Mannhagener Moor

See im Wandel - Entstehen und Verschwinden eines Moores

Inmitten intensiv genutzter Ackerlandschaft befindet sich eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands: Das Mannhagener Moor. 2011 wurde ein Teil des insgesamt über 40 ha großen Schutzgebietes aus Bundeseigentum an die Michael Succow Stiftung übertragen. Ziel der Stiftung ist es hier, das jahrhundertelang durch Entwässerung und Torfabbau stark gestörte Moor wieder in natürliche Verhältnisse zu überführen.

 

 

In den letzten Jahrhunderten wurden Moore massiv als Bezugsquellen für Brennmaterial genutzt. So wurde auch der Torf des Mannhagener Moors gestochen, getrocknet und zum Heizen verwendet. Um an den sehr langsam nachwachsenden Rohstoff zu gelangen, legte man Gräben zur Entwässerung des Gebietes an. Nach über einem Jahrhundert der gewerblichen Nutzung wurde das Torfstechen hier 1920 eingestellt und das verbleibende, mittlerweile stark gestörte Moorgebiet bei Mannhagen noch im selben Jahr als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.

Im Mannhagener Moor leben eine Reihe tierischer und pflanzlicher Experten, die bestens mit der ständigen Feuchtigkeit und Nährstoffarmut des Hochmoors zurechtkommen.Der Spiegelfleck-Dickkopffalter nutzt hier sonnige Eiablagestellen auf bestimmten Raupenfutterpflanzen wie dem Blauen Pfeifengras.

 

Projektkoordination:

Nina Seifert, E-Mail: nina.seifert(at)succow-stiftung.de