Stipendienprogramme an der Succow Stiftung

Durch die Vergabe von Stipendien an junge Menschen ermöglichen wir es, Forschungsarbeiten durchzuführen und das Umweltengagement in den Heimatländern in die Breite zu tragen. 

Die Stipendienprogramme Eva-Kleinn-Stipendium und Marion Dönhoff Fellowship bieten jungen Naturschützer*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen aus Ländern des postsowjetischen Raumes und Mittelasiens einen Studien- oder Forschungsaufenthalt in Deutschland.

Eva-Kleinn-Stipendium

Die Landschaftsökologin Eva Kleinn (1971-2005) hat sich in außergewöhnlicher Weise für den Schutz der Natur, für nachhaltige regionale Entwicklung und interkulturelle Kommunikation in Russland und den Ländern Zentrasiens sowie dem kaspischen Raum eingesetzt. Da ihr nur ein kurzes Wirken möglich war, soll dieses Stipendium die Erinnerung daran wach halten. Zugleich soll es jungen in- und ausländischen Wissenschaftler*innen Forschung in diesem Raum ermöglichen, um das Werk von Eva Kleinn in ihrem Sinne fortzusetzen.
 


Kriterien für die Vergabe

Das Stipendium kann auf Antrag an Studierende, Absolvent*innen und Doktoranden der Universität Greifswald und an Bewerber*innen aus den genannten Ländern vergeben werden, sofern sie ein Thema bzw. Projekt über Naturschutz, ökologische Bildung bzw. nachhaltige regionale Entwicklung bearbeiten und damit auch zur interkulturellen Kommunikation beitragen. Der Antrag soll einen groben Kostenplan enthalten und darlegen, wofür die finanzielle Unterstützung benötigt wird (Reise, Aufenthalt, Material, Publikation, Diverses). Das Stipendium soll nur dann vergeben werden, wenn andere Förderungen nicht möglich oder bereits ausgeschöpft sind.


Verfahren der Vergabe

Die jährlich bereitgestellte Summe kann an einen oder mehrere Bewerber*innen jeweils einmal (in begründeten Ausnahmefällen zweimal) vergeben werden. Bewerbungen sind an die Succow Stiftung zu richten. Die Entscheidung über die Vergabe wird innerhalb eines Monats durch die vom Stiftungsrat benannte Jury (Prof. Dr. Michael Succow, Prof. Dr. Hans Dieter Knapp) getroffen. Die Auszahlung erfolgt nach den im Kostenplan dargelegten Erfordernissen in Raten. Vor Auszahlung einer nächsten Rate sind die bereits erfolgten Auslagen zu belegen. Die Stipendiaten haben nach sechs Monaten einen Kurzbericht über das mit dem Stipendium geförderte Projekt sowie das Ergebnis des Projekts nach dessen Abschluss an die Stiftung zu geben.

Marion Dönhoff Stipendium

Die Journalistin Marion Gräfin Dönhoff hat die Schattenseiten des Kapitalismus und die Folgen unbegrenzten Wachstums auf Natur und Mensch stets kritisiert. Sie hat sich zudem eingesetzt für die Zusammenarbeit mit den Ländern im heutigen postsowjetischen Raum und die Förderung junger Menschen. Drei Themen, die sich mit dem Engagement der Succow Stiftung decken. 

Daher finanziert die Marion Dönhoff Stiftung ein Fellowship-Programm an der Succow Stiftung. Es soll in den Feldern Umweltjournalismus, politische Ökologie und nachhaltige Entwicklung Aufklärung und kritische Auseinandersetzung in den Ländern des postsowjetischen Raumes unterstützen. Es soll im Sinne von Marion Dönhoff Eigeninitiative und das Bewusstsein des Einzelnen, für die Gesellschaft und das Gemeinwohl mitverantwortlich zu sein, stärken.


Programmziele

  • eine kritische Analyse und Auseinandersetzung mit umwelt- und nachhaltigkeitsrelevanten Themen
  • ein kritischer Ost-West Dialog zu Umwelt und Nachhaltigkeit
  • die publizistische Auseinandersetzung mit entsprechenden Themen
  • die Unterstützung regionaler und internationaler Netzwerke

Eine Integration von menschenrechtsrelevanten Themen in den Umweltdialog wird dabei explizit angestrebt.

Die Fellows sollen während ihres Aufenthaltes in Deutschland ein selbst gewähltes Thema entsprechend der Programmziele eigenständig, aber mit Unterstützung der Succow Stiftung bearbeiten. Die Ergebnisse des Aufenthaltes und der Analyse/Bearbeitung eines Themas sind anschließend zu veröffentlichen. Die Publikation ist Teil der Förderbedingungen.


Kriterien für die Vergabe

Das Fellowship richtet sich an Post-Graduate Studierende mit Berufserfahrung sowie Aktivist*innen zivilgesellschaftlicher Netzwerke und Gruppen aus den Bereichen Umweltjournalismus, politische Ökologie und nachhaltige Entwicklung aus folgenden Ländern: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Russland, Republik Moldau, Ukraine, Weißrussland, Estland, Lettland, Litauen.

Die Bewerber*innen sollten zwischen 25 und 38 Jahre alt sein. Voraussetzung sind gute Kenntnisse der englischen oder deutschen Sprache in Wort und Schrift. In Einzelfällen und bei hervorragender Eignung des/der Bewerber*in können russischsprachige Bewerbungen akzeptiert werden.

Die Fellowship-Dauer beträgt bis zu fünf Monate für einen Studien- und Arbeitsaufenthalt in Deutschland. Gefördert werden bis zu vier Einzelpersonen jährlich.

Aufenthaltsort der Fellows sind neben der Succow Stiftung in Greifswald bis zu zwei weitere Einsatzstellen. Die Succow Stiftung bemüht sich um eine Bereitstellung von Kontakten und die Organisation vor Ort.


