Stipendienprogramme an der Succow Stiftung

Durch die Stipendienprogramme Eva-Kleinn-Stipendium und Marion Dönhoff Fellowship bietet die Succow Stiftung jungen Naturschützer*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen aus Ländern des postsowjetischen Raumes und Mittelasiens einen Studien- oder Forschungsaufenthalt in Deutschland.

Eva-Kleinn-Stipendium

Die Landschaftsökologin Eva Kleinn (1971-2005) hat sich in außergewöhnlicher Weise für den Schutz der Natur, für nachhaltige regionale Entwicklung und interkulturelle Kommunikation in Russland und den Ländern Zentrasiens sowie dem kaspischen Raum eingesetzt. Da ihr nur ein kurzes Wirken möglich war, soll dieses Stipendium die Erinnerung daran wach halten. Zugleich soll es jungen in- und ausländischen Wissenschaftler*innen Forschung in diesem Raum ermöglichen, um das Werk von Eva Kleinn in ihrem Sinne fortzusetzen.
 


Kriterien für die Vergabe

Das Stipendium kann auf Antrag an Studierende, Absolvent*innen und Doktoranden der Universität Greifswald und an Bewerber*innern aus den genannten Ländern vergeben werden, sofern sie ein Thema bzw. Projekt über Naturschutz, ökologische Bildung bzw. nachhaltige regionale Entwicklung bearbeiten und damit auch zur interkulturellen Kommunikation beitragen. Der Antrag soll einen groben Kostenplan enthalten und darlegen, wofür die finanzielle Unterstützung benötigt wird (Reise, Aufenthalt, Material, Publikation, Diverses). Das Stipendium soll nur dann vergeben werden, wenn andere Förderungen nicht möglich oder bereits ausgeschöpft sind.


Verfahren der Vergabe

Die jährlich bereitgestellte Summe kann an einen oder mehrere Bewerber*innen jeweils einmal (in begründeten Ausnahmefällen zweimal) vergeben werden. Bewerbungen sind an die Succow Stiftung zu richten. Die Entscheidung über die Vergabe wird innerhalb eines Monats durch die vom Stiftungsrat benannte Jury (Prof. Dr. Michael Succow, Prof. Dr. Hans Dieter Knapp) getroffen. Die Auszahlung erfolgt nach den im Kostenplan dargelegten Erfordernissen in Raten. Vor Auszahlung einer nächsten Rate sind die bereits erfolgten Auslagen zu belegen. Die Stipendiaten haben nach sechs Monaten einen Kurzbericht über das mit dem Stipendium geförderte Projekt sowie das Ergebnis des Projekts nach dessen Abschluss an die Stiftung zu geben.

Marion Dönhoff Stipendium

Die Journalistin Marion Gräfin Dönhoff hat die Schattenseiten des Kapitalismus und die Folgen unbegrenzten Wachstums auf Natur und Mensch stets kritisiert. Sie hat sich zudem eingesetzt für die Zusammenarbeit mit den Ländern im heutigen postsowjetischen Raum und die Förderung junger Menschen. Drei Themen, die sich mit dem Engagement der Succow Stiftung decken. 

Daher finanziert die Marion Dönhoff Stiftung ein Fellowship-Programm an der Succow Stiftung. Es soll in den Feldern Umweltjournalismus, politische Ökologie und nachhaltige Entwicklung Aufklärung und kritische Auseinandersetzung in den Ländern des postsowjetischen Raumes unterstützen. Es soll im Sinne von Marion Dönhoff Eigeninitiative und das Bewusstsein des Einzelnen, für die Gesellschaft und das Gemeinwohl mitverantwortlich zu sein, stärken.


Programmziele:

  • eine kritische Analyse und Auseinandersetzung mit umwelt- und nachhaltigkeitsrelevanten Themen
  • ein kritischer Ost-West Dialog zu Umwelt und Nachhaltigkeit
  • die publizistische Auseinandersetzung mit entsprechenden Themen
  • die Unterstützung regionaler und internationaler Netzwerke

Eine Integration von menschenrechtsrelevanten Themen in den Umweltdialog wird dabei explizit angestrebt.

Die Fellows sollen während ihres Aufenthaltes in Deutschland ein selbst gewähltes Thema entsprechend der Programmziele eigenständig, aber mit Unterstützung der Succow Stiftung bearbeiten. Die Ergebnisse des Aufenthaltes und der Analyse/Bearbeitung eines Themas sind anschließend zu veröffentlichen. Die Publikation ist Teil der Förderbedingungen.


Kriterien für die Vergabe

Das Fellowship richtet sich an Post-Graduate Studierende mit Berufserfahrung sowie Aktivist*innen zivilgesellschaftlicher Netzwerke und Gruppen aus den Bereichen Umweltjournalismus, politische Ökologie und nachhaltige Entwicklung aus folgenden Ländern:
Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Russland, Republik Moldau, Ukraine, Weißrussland, Estland, Lettland, Litauen.

Die Bewerber*innen sollten zwischen 25 und 38 Jahre alt sein. Voraussetzung sind gute Kenntnisse der englischen oder deutschen Sprache in Wort und Schrift. In Einzelfällen und bei hervorragender Eignung des/der Bewerber*in können russischsprachige Bewerbungen akzeptiert werden.

Die Fellowship-Dauer beträgt bis zu fünf Monate für einen Studien- und Arbeitsaufenthalt in Deutschland. Gefördert werden bis zu vier Einzelpersonen jährlich.

Aufenthaltsort der Fellows sind neben der Succow Stiftung in Greifswald bis zu zwei weitere Einsatzstellen. Die Succow Stiftung bemüht sich um eine Bereitstellung von Kontakten und die Organisation vor Ort.


Bewerbungsverfahren

Die Bewerbungen sollen per E-Mail an info[at]succow-stiftung.de jeweils zum 01.07. und 01.01. des Jahres erfolgen. Die Bewerbungsunterlagen (alle in englischer oder deutscher Sprache) müssen folgendes enthalten:

Bewerbungsunterlagen (alle in englischer oder deutscher Sprache):

  • Motivationsschreiben (eine Seite)
  • Projektbeschreibung des zu bearbeitenden Themas (maximal drei Seiten)
  • Lebenslauf
  • Nachweis der Sprachkenntnisse
  • Kopie/Scan des Reisepasses