Fortschritte bei der toMOORow Wiedervernässung der Sernitz-Torfwiesen

In den Torfwiesen bei Greiffenberg (Angermünde) schreiten die Arbeiten zur Wiedervernässung im Rahmen der Initiative toMOORow – Nasse Moore für eine nachhaltige Zukunft weiter voran. Seit dem Baubeginn Ende Januar hat sich trotz anspruchsvoller Wetter- und Bodenbedingungen viel auf der Fläche getan.

Zunächst erschwerte tiefer Bodenfrost den Abtrag des Oberbodens. In den folgenden Wochen sorgte dann aufgeweichter Boden über einem verbliebenen Eishorizont für zusätzliche Herausforderungen. Dennoch konnten wichtige Arbeitsschritte umgesetzt werden: Die ausgebauten Staue wurden gesammelt und für den Abtransport vorbereitet, Grabenprofile gereinigt und ein Großteil der Entwässerungsgräben bereits verfüllt. Insgesamt 13 der 14 Gräben innerhalb der Projektfläche sind inzwischen bearbeitet.

Als nächster Schritt beginnt der Bau von sieben Sohlschwellen in der Sernitz. Diese Bauwerke helfen dabei, Wasser länger in der Landschaft zu halten und die Wasserstände im Moor zu stabilisieren. Anschließend folgen die Ertüchtigung eines Plattenweges sowie der Bau eines neuen Staubauwerks im Brennereigraben. Danach wird auch der letzte Entwässerungsgraben am Plattenweg verschlossen.

Die Bauarbeiten werden regelmäßig vor Ort begleitet: Einmal pro Woche treffen sich Vertreter*innen der Baufirma, des Planungsbüros, des Projektträgers sowie weitere Beteiligte wie Wasser- und Bodenverband oder Flächennutzende zu einer gemeinsamen Baubesprechung.

Auch filmisch wird das Projekt dokumentiert: Mitte Februar besuchte ein Filmteam das Gebiet, um Interviews zu führen und erste Aufnahmen der Bauarbeiten zu machen. Weitere Dreharbeiten zum Baufortschritt sind geplant.


Die Maßnahmen sind Teil der Initiative toMOORow, die von der Umweltstiftung Michael Otto und der Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, getragen wird. Ermöglicht wurden die bisherigen Arbeiten daneben durch die großzügige Unterstützung unserer Förderer und Spender, u.a. OTTO, Globetrotter, BAUR, bonprix, Hermes, systain, Greenpeace Deutschland, Stiftung Zukunft Jetzt! und BMW Foundation Herbert Quandt. 

Ziel ist es, Moorflächen wieder zu vernässen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und neue Perspektiven für eine nachhaltige Nutzung nasser Moore zu schaffen. In den Sernitz-Torfwiesen wird dafür auf rund 80 Hektar der natürliche Wasserhaushalt schrittweise wiederhergestellt – eine wichtige Grundlage für Klimaschutz, Biodiversität und zukünftige Paludikultur.

Weiterführende Informationen: 
>> toMOORow-Sernitz-Moor – Die Zukunft der Moore
>> Sernitz Niederung