Usbekistan

Stärkung des Schutzgebietsnetzwerks im usbekischen Ferganatal

Das usbekische Ferganatal in der Grenzregion zu Kirgistan und Tadschikistan ist mit ca. 10 Millionen Einwohnern, das am dichtesten besiedelte Gebiet Zentralasiens. Die Einwohnerzahl und der Ressourcenhunger haben in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen. Gleichzeitig gibt es dort eine Vielzahl von Schutzgebieten, aber auch ungeschützter Habitate und Migrationskorridore, die zunehmend unter Druck geraten. Beispielsweise bot die Region „Akkum Wüste“ saisonal Lebensraum für Kropfgazellen, Saigas und Kulane sowie weitere für Wüsten- und Steppengebiete prägende Tierarten. Derzeit gibt es dort jedoch nur noch 13 kleine isolierte Gebiete zwischen denen kein oder kaum Austausch genetischer Ressourcen oder gar Migration stattfindet.

Obwohl im Ferganatal noch immer zahlreiche Pflanzen und Tiere heimisch sind, darunter endemische und weitere seltene Arten, gibt es in dieser Region Zentralasiens keine Schutzgebiete mit strengerem Schutzstaus. Schutzgebiete werden im Wesentlichen durch Naturdenkmäler dargestellt. Eines dieser Gebiete ist KBA UZB 014 „Akkum Wüste“, zu dem zwei staatliche Naturdenkmäler „Yazyavan Wüste “ (1.820,4 ha) und „Mingbulak“ (1.000 ha) gehören.

Das Projekt zielt darauf ab, diese einzigartigen Naturlandschaften in den Regionen Fergana und Namangan naturräumlich zu untersuchen, ihren besonderen Wert für die Natur in der Region Zentralasiens erkennbar zu machen und eine naturschutzfachliche Rechtfertigung für deren Erhalt durch die Verbesserung des Schutzstatus für die bedeutendsten und am stärksten gefährdeten Gebiete vorzubereiten.

Gecko im Ferganatal (c) Roman Nazarov

Usbekistan

Schutzräume: Naturlandschaft der Sandgebiete der Provinzen Fergana und Namangan (Usbekistan)

Ort: Usbekistan

Laufzeit: 01.2021 - 12.2022

Rustam Murzakhanov (c) Ph. Schröder
Projektkoordination

Rustam Murzakhanov
Expertise: Biosphärenreservate, Schutzgebietsmanagement, Ökosystemleistungen

rustam.murzakhanov[at]succow-stiftung.de


Tel +49 3834 83542 28

Das Projekt wird mit Mitteln des CEPF (Critical Ecosystem Partnership Fund) durchgeführt und durch den WWF (World Wide Fund for Nature) administriert.

CEPF ist eine gemeinsame Initiative der Agentur Française de Développement, der Conservation International, der Europäischen Union, der Global Environment Facility, der japanischen Regierung sowie der Weltbank mit dem grundlegenden Ziel sicherzustellen, dass sich die Zivilgesellschaft für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzt.