Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis – darunter Jan Peters und Dr. Birte Albrecht von der Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, Moorkundler Dr. Hans-Gerhard Kulp von der Biologischen Station Osterholz sowie die Landwirte Frank Havemeyer und Hans Lütjen-Wellner, Geschäftsführer der Aufwuchsverwertung Teufelsmoor-Osterholz GmbH & Co. KG – haben die Teilnehmer*innen das Teufelsmoor erkundet.
An der sogenannten „Himmelstreppe“, einer Aussichtsplattform im Naturschutzgebiet, hat Dr. Kulp anschaulich die Entstehung von Mooren, ihre besonderen Eigenschaften und ihre zentrale Rolle für Klima- und Naturschutz vermittelt. Denn intakte Moore speichern große Mengen Kohlenstoff und leisten einen wichtigen Beitrag zum Wasserrückhalt in der Landschaft.
Natürlich durfte auch eine Torfbohrung nicht fehlen: Dabei konnten die Teilnehmer*innen tiefer in den Moorboden blicken und jahrtausendealte, gut konservierte Pflanzenreste entdecken – ein anschauliches Beispiel dafür, wie viel Kohlenstoff in Mooren gespeichert ist.
Wie nachhaltige Bewirtschaftung konkret aussehen kann, haben die Landwirte vor Ort gezeigt. Sie haben offen erzählt, welche Herausforderungen die Wiedervernässung mit sich bringt, und erklärt, wie Paludikultur in der Praxis funktioniert – also Landwirtschaft auf nassen Moorböden. Während der Kremserfahrt durch das Moor bot sich zudem Raum für entspannten Austausch und neue Perspektiven. Dabei wurde deutlich, welche Chancen diese Form der Nutzung sowohl für landwirtschaftliche Betriebe als auch für Unternehmen wie OTTO bietet.
