Im Fokus stehen dabei insbesondere die invasive Kartoffelrose sowie junge Kiefern, die sich in den vergangenen Jahren zunehmend auf der Fläche ausgebreitet haben. Früher hielten Weidetiere wie Kühe die Vegetation offen und schufen so Lebensräume für seltene Pflanzen und bodenbrütende Vogelarten. Heute übernehmen Pflegemaßnahmen diese wichtige Funktion.
Besonders erfreulich: Nach dem Sturmhochwasser im Oktober 2023 kehrt die typische Vegetation des stark betroffenen Stranddünenwalls Stück für Stück zurück. Auch die Stranddistel (Eryngium maritimum), eine seltene und geschützte Küstenpflanze der Roten Liste, breitet sich derzeit wieder stärker aus.
Um die empfindlichen Pflanzen zu schützen, werden kleine Bereiche am Strand eingezäunt – sogenannte Strandinseln. Dort kann sich die Vegetation ungestört entwickeln und zugleich entstehen geschützte Bereiche für im Sand brütende Vögel.
Die Stranddistel ist hervorragend an das raue Küstenklima angepasst: Ihre festen, wachsbeschichteten Blätter schützen sie vor Salz, Flugsand und intensiver Sonne. Trittschäden verträgt die Pflanze jedoch kaum.
Mit den Strandinseln soll deshalb nicht nur geschützt, sondern auch auf die Besonderheiten der Küstenlandschaft am Palmer Ort aufmerksam gemacht werden. Für Erholung und Strandbesuche bleibt weiterhin ausreichend Platz.