Bewerbungsverfahren

Die Bewerbungen sollen per E-Mail an dilfuza.yuldasheva[at]succow-stiftung.de jeweils zum 01.07. und 01.01. des Jahres erfolgen. Die Bewerbungsunterlagen (alle in englischer oder deutscher Sprache) müssen folgendes enthalten:

Bewerbungsunterlagen (alle in englischer oder deutscher Sprache):

  • Motivationsschreiben (eine Seite)
  • Projektbeschreibung des zu bearbeitenden Themas (maximal drei Seiten)
  • Lebenslauf
  • Nachweis der Sprachkenntnisse
  • Kopie/Scan des Reisepasses

Unsere Stipendiat*innen

Über das Eva-Kleinn-Stipendium, das Marion Dönhoff Stipendium und das CADI Stipendium haben wir z. B. innerhalb eines Jahrzehnts mehr als 30 junge Forscher*innen, Aktivist*innen und Naturschützer*innen unterstützen können.

2021

2020

2019/2020

2018

2017

2016

2015

aktuelle und ehemalige Stipendiat*innen

Art und Dauer des Stipendiums:

Marion Dönhoff Fellowship November 2021 - März 2022

Thema:

Ökologischer Tourismus im "Altyn-Emel"-Nationalpark (Kasachstan)

Betreuer*innen:

Rustam Murzakhanov und Dilfuza Yuldasheva

Alyona Kaptyonkina hat einen Master-Abschluss in Naturwissenschaften von der Staatlichen Universität Karaganda (Kasachstan) und einen Bachelor-Abschluss in Pädagogik in Biologie (Kasachstan). Sie nahm an einem 5-monatigen Austauschprogramm (2018-2019) mit der Babes-Bolyai-Universität (Rumänien) im Fachbereich Public Health teil.

Während ihres Studiums engagierte sich Alyona gerne ehrenamtlich, um neue Informationen zu lernen, ihren Hintergrund zu bereichern und neue Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln. Seit 2016 ist sie Mitglied der Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK). Seit 2019 ist Alyona Mitglied des Rates der ACBK. Seit fast fünf Jahren arbeitet sie aktiv mit der ACBK beim Winter- und Herbstvogelmonitoring zusammen. Außerdem war Alyona als Assistentin bei Vogelbeobachtungstouren für Ausländer tätig.

Alyona hat als Biologielehrerin an einer staatlichen Schule und als Nachwuchsforscherin in verschiedenen wissenschaftlichen Projekten in Kasachstan gearbeitet.

Während ihres 5-monatigen Marion Dönhoff Stipendiums bei der Michael Succow Stiftung wird Alyona nachhaltige Wege zur Entwicklung des ökologischen Tourismus in Schutzgebieten in Kasachstan erforschen. Ihr Ziel ist es, die europäischen Erfahrungen von Ökotourismus-Organisationen kennenzulernen und einen Plan für den Ökotourismus in Kasachstan zu erstellen. Außerdem wird sie kleine Handbücher und verschiedene Broschüren für Historiker, Vogelbeobachter und normale Touristen erstellen.

Art und Dauer des Stipendiums:
Marion Dönhoff Fellowship Oktober 2021- März 2022

Thema:

Bewertung der Wiedervernässung von Torfgebieten im Hinblick auf die Verringerung von Treibhausgas- und Nährstoffemissionen - eine Fallstudie des Vostrava-Torfgebiets, Belarus.

Betreuer*innen:

Dr. Wendelin Wichtmann und Marina Abramchuk

Artur Komar ist Absolvent der Belarussischen Staatlichen Technologischen Universität, wo er Forstwirtschaft studierte. In seiner Masterarbeit untersuchte er den Einfluss von Straßen auf die Wälder mithilfe von GIS. Heute ist Artur Doktorand am Institut für experimentelle Botanik der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus. In seiner Dissertation untersucht er den Einfluss von großflächigen Entwässerungsmaßnahmen auf Kiefernbestände, die auf Hochmooren unter den Bedingungen der Zerstörung von Entwässerungssystemen wachsen. Artur ist an der Erforschung der Wiedervernässung von Mooren in Belarus beteiligt. Seine wissenschaftlichen Interessen sind Geobotanik und Fernerkundungsdaten.

Als Marion-Dönhoff-Stipendiat untersucht er die Dynamik der Vegetation und des Grundwasserspiegels des wiedervernässten Torfgebietes "Vostrava", Belarus. Ein wichtiger Forschungsgegenstand ist die Berechnung von Treibhausgas- und Nährstoffemissionen.

Art und Dauer des Stipendiums:
Marion Dönhoff Fellowship Mai - September 2021

Thema:
Identify the various stakeholders in the Fergana Valley and analyse the communication methods and key messages for them.

Betreuer*innen:
Rustam Murzakhanov und Dilfuza Yuldasheva

"Als freie Journalistin glaube ich, dass ich meine Expertise und eine andere Dimension einbringen könnte, um Umweltprobleme in Usbekistan hervorzuheben. Das Marion Dönhoff Fellowship ermöglicht es mir, mehr internationale Erfahrungen über Naturschutz zu sammeln und würde mir dabei helfen, ein tiefes Interesse auf der Suche nach einem nachhaltigen Weg zu fördern, sich in meinem Land weiterzuentwickeln."

Matluba Mustaeva hat einen Bachelor-Abschluss von der Usbekischen Staatlichen Universität für Weltsprachen. Sie ist freie Journalistin aus Zentralasien mit Sitz in Berlin. Als Absolventin der Fakultät für Internationalen Journalismus (Tashkent) verfügt sie über vielfältige Erfahrung in der Arbeit in internationalen Medien. Sie leitete die Sportnachrichtenagentur, arbeitete im Bereich Online-Journalismus und Social Media. Als Mutter von drei Kindern und Verfechterin eines nachhaltigen Lebensstils beschloss Matluba, umweltschonenden Themen in ihrem Berufsleben Aufmerksamkeit zu schenken.

