das diesjährige große Treffen der Venice Agreement Community rund um den Welttag der Moore (2.–5. Juni) in den Papyrusmooren am Viktoriasee in Kisumu, Kenia einfließen. Sie bilden einen der Grundsteine eines „Living Menu of How-Tos“ – ein lebendiges Archiv mit Werkzeugen für Moorschutz von Unten mit praxisnahen, transdisziplinären Strategien und Methoden, das in Kisumu entwickelt wird und später in diesem Jahr auf der Venice Agreement-Webseite zu finden sein wird.
