Schatz an der Küste

Feier den Strand!

„Feier den Strand!“ hieß es am 21. Juli 2016 an der Regionalen Schule „Windland“ in Altenkirchen auf Rügen. Das diesjährige Fest der Biologischen Vielfalt stieg von 14-18 Uhr auf einem Schulhof - für Schüler, ihre Familien, die Menschen der Region und Touristen. Das Fest als Hauptgewinn im diesjährigen Wettbewerb „Ort der Biologischen Vielfalt 2016“ bekamen die Schüler des „Sondereinsatzkommando (SEK2) Küstenputz“ an der Schule Altenkirchen für ihre engagierten Strandberäumungen.

 

Einen Nachmittag lang drehte sich alles um das Thema Strand: Kreativität war beim Meeresmüll-Upcycling genau richtig - Fahrradschläuche konnten zu Bällen und Tetrapacks zu Portemonaies verwandelt werden. Strandwissen war beim großen Biodiv-Rätsel gefragt: Ist Meersenf scharf und welche Farbe hat Mikroplastik? Wieviel davon ist in meinem Duschgel? Mitgebrachte Duschprodukte konnten beim Fest auch auf die kleinen Plastikpartikel analysiert werden. Außerdem galt: „Sieb‘ dir was!“ Per Siebdruck kamen die schönsten Strandmotive auf T-Shirts. Info-Stände zu Kegelrobbe, Kranichschutz, Geisternetzen und mehr zeigten die biologische Vielfalt im Küstenraum und ihre Gefährdung. Mit seinen Beziehungen zu biologischer Vielfalt auf der Bühne strapazierte Piraten-Pantomime Peter Pelzig die Lachmuskeln. Dazu Strandsound von Bellatriste und Lappalie, außerdem Beachburger, Strandlimo oder Wellenwaffel und mehr.

 

Sensible und erhaltenswerte Biodiversität vermitteln und erlebbar machen, darum geht es beim Fest und Wettbewerb der Biologischen Vielfalt. Beides ist Teil des Verbundprojektes Schatz an der Küste (schatzküste.com) von Michael Succow Stiftung, Ostseestiftung und weiteren Projektpartnern. Mit einer Laufzeit von fünf Jahren sensibilisiert dieses Bevölkerung und Besucher für die einzigartige Küstenlandschaft zwischen Rostocker Heide und Vorpommerscher Boddenlandschaft.

 

Nachhaltige Entwicklung zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Region Vorpommersche Boddenlandschaft und Rostocker Heide (Hotspot 29)

 

Die Region der Vorpommerschen Boddenlandschaft und der Rostocker Heide mit einer Größe von 1210 km² ist einer der 30 Hotspots der Biologischen Vielfalt in Deutschland, genau gesagt der Hotspot 29. Vom Westen Rostocks über Fischland – Darß – Zingst, die Insel Hiddensee bis hin zur Westrügenschen Boddenlandschaft umschließt er eine vielgestaltige Küstenlandschaft mit Bodden, Inseln und Halbinseln, Flach- und Steilküsten, Salzwiesen, Röhrichten, Mooren und Erlenwäldern. Eine einzigartige Landschaft, ein Schatz an der Küste. Diese Naturschätze besser kennenzulernen, um sie wertzuschätzen und den Erhalt der Biodiversität auch in Zukunft zu sichern, ist ein wichtiges Anliegen des Projektes.

 

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Zusammen mit acht weiteren Projektpartnern arbeitet die Michael Succow Stiftung in diesem Projekt von 2015-2020 daran, die Natur informativ, spielerisch und interaktiv für Besucher erlebbar zu machen und gemeinsam mit Landwirten neue Konzepte zur Bewirtschaftung zu entwickeln. Die Veranstaltung eines jährlichen „Festes der Biologischen Vielfalt“ wie auch die Entwicklung einer Smartphone-App für diesen Küstenlebensraum sind dabei Aufgaben der Michael Succow Stiftung. Zudem fördert die Stiftung die Entwicklung zukunftsfähiger Bewirtschaftungstechnik, die an wiedervernässte Offenlandstandorte angepasst ist.

 

tl_files/img/logos/logo_schatzkueste hotspot 29_300 dpi.pngDie „Feste der Biologischen Vielfalt“ sollen die Bevölkerung für das vielfältige Artenspektrum in ihrer Region stärker sensibilisieren. „Wiese – vom Salzgrasland bis zur Streuobstwiese“ war das Motto des Auftaktfestes in Klausdorf im September 2015. Ein Strandfest, ein Meeresfest, ein Heidefest und ein Moorfest werden während der Projektlaufzeit folgen. Ein digitaler Streifzug durch den Hotspot 29 wird ab 2016 in einer Smartphone-App entwickelt. Sich interaktiv mit Infotexten, Karten und Fotos im Gebiet zu orientieren und zu informieren, wird mit der App möglich sein.

 

Gemeinsam mit örtlichen Landwirten entwickelt die Michael Succow Stiftung verbesserte Mahd- und Transportmöglichkeiten wiedervernässter Offenlandstandorte. Ein Beitrag, um die Wiedervernässung landwirtschaftlich genutzter Grünlandflächen im Hotspot attraktiver zu machen. Auf Probeflächen im Projektgebiet werden Methoden zur Verbesserung der Ernte getestet. Herauszufinden gilt dabei, welche alternativen Bewirtschaftungsweisen ökonomisch und ökologisch tragbar sind. Informationen zu allen Bereiche des Projektes bietet die Website Schatz an der Küste.

 

 

Das Projekt wird finanziert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Weitere Förderer sind das Bundesland Mecklenburg Vorpommern, die Ostsee Stiftung und die Umweltlotterie Bingo!

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Projektleitung:

Thomas Beil, email: thomas.beil@succow-stiftung.de