Während der fünf Monate des Marion Dönhoff Fellowship wird Matluba die technische und praktische Möglichkeit erkunden, die Aufmerksamkeit von Social-Media-Nutzern in Usbekistan auf Naturschutzfragen zu lenken. Von besonderem Interesse für Matluba ist die Lokalisierung von Umweltinhalten in die usbekische Sprache und die Popularisierung von  Naturschutzthemen im Fergana-Tal unter jungen Menschen.

Das Fergana-Tal ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete Inusus und wird daher ständig für die Landwirtschaft entwickelt. Früher enthielt es eine große sandige Umgebung namens Akkum, aber als Folge der aktiven landwirtschaftlichen Expansion hat es sich heute in 13 getrennte Sandinseln verwandelt.

Art und Dauer der Stipendien:

Eva-Kleinn- Fellowship | Dezember 2020  - April 2021

Thema:
Designing high-performance crop polycultures for community-supported agriculture

Supervisor:
Sibylle Faust

Pavlo Ardanov hat einen PhD-Abschluss in Pflanzenphysiologie von der Universität Oulu (Finnland) und einen Master- und Bachelor-Abschluss in Biologie von der Taras Shevchenko Kyiv National University (Ukraine); Er nahm auch an einem 9-monatigen Fulbright-Forschungsstipendium an der University of California, Davis (USA) teil. Zu seinen Studienthemen gehörten Pflanzenmikrobenpraktika, Agrarökologie und diversifizierte Anbausysteme. Pavlo ist einer der Gründer der NGO "Permaculture in Ukraine".

Während seines 5-monatigen Eva-Kleinn-Fellowship an der Michael Succow Stiftung wird Pavlo eine Forschung zur Gestaltung von Pflanzenpolykulturen (Intercropping und Fruchtfolgeprogramme) mit Gemüse und Blattgrün betreiben und die Entwicklung der von der Gemeinschaft unterstützten Landwirtschaft (CSA) in der Ukraine fördern. Pavlo entwickelt einen integrierten Ansatz für die Gestaltung von Pflanzenpolykulturen auf der Grundlage der Optimierung der Vielfalt der Pflanzenmerkmale und der multifunktionalen (Permakultur-)Systemoptimierung basierend auf der Pflanzenintegration innerhalb von Betriebsfunktionszonen, Managementanforderungen, ähnlicher Verarbeitung, Ressourcenbedarf und Wachstumsmerkmalen. Die wichtigsten Projektergebnisse sind:

  • Leitlinien für Intercropping- und Fruchtfolgeregelungen mit Gemüse und Blattgrün für das klimate Klima in gemäßigtem Gemäßigten, zugeschnitten auf diversifizierte kleine und mittlere Erzeuger, insbesondere für gemeinschaftsunterstützte Agrarprogramme (CSA).
  • Wissenschaftliche Veröffentlichung mit dem Rückblick auf erfolgreiche Anbau-Polykulturpraktiken und -einschränkungen unter deutschen CSA-Landwirten.
  • Aufgezeichnete Präsentation aus dem CSA Online-Seminar.
  • CSA-Richtlinie ins Ukrainische übersetzt.

Aufenthaltsdauer:
November 2020 - April 2021

Thema:
Das Potenzial im Baltikum für Wärme- und Energieanlagen mit graminoider Biomasse aus Paludikulturen

Betreuer:
Andreas Haberl

Aleksandrs Kalamashnikovs hat einen Bachelor- und Master-Abschluss der Technischen Universität Riga in Umweltwissenschaften. Darüber hinaus nahm er an einem sechs monatigen Austauschprogramm mit dem Instituto Superior de Engenharia do Porto im Masterstudiengang Nachhaltige Energien teil. Während seiner akademischen Laufbahn sammelte Aleksandrs auch 3 Jahre Arbeits- und Praktikumserfahrung im Energiesektor. Zu seinen Studienfächern gehörten u.a. erneuerbare Energieressourcen, Heizsysteme, nachhaltige Entwicklung, Ökologie und Umweltschutz. Zuvor arbeitete er als Wärmetechniker und Elektroniker. Aleksandrs ist einer der Gründer von Fridays For Future Latvia.

Während seines 5-monatigen Marion-Dönhoff-Stipendiums bei der Michael Succow Stiftung wird Aleksandrs Forschung über die Paludikultur-Biomasse betreiben. Die Intention ist es die technischen und wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten der Biomasse, die auf lokalen Torfgebieten angebaut wird, zum Zweck der Wärme- und Stromerzeugung zu ermitteln. Die Hauptziele der Forschung sind: Analyse der aktuellen Situation der Biomasseproduktion im Baltikum; Analyse der Eigenschaften von Paludikultur-Biomasse-Brennstoff; Aufzeigen möglicher Standorte, an denen Paludikultur-Pflanzen angebaut werden könnten; Analyse der praktikabelsten Optionen für die Ernte, Verarbeitung und Verbrennung von Biomasse; Bestimmung der vorläufigen Kosten für die Etablierung der Paludikultur-Biomasse-Nutzung für Heizung und/oder Energieerzeugung.

Aufenthaltsdauer: Mai 2020 – Oktober 2020

Thema:
Ökosystembasierte Anpassung (ÖBA) an den Klimawandel in Schutzgebieten der Ukraine. Politische Empfehlungen zur Anwendung des ÖBA -Ansatzes in der Ukraine.

