Aktuelles vom Stifter

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Abschied vom MAB-Komitee

Mit seinem Vortrag "Vorstellungen für zukünftige Biosphärenreservate in Deutschland" bei der vergangenen AGBR-Sitzung in Binz verabschiedete sich Prof. Michael Succow nach 30-jähriger Tätigkeit aus dem Nationalkomitee des MAB-Programms der UNESCO.

 

Das Ende der Natur

Von der Landwirtschaft und dem stillen Sterben vor unserer Haustür berichtet das neue Buch Das Ende der Natur von Dr. Susanne Dohrn. Prof. Michael Succow war ihr ein wichtiger Gesprächspartner bei den Recherchen. Am 9. November von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr gibt es eine abendliche Gesprächsrunde mit der Autorin m Greifswalder Alfried Krupp Kolleg.

 

Reformationstag: Prof. Succow auf Domkanzel

Im Reformationsgottesdienst am 31. Oktober um 10 Uhr im Greifswalder Dom hielt Professor Michael Succow eine Kurzpredigt. Thema war neben dem Predigttext (Matthäus 10, 26b -33) das Umdenken und Umlenken sein, eine Thematik, die heute so aktuell ist wie vor fünfhundert Jahren. In der Greifswalder Domgemeinde ist es eine langjährige Tradition, am Reformationstag Laiinnen und Laien, die Sachkundige nichttheologischer Wissenschaften sind, auf die Domkanzel einzuladen. Üblicherweise folgt auf eine kurze Einleitung zum Bibeltext und der Vorstellung die Ansprache, die einer ebenfalls Bezug zum Bibeltext nimmt. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Professor Succow für den Reformationsgottesdienst zu gewinnen“, so Pastor Matthias Gürtler. „Wir beide sind zur gleichen Zeit von Eberswalde nach Greifswald gezogen und ich schätze seine reformatorische Klarheit sehr.“ In diesem Jahr wurden am Reformationstag am 31. Oktober zugleich das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ und der Abschluss des an Veranstaltungen so reichen Jubiläumsjahrs zur Reformation gefeiert.

 

Offener Brief zu Landwirtschaft vor Duell der Kanzlerkandidaten

Einen offenen Brief zur Zukunft der Landwirtschaft richtet Stifter Michael Succow mit Gleichgesinnten an die Moderatoren des Kanzlerkandidatenduells am 3. Sept. 2017.
Der Brief ist ein Appell, Böden und Landschaften als zukünftige Lebensgrundlage zu sehen und nachhaltig zu nutzen. Er beklagt, dass die Fruchtbarkeit der Böden durch eine nach industriellen Prinzipien organisierte Landbewirtschaftung abgebaut wird und Böden - verstärkt durch Folgen des Klimawandels - letztendlich für Nutzung verloren gehen. Initiatoren und Unterzeichner des Briefes sind zudem Dr. J. Daniel Dahm Vizedirektor des European Centre for Sustainability Research ECS (Zeppelin Universität) und Mitglied der Deutschen Gesellschaft Club of Rome DCoR, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Naturland e.V., und Alexandra Wandel, Direktorin des Stiftung World Future Council.

 

 

Besuch der „Thüringeti“

Die Agrar GmbH Crawinkel „Thüringeti“ von Heinz Bley im thüringischen Landkreis Gotha erstreckt sich über eine Fläche von ca. 2500 ha, auf der u. a. 700 Rinder, 250 Pferde und 400 Schafe ihr zu Hause haben. Michael Succow besuchte das Unternehmen zusammen mit den Stiftungsratsmitgliedern Hannes Knapp und Lebrecht Jeschke vom 13.-16.05.2017. Das Konzept der „Thüringeti“ verknüpft Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft miteinander und kann damit als gutes Beispiel für nachhaltige, großflächige Land- und Tiernutzung angesehen werden.

 

 

Beitrag auf der Tagung „Mehr Vielfalt in Agrarlandschaften“

Die Evangelische Akademie in Lutherstadt Wittenberg veranstaltete vom 12.-14. Mai 2017 die Tagung "Mehr Vielfalt in Agrarlandschaften". Es war seit 2014 bereits die vierte Veranstaltung zu diesem Thema. Es ging dabei erneut um die Zukunft ländlicher Räume, die immer stärker vom Artenschwund in Acker- und Grünland betroffen sind. Für ein Gegensteuern mangelt es an der Umsetzung. Mit seinem Eröffnungsvortrag zum Thema „Unsere Kulturlandschaft - Ängste und Hoffnungen um ihren Fortbestand“ leistete Michael Succow dazu einen wichtigen Beitrag.

In mehreren Arbeitsgruppen wurden anschließend realistische Strategien der Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftssektor sowie Rahmenbedingungen für eine qualitativ bessere Umsetzung erarbeitet und diskutiert. Speziell die Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft u. a. bei der Vermittlung vor Ort diskutierte eine der Arbeitsgruppen die vom stellvertretenden Geschäftsführer der Stiftung, Thomas Beil, moderiert wurde. Dieser gab zum Einstieg einen Impuls aus der Greifswalder Agrarinitiative.

