Vortrag von Michael Succow: "Unsere Kulturlandschaft – Entwicklung und aktuelle Herausforderungen"

Auf Einladung der Geographischen Gesellschaft in Hamburg e.V. spricht unser Stifter Prof. em. Dr. Michael Succow am 5. Februar über eine “enkeltaugliche” Gestaltung unserer Landwirtschaft. Er geht nach einem kurzen Überblick über die Landnutzungsgeschichte der letzten Jahrzehnte – auch anhand seinem eigenem Erleben in der DDR und seit der Wende  – auf die aktuellen Herausforderungen für eine zukunftsfähige, das heißt nachhaltige und naturverträgliche Landwirtschaft ein. Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits deutlich spürbar, gerade im Nordosten Deutschlands: Dürren, Starkregen und Waldbrände wirken sich auf die Kulturlandschaft aus, insbesondere auf die intensiv bewirtschafteten Flächen mit stark verdichteten Böden und auf hohen Ertrag ausgerichtete Kiefernforste. Michael Succow zeigt hier insbesondere Möglichkeiten für sogenannte Grenzertragsstandorte auf, unter anderem „Wilde Weiden“, von denen Biodiversität und Grundwasser profitieren. Auch bei Wäldern und Äckern braucht es neue Ansätze, Stichworte sind hier: „Wald muss dicht“ und „Acker braucht Humus“. Besonders wichtig ist für Michael Succow die Erzeugung von trinkfähigem Grundwasser als entscheidende Leistung der Landwirtschaft – die dann auch entsprechend honoriert werden sollte durch Agrarsubventionen. Eine Landnutzung ohne Pestizideinsatz sorgt daneben auch für klare Gewässer und mehr Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt.

Der Vortrag findet statt im Hörsaal 2 des Geomatikum, Bundesstr. 55, 20146 Hamburg.

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    Weidende Schafe am Odertalrand bei Carzig-Mallnow (Foto: M. Succow)

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    Nachhaltig bewirtschaftete Agrarlandschaft auf Rügen (Foto: S. Schmidt)

Donnerstag, 05.02.2026
Beginn: 18:15 Uhr
Ende: 19:45 Uhr
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