Betreuer:
Ina Rohmann

Iryna Holovko ist Mitgründerin und Vorstandsmitglied von Ecoaction, einer der führenden Umwelt-NGOs in der Ukraine, die sich mit Klimaschutz und Energiepolitik beschäftigt. Iryna hat einen Masterabschluss in Umweltstudien von der ukrainischen Universität "Kyiv-Mohyla Academy" und studiert derzeit Public Policy an der Hertie School of Governance (Berlin). Davor war sie von 2007 bis 2017 als nationale Campaignerin für die Ukraine bei CEE Bankwatch Network und als Expertin für Energiepolitik bei der NGO National Ecological Center of Ukraine tätig. Von 2017 bis Ende 2019 war Iryna Leiterin der Energiekampagnen bei Ecoaction und unter anderem verantwortlich für die Entwicklung einer Kampagne zu erneuerbaren Energien, im Rahmen eines Projekts mit BUND/Friends of the Earth Deutschland, zur Stärkung der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der nationalen Klimapolitik. Während ihres 5-monatigen Stipendiums arbeitete Iryna mit dem EbA-Ukraine Projektteam an der Ausarbeitung eines Politikvorschlags zur Integration von Prinzipien der ökosystembasierten Anpassung an den Klimawandel, in die ukrainische Umweltgesetzgebung. 

Aufenthaltsdauer:
Februar 2020 - Juni 2020

Thema:
Die wichtigsten ökologischen Bedrohungen in Armenien und ihr politischer Hintergrund in der "Amulsar" Goldmine in der Region Syunik und der "Teghut" Kupfermine in der Region Lori.

Anna Vardanyan ist Journalistin und politische Analystin aus Armenien.  Sie arbeitet bei der armenischen Nachrichtenagentur "Hayeli/ Mirror" und im Presseclub, der einer der führenden Online-Nachrichtensender in Armenien ist. Darüber hinaus ist sie auch im Bereich der Förderung der Zivilgesellschaft tätig, indem sie mehrere Bildungs- und Forschungsprojekte durchführt.

Im Rahmen des Marion Dönhoff-Stipendiums führte Anna eine unabhängige Recherche zu dem alarmierenden ökologischen Problem in Armenien, der Bergbauindustrie, durch. Sie identifizierte hierbei die wichtigsten ökologischen Bedrohungen durch diese und deren politischen Hintergrund. Durch ihre Arbeit möchte sie das öffentliche und staatliche Bewusstsein für alle Bedrohungen schärfen, eine kritische Perspektive auf das Thema bieten und so die neuen Risiken von Umweltkatastrophen in ihrem Land und der gesamten Region zugänglich machen. Während des Zeitraums ihres Stipendiums recherchierte sie in Literatur und Medienhinweisen, studierte im Bereich des Umweltschutzes die internationalen Umweltkonventionen und -deklarationen, traf sich zum Austausch mit Vertretern zivilgesellschaftlicher Institutionen, Umweltschützern und Ökologen und machte sich mit deren Agenda vertraut. Ihre schriftliche Forschungsarbeit basiert auf Interviews mit relevanten Fachleuten dieses Gebiets.

Aufenthaltsdauer: Dezember 2019 – April 2020

Thema:
Development of a system of sustainable eco-tourism for the Ustyurt Nature Reserve in Kazakhstan

Betreuer:
Rustam Murzakhanov

Irina Grigoryeva ist studierte Biologin (M.Sc.) aus Kasachstan. In ihrer Master-Arbeit beschäftigte sie sich mit dem Steppenmurmeltier und seiner Population in den Gebieten Akmola und Karaganda in Kasachstan. Schon während des Studiums arbeitete sie für die kasachische Organisation zum Schutz der Biodiversität (NGO ACBK), bei der sie nun angestellt und in verschiedenen Projekten tätig ist. ACBK setzt sich für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität in Kasachstan ein und arbeitet dabei u.a. im Bereich Monitoring, Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung von lokalen Naturschutzgruppen. Ihr Stipendium an der Succow Stiftung beginnt sie nun zum Ende des Jahres 2019. Sie beschäftigt sich dabei mit der Entwicklung von Ökotourismus-Angeboten im Schutzgebiet Ustyurt in Kasachstan. Vor ihrem Aufenthalt in Greifswald führte sie bereits Untersuchungen und Gespräche im Zielgebiet durch, auf deren Basis sie in ihrem Stipendium nun Empfehlungen und Vorschläge für touristische Routen, weitere touristische Infrastruktur und Informations- und Kommunikationsmaterial erarbeitet. Dabei möchte sie Erfahrungen und Empfehlungen von deutschen Experten und Organisationen einfließen lassen.

Aufenthaltsdauer:
November 2019 – Januar 2020

Thema:
Adaptation of European sustainable tourism experience for Lower Amudarynski Biosphere Reserve in Uzbekistan

Betreuer:
Rustam Murzakhanov

Dinara Adilova aus Usbekistan studierte Informatik und Biotechnologie in Tashkent und ist seit 2008 als selbständige Web- und Print-Designerin u.a. im Bereich Naturschutz und Umweltbildung tätig. Zusätzlich engagiert sie sich bereits seit vielen Jahren als Freiwillige und IT-Spezialistin in verschiedenen Projekten für Biodiversitätsschutz und nachhaltige Entwicklung in Zentralasien. So entwarf sie verschiedene Webseiten wie z.B. www.bird.uz oder www.pistachio.uz. In ihrem 3-monatigen Marion-Dönhoff-Stipendium widmet sie sich den Tugai-Auenwäldern im Lower Amudarya Biosphere Reserve. Sie erarbeitet Vorschläge und Empfehlungen für touristisches Kommunikationsmaterial (u.a. Ökosystem-Guide) sowie Konzepte für Besucherlenkung im Schutzgebiet (Routen, Aussichtspunkte etc.). In Absprache mit Hermann Hatzfeld absolvierte Dina nur 2 der 3 Stipendiums-Monate in Greifswald, um einen weiteren Monat im Zielgebiet ihres Projekts arbeiten zu können. Den Aufenthalt in Greifswald nutzte sie für konzeptionelle Arbeit und Gespräche und Recherchen mit deutschen Experten und Organisationen im Bereich Ökotourismus.

