Patin oder Paten werden – und regionale Wildnis retten

Der verantwortungsvolle Einsatz für unsere Quellmoore, Küstenwälder und Wildnisinseln in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg lässt bereits verloren geglaubte Pflanzen- und Tierarten in ihre Ursprungshabitate zurückkehren und erhält nicht zuletzt die Schönheit und Großartigkeit einzigartiger Landschaften Deutschlands. Dabei setzen die Mitarbeiter*innen der Succow Stiftung auf die eingriffsarme Entfaltung ungestörter Natur sowie Rückbaumaßnahmen und nachhaltige Bewirtschaftungsformen, die den Gebieten langfristig zugutekommen. Die Wildnisentwicklung hat nicht nur positiven Einfluss auf den Arterhalt, sondern verbessert – z.B. besonders effektiv durch die Wiedervernässung von Mooren – ebenso die Klimabilanz der Naturschutzareale!

„Beobachten zu können, wie sich die uns anvertrauten Naturerbe-Flächen allmählich wieder von zum Beispiel jahrelanger landwirtschaftlicher Trockenlegung erholen, ist für uns eines der größten Geschenke in unserer Arbeit hier vor Ort.“

Dr. Nina Seifert
Biologin und Koordinatorin der "Nationalen Schutzgebiete"

Ihre Patenschaft für die Wildnis

  • Punktgenau: Sie wissen, wohin Ihre Spenden fließen.
  • Verantwortung: Setzen Sie sich für regionale Natur ein!
  • Direkt: Unterstützung und Maßnahmen gehen Hand in Hand.
  • Konkret: Ihr Patenschutzgebiet können Sie hautnah erleben.
  • Effektiv: Dauerhafte Spenden bewirken langfristige Effekte!
  • Einfach: Durch ein Lastschriftmandat spenden Sie ohne Mühe.

Werden Sie Patin/Pate des Bruchhagener Moores in Nordbrandenburg

Dauerhaft nasse, sumpfige Wälder werden "Bruchwald" genannt. Ein solcher existierte bis zu seiner intensiven Entwässerung in den 1960er Jahren bei dem ähnlich klingenden Örtchen Bruchhagen im nordbrandenburgischen Sernitztal. Insbesondere die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) und die Wasserfeder (Hottonia palustris) sowie der Moorfrosch (Rana arvalis), deren Männchen zur Laichzeit auffällig blau leuchten, fühlen sich in diesem seltenen feuchten Wald sehr wohl. Doch ihr Lebensraum ist bedroht: Immer noch vorhandene Entwässerungsgräben lassen das Gebiet zunehmend austrocknen. Dieser Prozess gefährdet nicht nur die im Bruchhagener Moor beheimateten Arten. Die zunehmende Freilegung des Torfkörpers fördert dessen Zersetzung an der Luft. Das Moor emittiert mehr und mehr Kohlenstoffdioxid und belastet das Klima!

Als Patin oder Pate dieses wunderschönen Bruchwaldes können Sie langfristig Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Entwicklung unterstützen: Die insgesamt 400 m langen und bis zu 1,5 m tiefen alten Entwässerungsgräben in und um den knapp 3,5 ha großen Erlenbruchwald müssen verschlossen werden. Dies hält die weitere Entwässerung des Moores auf und schafft naturnähere Verhältnisse in dem wasserliebenden Wald. Das fördert den regionalen Wasserrückhalt langfristig und reduziert gleichzeitig CO2-Emissionen. So wird auf lokaler Ebene neben Artenschutz ein Beitrag zur Anpassung an Dürreperioden und zum Klimaschutz geleistet – und das Moor und seine Bewohner*innen können wieder "erblühen"!

Als Patin oder Pate des Goor-Waldes faszinierende Wildnis bewahren

Die Goor – Hügelland am Rügischen Bodden gegenüber der Insel Vilm, ein alter Wald aus Buchen und Hainbuchen, Eichen und Vogelkirschen, Ulmen und Ahornen, durchsetzt mit Aufforstungen aus Fichten, Lärchen und Douglasien.

Die ehemals forstwirtschaftlich eingebrachten Nadelholzpflanzungen sollen aufgelichtet werden. So soll es den Sprösslingen von z.B. Rotbuchen und Ebereschen erleichtert werden, Fuß zu fassen. Das motormanuell gefällte Holz soll mit Rückepferden zu den Waldwegen geschafft werden, um den Waldboden zu schonen. Dadurch kann sich der Wald auf natürliche Weise verjüngen und langfristig wieder ein naturnaher Laubwald entstehen.

Mit einer Patenschaft für den Wald im Naturschutzgebiet Goor unterstützen Sie seine Entwicklung hin zu einem "Urwald von Morgen". Als dieser bindet er fortlaufend Kohlenstoff aus der Atmosphäre und speichert diesen in Biomasse und Boden. Der Wald wirkt ausgleichend auf das Lokalklima und bietet Lebensraum für eine einzigartige biologische Vielfalt.

Tipp: Als Patin oder Pate des Goor-Waldes sollten Sie die Goor unbedingt besuchen und auf dem "Pfad der Muße und Erkenntnis" wandeln. Er führt sie vorbei an über 200 Jahre alten Buchen, an Hügelgräbern aus der Bronzezeit, gewährt Ausblicke auf die Inseln Vilm und Mönchgut, Meer und Bodden. Er führt Sie auch zum imposanten Naturdenkmal "Schirmeiche" (siehe Foto). Sie ergrünte 2015 zum letzten Mal und steckt seither als Totholz voller Leben. Die imposanten Überreste des Baumes demonstrieren eindrücklich das Vergehen und Entstehen neuen Lebens im Wald. Die Goor entfaltet nicht nur im Sommer, sondern zu jeder Jahreszeit ihren eigenen, urtümlichen Charme – wenn wir ihn einfach "Wald sein lassen".

"Unsere Vision: Der Goor-Wald wird von Jahr zu Jahr wilder und schöner. Im Frühjahr decken Blütenteppiche von Anemonen den Waldboden, sprießt frisches Grün aus den Zweigen der Bäume, deren Laub im Herbst in gelben und roten Farben entflammt. Hier leben Siebenschläfer, Fledermäuse und Totholzkäfer, Zwergschnäpper und Hohltauben, drei Spechtarten hämmern Höhlen in alte Buchen."

Prof. Dr. Hans Dieter Knapp
Geobotaniker & stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates