Aserbaidschan

Unterstützung bei der transnationalen Erweiterung der Welterbestätte "Hyrkanische Wälder"

Die kaspischen Hyrkanischen Wälder erstrecken sich vom Süden Aserbaidschans bis in den Iran über rund 900 km. Der größte Teil dieser Wälder befindet sich im Iran, ein kleiner Teil in Aserbaidschan. Die Vielfalt der Höhenstufen, die ergiebigen Niederschläge und der Strukturreichtum verleihen diesen alten Urwäldern einen ungewöhnlichen Artenreichtum. Dieses Gebiet beherbergt viele endemische Pflanzenarten, Relikte der Tertiärzeit, die nicht durch Vergletscherungen des Pliozäns und des Pleistozäns überformt wurden. Nach der Erarbeitung der seriellen Nominierung der "Hyrkansichen Wälder" im Iran, die auf der 43. Sitzung des Welterbekomitees im Juli 2019 erfolgreich eingetragen wurde, regten die Regierungen Aserbaidschans und des Iran ein Folgeprojekt zur gemeinsamen Erweiterung der Weltnaturerbestätte an, um auch die verbliebenen Teile dieser alten Wälder einzubeziehen.

Hyrkanischer Wald (Photo: Jonathan Etzold)

Hyrkanische Wälder

Unterstützung von Aserbaidschan und Iran bei der transnationalen Erweiterung der Welterbestätte "Hyrkanische Wälder"

Ort: Republik Aserbaidschan, Islamische Republik Iran

Laufzeit: 01.2020 - 02.2021

Dieses Projekt zielt darauf ab, Aserbaidschan fachlich bei der Erarbeitung eines Nominierungsdossiers zu unterstützen, sowie den Iran bei der Umsetzung der Auflagen des Welterbekomitees (Decision 43COM 8B.4) zu beraten. Darüber hinaus werden beide Länder unterstützt, die Empfehlungen des Welterbekomitees zur Erweiterung und Entwicklung eines gemeinsamen Managements aufzugreifen. Das Projekt ermöglicht einen verstärkten Austausch zwischen den Organisationen und Vertreter*innen des Weltnaturerbes "Hyrkanische Wälder" im Iran und potentieller Erweiterungsgebiete in Aserbaidschan. Es vermittelt internationale Fachkenntnisse und Wissensaustausch und trägt damit wesentlich zum Erfolg der geplanten Erweiterungsnominierung bei.

Dieses Projekt wird vom Bundesumweltministerium mit Mitteln des Beratungshilfeprogramms (BHP) für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie weiteren an die Europäische Union angrenzenden Staaten gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Umweltbundesamt (UBA) begleitet.

Morvarid Kamali (Foto: Ph. Schroeder)
Ansprechpartnerin

Morvarid Kamali
Expertise: Schutzgebiets­management, Welterbe

morvarid.kamali[at]succow-stiftung.de


Tel +49 3834 83542 19