Aufenthaltsdauer:
Februar – Juni 2019

Thema:
Identifikation und Schutz von Primärwäldern in der weißrussischen Polesyse

Betreuer:
Uli Gräbener

Andrei Abramchuk studierte Geographie und Landwirtschaft in Weißrussland Polen. Er arbeitete bereits als Wissenschaftler im Schutzgebiet Białowieża, am Agrarökologischen Institut der Nationalen Akademie der Wissenschaften Weißrussland und als Spezialist im Biosphärenreservat "Pribuzhskoye Polesye" ("Western Polesye"). Im Biosphärenreservat arbeitete er als Forschungskoordinator und Experte im Bereich Naturschutz und Umweltbildung. Andrei ist Mitglied des Zentralrats der größten belarussischen Umweltschutzorganisation APB-BirdLife Belarus, Vorsitzender des Beratenden Ausschusses für Umweltfragen und Vorsitzender der Wald-Arbeitsgruppe des APB-BirdLife Belarus.

Hauptinteressenbereiche von Andrei sind theoretische und praktische Fragen des Naturschutzes, vor allem in Bezug auf das Ökosystem Wald. Im Rahmen seines Marion-Dönhoff-Stipendiums beschäftigte er sich mit der Entwicklung und Anwendung einer Methode zur Identifikation von Primärwäldern für die weißrussische „Polesye“. Dafür führte er auch Feldarbeiten zum Test der Methodik und für Pilotstudien in mehreren Gebieten durch. Auf Grundlage der Analyse der bestehenden Umweltpraxis in Belarus entwickelte Andrei auch Vorschläge für mögliche Mechanismen für den Schutz der Primärwalder in Weißrussland. Aufgrund der außergewöhnlichen Motivation und dem herausragenden Engagement von Andrei wurde ihm das Stipendium trotz mangelnder Englischkenntnisse erteilt. Seinen Abschlussbericht schrieb er in russischer Sprache.

Aufenthaltsdauer: August bis Dezember 2018

Thema:
Konflikte zwischen Naturschutz und der Wirtschaftstätigkeit lokaler Akteure am Beispiel der Insel Rügen

Betreuer*innen:
Sophie Hirschelmann, Rustam Murzakhanov

Danil Utyupin ist Journalist aus Kasachstan. Nach seinem Geschichtsstudium an der nationalen Al-Farabi Universität in Almaty absolvierte er eine Weiterbildung in Journalismus und arbeitete in verschiedenen Medien. Derzeit konzentriert er sich bei der kasachischen Zeitung “Liter” auf sein Hauptthema Umweltschutz. Während des Marion Dönhoff Fellowships in Deutschland untersucht er Konflikte zwischen Naturschutz und der Wirtschaftstätigkeit lokaler Akteure am Beispiel der Insel Rügen. Dabei führte er Interviews mit ausgewählten Akteuren aus der Region und wertet die Medienberichterstattung zu dieser Thematik aus. Durch die Erkundung dieses Spannungsfeldes und das Kennenlernen von Ansätzen und Instrumenten im Naturschutz in Deutschland kann er Ideen für mögliche Lösungsmodelle für sein Heimatland Kasachstan entwickeln und in seine Publikationen dort einfließen lassen. Nebenbei konnte Danil sich mit der (Umwelt)Medienlandschaft Deutschlands vertraut machen, veröffentlichte einen Artikel im Greifswalder Studierendenmagazin „moritz“ und besuchte Vorlesungen des Studienganges Landschaftsökologie und Naturschutz an der Universität Greifswald.

Aufenthaltsdauer:
April bis August 2018

Thema:
Nachhaltiges Management von Mooren und Permafrostböden am Beispiel des Khurkh-Tals

Betreuer:
Jan Peters

Tsogt Erdene studierte Geographie an der Nationalen Mongolischen Universität in Ulanbataar. Seit 2014 ist er an der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Mongolei in der Abteilung Permafrost als Wissenschaftler tätig. Dort wirkte er an Forschungsprojekten zur Kartierung, Untersuchung und Modellierung von Mooren und Permafrost und deren Interaktionen mit. Während seines Dönhoff Fellowhips war er an der Entwicklung eines Konzepts für ein Projekt zum nachhaltigen Management von Mooren und Permafrostböden am Beispiel des Khurkh-Tals beteiligt. Seine Hauptarbeit im Fellowship war es, zum aktuellen Forschungsstand und bisherigen Forschungsergebnissen zu diesem Thema einen allgemeinverständlichen Bericht in mongolischer Sprache mit ausführlicher engl. Zusammenfassung zu verfassen, um das Thema und die Herausforderungen mit Mooren und Permafrost in der breiten Gesellschaft besser zu kommunizieren. Während seines Aufenthalts in Greifswald konnte er seine Kenntnisse im Bereich Moorökologie durch den Austausch mit Experten des Greifswalder Moor Centrums ausbauen.

 

Aufenthaltsdauer:
Juli – November 2017

Betreuer:
Andreas Haberl

Elena Leonovich absolvierte ihr Studium 2015 an der Fakultät für Bergbau und Umwelttechnik der Weißrussischen Staatsuniversität. Sie arbeitet an der Nationalen Akademie der Wissenschaften Weißrusslands als Nachwuchsforscherin im biogeochemischen und agrarökologischen Labor an dem Institut für Naturmanagement. Als Marion Dönhoff Fellow an der Michael Succow Stiftung analysiert sie die Bilanz der Treibhausgase von Mooren.

Aufenthaltsdauer:
August – Dezember 2017

Betreuer:
Andreas Haberl

Nadzeya Liashchynskaya studierte Biologie an der Weißrussischen Staatsuniversität. Im Jahr 2009 begann sie für das BMU/KfW Klima & Biodiversität Projekt als Vegetations- & Monitoringspezialistin zu arbeiten. Durch die Projektarbeit vertiefte sie ihr Interesse an der Ökologie der Moore. Nachdem sie acht Jahre lang Erfahrungen bezüglich der Renaturierung von Mooren sammelte, arbeitet sie nun als Marion Dönhoff Fellow an der Michael Succow Stiftung am Abschluss des Monitoringberichts über wiedervernässte Moore in Weißrussland, welcher als Vorbereitung für die Akkreditierung von Carbon-Credits nach der VCS/CCBA-Methode dient. Der Bericht wird innerhalb des VCS/CCBA Programms veröffentlicht und unter www.v-c-s.org verfügbar sein. Des Weiteren wird sie den Abschluss des ersten VCS/CCBA Projekt Dokuments in Weißrussland unterstützen.

Aufenthaltsdauer:
Januar – Mai 2017

Thema:
Lernbeispiele derPartizipation und Bewusstseinsbildung in deutschen UNESCO-Biosphärenreservaten für Biosphärenreservatsentwicklung in Georgien

Betreuerin:
Sophie Hirschelmann

An der Tbilisi State University studierte Keti Jibladze Journalismus, bevor sie 2010 anfing, im Regional Environmental Centre for the Caucasus (REC Caucasus) zu arbeiten und half, der Organisation dabei regionale Umweltprobleme der Länder im Südkaukasus zu lösen. Während ihrer Studien entwickelte Keti tiefes professionelles Interesse an Umweltschutz, was ihre spätere Karriere prägte. Durch die erhebliche Verschlechterung der Umwelt in Georgien wurde ihr Interesse noch mehr geweckt. Zu der Verschlechterung zählen Abholzungen, Wasserknappheit, Bodendegradation und Verschmutzung. Das alles sind Nebenprodukte des rapiden ökonomischen Wachstums und der Industrialisierung. Das motivierte sie all ihre Bemühungen in die Gemeinschaft zum Schutz der Umwelt zu stecken, in der sie lebt. Nachdem Keti sechs Jahre lang Arbeitserfahrung im REC Caucasus gesammelt hat, wurde sie zu einer Marion Dönhoff Fellow und arbeitete im Bereich der Identifizierung von Engpässen und Hindernissen der Umsetzung des Biosphärenreservatmodells in Georgien (Region Kakheti). Außerdem wird Keti spezifische Empfehlungen für die Realisierung des Biosphärenreservatkonzepts entwickeln, gefolgt von der Vertrautmachung der deutschen Erfahrung, Felduntersuchung und Interviews mit Succow-Stiftung-Experten, Vertretern des betrieblichen Biosphärenreservats in Deutschland und anderen relevanten Stakeholdern.

Aufenthaltsdauer:
Dezember 2016, Januar – Mai 2017

Betreuer:
Jan Peters

Marina Abramchuk absolvierte ihren Masterabschluss im Bereich Umweltmanagement an der Universität Warschau. In ihrer Dissertation untersuchte sie den Einfluss großer Raupenmäher auf den Erhalt von Lebensräumen für den Seggenrohrsänger, auf Vegetationsstruktur und die Pflanzendiversität von Mooren. Marina ist seit zwölf Jahren Mitglied der APB-Birdlife Belarus. Als Marion Dönhoff Stipendiatin verfolgte sie ihre Forschung zur Bewirtschaftung von Mooren als Lebensraum für weltweit bedrohte Seggenrohrsänger in Deutschland und Weißrussland und untersuchte mögliche Konflikte im Naturschutz.

Aufenthaltsdauer:
Juli 2016 bis Dezember 2016

Thema:
Education for Sustainable Development in Lower Amudarya Biosphere Reserve, Uzbekistan

Betreuer:
Jens Wunderlich

Dilfuza studiert Global Change Management im Masterstudiengang an der HNE Eberswalde. Ihr Marion Dönhoff Fellowship war eingebettet in die laufende Anwendung der MARISCO-Methode (Adaptive Management of vulnerability and Risk at Conservation sites) in den Tugaihabitaten am Unterlauf des Amudarya. Darüber hinaus konzentrierte sie sich auf die Kommunikations- und Umweltbildungskomponenten im usbekischen Biosphärenreservat Unterer Amudarya gemeinsam mit der Partnerorganisation KRASS (Khorezm Rural Advisory Support Service).

Aufenthaltsdauer:
September und November 2016

Betreuer:
Jens Wunderlich

Davlat Rasulov verfolgte seine Masterarbeit “Qualitative and quantitative assessment of rangeland restoration extent in sandy deserts of Uzbekistan (case study in Surkhandarya province)” an der Biologischen Fakultät der Universität Samarkand/Usbekistan. Als Marion Dönhoff Fellow verfolgte er dafür Studien in Geographischen Informationssystemen, Remote Sensing und statistische Analysen bezogen auf das Projektgebiet.

Aufenthaltsdauer:
März 2016 bis August 2016

Betreuer:
Uli Gräbener, Dr. Wendelin Wichtmann

Oleg ist ein Klima- und Energiepolitik-Experte und arbeitet mit internationalen Umwelt-Netzwerken wie Climate Action Network und CEE Bankwatch Network. Oleg graduierte mit einem Master Abschluss in elektronischem Ingenieurswesen auf der Kyiv Polytechnic Institute. Er ist ein aktives Mitglied der Ukrainischen Umweltgruppe National ecological center of Ukraine (NECU) und Co-Gründer der Ukrainian Youth Climate Association (UYCA). Er fokussierte sich auf Klimaschutz und Reduzierung der Verschmutzung durch den Verkauf von fossilen Brennstoffen, Dekarbonisierung des Energiesektors und Übergang zu erneuerbaren Energiequellen. Als ein Marion Dönhoff Fellow analysierte Oleg im Rahmen seines übergreifenden Themas einer möglichen Energiewende in der Ukraine, das energetische Potential von Niedermoorbiomasse in der Ukraine.

Aufenthaltsdauer:
März bis August 2016

Betreuer:
Uli Gräbener, Andreas Haberl

Anatoliy ist ein Assistenzprofessor an der “Geography Department Ivan Franko University of Lviv” in der Ukraine. Bestandteil seiner Doktorarbeit sind jüngste Landnutzungsänderungen im ukrainischen Teil der Karpaten, die im Verhältnis stehen zu natürlichen Landschaften, Infrastruktureinrichtungen und ökologischen Vernetzungen. Sein Forschungsinteresse gilt der Kartierung und Analyse von Landnutzungsänderungen, statistischer Modellierung, der Anwendung von GIS und Fernerkundung in der Landschaftsökologie. Während des Aufenthaltes an der Michael Succow Stiftung mit verschiedenen Forschungsgruppen erweiterte Anatolyi seine Expertise der GIS-Anwendung auf weitere Forschungsfelder, etwa das Management von Biosphärenreservaten oder die mögliche energetische Nutzung von Niedermoorbiomasse in der Ukraine.

Aufenthaltsdauer:
März bis August 2016

Betreuer:
Jens Wunderlich

Rustam Murzakhanov hat an der Technischen Universität Taschkent, Usbekistan, Informatik studiert. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Environmental Law Center "Armon", einer NGO, die sich in der usbekischen Umweltpolitik engagiert. Von 2010 bis 2012 studierte er an der Universität Greifswald "International Landscape Ecology and Nature Conservation" und erlangte seinen Masterabschluss. Seit November 2012 unterstützte Rustam Murzakhanov die Michael Succow Stiftung in Tashkent bei der Umsetzung des Biosphärenreservates Unterer Amudarya. Seinen Aufenthalt als Fellow widmete Rustam Murzakhanov der Recherche zu Ökosystemleistungen der natürlichen Pistaziengesellschaften und deren nachhaltigen Nutzung in Regionen Zentralasiens.

Aufenthaltsdauer:
November 2016

Betreuer:
Sebastian Schmidt

Parham Dibadj graduierte als Master of Biodiversity Engineering an der Teheran Azad Universität. In den vergangenen fünfzehn Jahren engagierte er sich als Aktivist und Filmemacher für den Schutz von Wildtieren im Iran. Parham gründete die NGO Echo of Persia Wildlife Foundation, produzierte über zehn Wildtier-Dokumentationen und erhielt von der iranischen Regierung kürzlich die Auszeichnung "Protector of the Land". Als Fellow der Michael Succow Stiftung entwickelte Parham Dibadj Beiträge zum Wildtierschutz im zukünftigen Naturschutz-Engagement der Stiftung im Iran.

Aufenthaltsdauer:
07.03.2015 bis 06.03.2016

Thema:
Comparison of Biosphere reserves governance and management in Iran and Germany

Betreuer:
Sebastian Schmidt

Fatemeh ist eine interdisziplinäre Forscherin, die ihr Engagement der Erkundung, dem Management und dem Schutz der Natur verschrieben hat. Ihre berufliche nationale wie internationale Erfahrung umfasst interkulturelle Arbeit mit indigenen Einwohnern und traditionellen Gemeinschaften, insbesondere im Iran. Sie ist aktive Mitarbeiterin der iranischen Umweltorganisation CENESTA. In den vergangenen vier Jahren beschäftigte sie sich mit nachhaltiger Entwicklung und der Vereinbarkeit der Bedürfnisse von Bewohnern und dem Schutz der Natur in möglichen Schutzgebieten.

Aufenthaltsdauer:
Februar bis März 2015; Mai bis Juli 2015

Thema:
Potential zones for biosphere reserves in the Republic of Azerbaijan and their possible impact on sustainable development process.

Betreuer:
Sebastian Schmidt

Elshan Nuriyev forscht als Postgraduierter am Institut für Böden und Landwirtschaft der Staatlichen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschan zu nachhaltigem Tourismus in Nationalparks. Sein Fokus richtet sich dabei auf die Analyse internationaler und vornehmlich deutscher Praxis in und mit Biosphärenreservaten.
Elshan Nuriyev ist auch in zivilgesellschaftlichen sozialen Netzwerken aktiv und Gründer der Umweltorganisation “Nature Friends”. Diese konnte enthusiastische Fahrradfreunde wie Umweltbewegte in Aserbaidschan mobilisieren und so mit zahlreichen Aktionen das Bewusstsein und die Verantwortung der Menschen für ihre Umwelt steigern.

Aufenthaltsdauer:
Oktober bis Dezember 2014

Thema:
Potenziale und Grenzen des Allmende-Managements für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung im montanen Bewässerungssystem des tadschikischen Pamir

Betreuer:
Sebastian Schmidt

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Mountain Societies Research Institute der University of Central Asia absolviert Alisher Shablodov derzeit sein PhD am Zentrum für Entwicklung und Umwelt der Universität Bern/Schweiz. Seit seinem Masterstudium in 'Built Environment' mit Schwerpunkt auf Landmanagement am Royal Institute of Technology (KTH) in Schweden gilt sein Interesse der Verteilung von natürlichen Ressourcen mit speziellem Fokus auf Land und Wasser. Während des Marion Dönhoff Fellowships arbeitete Alisher zur Frage, wie Potenziale und Grenzen gemeinsam handelnder Institutionen für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung im montanen Bewässerungssystem des tadschikischen Pamir einzuschätzen sind.

Aufenthaltsdauer:
Januar 2015 bis Mai 2015

Thema:
Private protected areas in post-Soviet countries: Comparative Study of an Armenian model.

Betreuer:
Sebastian Schmidt

Agnesa Karapetyan arbeitet als Projektmanagerin der armenischen „Foundation for the Preservation of Wildlife and Cultural Assets“ in Jerevan. In der international finanzierten Stiftung betreut sie Projekte für Regionalentwicklung, Wassermanagement, erneuerbare Energie, nachhaltiges Management von Biodiversität, Naturschutz und Umweltbildung. Agnesa Karapetyan hat einen Master in Europaistik von der Universität Wuppertal und einen in "Konflikt und Entwicklung" der Universität Basel. Ihre Forschung konzentrierte sich auf zwei Bereiche: Regionalentwicklung und Naturschutz.

Aufenthaltsdauer:
Juli bis September 2014

Thema: Kohlenstoffzertifikate aus der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Wiedervernässung entwässerter Moore in der Region Tver

Betreuerin:
Susanne Bärisch

Svetlana Tsymlyakova ist Geo-Ingenieurin und Dozentin mit Schwerpunkt auf Mooren an der Technischen Universität Tver. Während ihres Marion Dönhoff Fellowships erforschte sie Möglichkeiten, Kohlenstoffzertifikate aus der Reduktion von Treibhausgasemissionen durch Wiedervernässung entwässerter Moore in der Region Tver zu generieren.

Sie besuchte mehrere Konferenzen, Schulungen und Seminare zur Wiedervernässung und nachhaltigen Nutzung von Mooren in Deutschland im Rahmen des Projekts "Wiedervernässung von Mooren in Russland – Verhütung von Bränden und Abmilderung des Klimawandels". Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen weckte ihr Interesse, ihr Wissen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aus Mooren durch Wiedervernässung und deren Einbindung in den freiwilligen Kohlenstoffmarkt zu vertiefen.

Aufenthaltsdauer:
September 2014 – Februar 2015

Thema:
Implementation of Response Measures for Economies in Transition and Mountain-Landlocked Developing Countries

Betreuer:
Jan Peters

Stacey Wilenkin hat ihre postgraduellen Studien in Klimapolitik und Nachhaltigkeitswissenschaft abgeschlossen, und war zuvor als Regionalkoordinatorin für Netzwerke der Jugend und Frauen aktiv. Ihre Arbeit umfasste Projekte in wissenschaftlicher Entwicklung, ländlichen Expeditionen, sowie Bewusstseinsbildung in Themen der Klimaanpassung und Nachhaltigkeit. Für ihr Fellowship fokussierte sie sich auf eine Analyse der Umsetzung von Reaktionsmaßnahmen der Klimaanpassung, insbesondere bezüglich der sogenannten Reformländer und Berg-Binnenentwicklungsländer.

Aufenthaltsdauer:
April bis August 2014

Thema:
German Energy Development Cooperation with Central Asia

Betreuer:
Jan Peters

Die Usbekin Komila Nabiyeva hat einen Masterstudiengang "European Studies" an der Jagiellonen-Universität in Krakau/Polen absolviert. Heute arbeitet sie als freie Journalistin mit den Arbeitsschwerpunkten Umwelt-, Klima- und Entwicklungspolitik in Osteuropa und Zentralasien. Während des Marion Dönhoff Fellowships erforschte sie Potenziale und Perspektiven von Erneuerbaren Energien in Zentralasien. Dort bieten über 300 Sonnentage pro Jahr samt einer günstigen geographischen Lage eigentlich günstige Voraussetzungen für die Entwicklung erneuerbarer Energiequellen. Allerdings fehlen bisher notwendige politische Rahmenbedingungen für eine Investitionsoffensive. Komila Nabiyeva analysierte u.a., welche Rolle Deutschland als Energiewende-Pionier im Austausch mit Zentralasien spielen und wie die Bundesregierung durch angemessene Entwicklungszusammenarbeit die zentralasiatische Energiewende mitgestalten kann.

Aufenthaltsdauer:
März bis Juli 2014

Thema:
Water management in the Ili-Balkhash Basin and its impact on flora and fauna                                                                                   

Betreuer:
Dr. Niels Thevs

Der anthropogene Einfluss auf Gewässerökosysteme ist Schwerpunkt der Arbeit der kasachischen Hydrobiologin Aiman Imentai. Die Nachwuchswissenschaftlerin vom Zoologischen Institut der Nationalen Universität Kasachstans forscht dazu schon seit 2009. Ehrenamtlich engagiert sie sich zudem bei der Ausweisung kasachischer Biosphärenreservate für das UNESCO-Programm "Man and Biosphere". Von Oktober 2012 bis Februar 2013 konnte Aiman Imentai im Rahmen des Hochschulkooperationsprogramms CABNET einen Master an der Universität Greifswald absolvieren. Durch das Marion-Dönhoff-Fellowship konnte sie die dabei geknüpften Kontakte nutzen und ihren inhaltlichen Schwerpunkt weiter ausbauen. Aiman Imentai untersuchte das Wassermanagement des Ili-Balchasch-Beckens unter Berücksichtigung jüngster Vereinbarungen zu grenzüberschreitenden Zuflüssen zwischen China und Kasachstan. Mit 18.000 km2 ist der Balchasch der größte Inlandsee Zentralasiens und liegt in einem abflusslosen Becken. Durch die zunehmende Wasserentnahme aus den Zuflüssen schrumpft der See.

Aufenthaltsdauer:
Dezember 2013 bis Februar 2014

Thema:
First Steps Towards a Climate Protection Concept for the City of Almaty

Betreuer:
Susanne Bärisch

Nach Abschluss ihrer Studien in Almaty und Mainz arbeitet die Ökonomin Elina Aibova aus Kasachstan heute als Leiterin der Marketingabteilung der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty. Ihre bisherigen Arbeitsschwerpunkte sind Projektführung (Business Development und Marketing), Change Management, Unternehmensfinanzierung sowie Personalwirtschaft. Nachdem erste Ideen zur klimafreundlicheren Ausrichtung der Universität aufgekommen sind, entschied sich Elina Aibova dieses Thema sowohl auf Universitätsebene als auch auf Ebene der Stadt Almaty näher zu betrachten. Mit dem Projekt "Erste Schritte hin zu einer Klimaschutzkonzeption für die Stadt Almaty" zeigte sie zum einen Möglichkeiten zur Verringerung der CO2-Emissionen für die Stadt Almaty auf. Zum anderen erstellte sie ein Konzept, um die Wahrnehmung und das Verantwortungsbewusstsein der Einwohner Almatys für das Thema Klimaschutz zu steigern. Beispiele aus Deutschland zu Klimaschutzkonzepten verschiedener Städte sowie konkreten Aktionen, wie dem autofreien Tag, gaben ihr Impulse und weitere Ideen für die Bearbeitung des Themas.