 

 

Vortrag in Benediktbeuern

Vom 08.-09. Mai 2017 fand in Benediktbeuern (Bayern) der Expertenworkshop „Artenreiche Landwirtschaft auf Kirchengrund“ statt, bei dem u. a. Verwaltungsfachleute und Umweltbeauftragte aus verschiedenen katholischen Diozösen zur zukünftigen Verpachtung des Kirchenlandes berieten. Der Workshop fand auf Einladung der Universität Regensburg statt. Hier forscht Diplombiologe und Theologe Benjamin Schwarz zum Thema. Michael Succow trug mit seinem Vortrag „Zum Umgang mit unserem Erdreich“ inhaltlich bedeutend bei. Thomas Beil hatte seitens der Stiftung im Vorfeld den Workshop intensiv konzeptionell mitvorbereitet und die Erfahrungen aus der Greifswalder Agrarinitiative miteingebracht.

 

 

Hamburger Gespräche 2016: Boden(los)

Bei den diesjährigen Hamburger Gesprächen für Naturschutz, organisiert von der Michael Otto Stiftung, diskutierten im November rund 140 Vertreter aus Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über die lebensnotwendige Ressource Böden und deren Schutz.

Alle Vorträge wurden per Video dokumentiert. Stiftungsratsvorsitzender Michael Succow hob in seinem Vortrag hervor, wie dringend der Boden weltweit und gerade auch in Deutschland besser geschützt werden muss. Hier eine gekürzte Version seines Vortrags "Zum Umgang mit unserem Erdreich".

 

 

Der Mann im Moor

Den Moor- und Naturschützer Michael Succow porträtierte im November ein Film im NDR: Am 10. November zeigte der NDR um 18:15 Uhr „Weltverbesserer aus Leidenschaft. Typisch! Michael Succow“.
Der NDR begleitete Michael Succow auf einer Wanderung rund um seinen Heimatort Lüdersdorf, wo er seit 63 Jahren  den Bestand der Vogelarten dokumentiert.

 

 

Vortrag von Michael Succow in Starkow am 14.10.2016

Am 14. und 15. Oktober organisierte der Verein Backstein Geist und Garten e.V. im Rahmen des Chance Natur Projektes "Freilandakademie" einen Workshop in der Backsteinscheune Starkow, auf dem Erfahrungen, Ideen und Möglichkeiten zur nachhaltigen Landnutzung und Entwicklungen in verschiedenen Naturschutzgroßprojekten ausgetauscht werden können. 

In seinem Vortrag "Schützen durch Nutzen - Naturschutz und Landnutzung mit Weitblick" am 14. Oktober um 19 Uhr ging Michael Succow vor allem auf das Thema nachhaltige Landwirtschaft ein. Es ging um den Wandel unserer Kulturlandschaft speziell in Mecklenburg-Vorpommern, um den dringend nötigen Erhalt ökologisch sensibler Standorte und die Vereinbarkeit von Naturschutz und Landnutzung - auch in nordvorpommerschen Wäldern und Feldern - und die besondere Bedeutung von Grün- und Offenlandschaft für den Erhaltung der Artenvielfalt.

Dabei zeigte Succow insbesondere positive Beispiele auf, die Chancen für die Entwicklung der Region bieten.

Für die Koalitionsverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern bietet das Landesbündnis Nachhaltige Landwirtschaft Unterstützung und Beratung in der Agrarpolitik an

Zu dem Bündnis gehören Wissenschaftler und Praktiker aus Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutz, darunter der Alternative Nobelpreisträger Michael Succow aus Greifswald. „Die neue Landesregierung steht vor gewaltigen Herausforderungen, und ich bin in großer Sorge angesichts der rasanten Veränderungsprozesse - gerade auch in der Landnutzung Mecklenburg-Vorpommerns“, sagte der ehemalige Universitätsprofessor und Begründer der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur am Dienstag, den 6. September. Er hoffe darauf, dass seitens der Politik das Gespräch gesucht wird. Das Landesbündnis Nachhaltige Landwirtschaft hat fünf Punkte für die künftige Agrarpolitik des Landes formuliert, die nach seiner Einschätzung dringend umgesetzt werden müssen.

Feierliche Einweihung des Gedenksteins für Prof. Dr. Müller-Motzfeld

Die Michael Succow Stiftung würdigte am 3. Oktober 2010 den großen Zoologen und Naturforscher Vorpommerns Prof. Dr. Gerd Müller-Motzfeld. Der international bekannte Entomologe und Ökologe forschte vor allem über die Laufkäfer Nordost-Deutschlands sowie über die Biodiversität, Ökofaunistik und Taxonomie der Käfer paläarktischer Hochgebirge mit Schwerpunkt Mittelasien. Er lehrte und arbeitete an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Sein besonderes Engagement galt zeitlebens dem integrativen Naturschutz auf regionaler und internationaler Ebene, er war Mitglied in vielen Fachausschüssen und Berater zahlreicher Verbände. Auch und besonders bei politischen Entscheidungen war Müller-Motzfeld eine nicht zu überhörende Institution und prägte nach 1989 die Gesetzgebung zum Naturschutz im Land Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig. Er starb im Juli 2009 während seiner 12 Mittelasien-Exkursion. Anlässlich seines 75. Geburtstages ehrte ihn die Michael Succow Stiftung mit der feierlichen Einweihung des „Müller-Motzfeld-Gedenksteins“ in den Karrendorfer Wiesen. Dieses vor den Toren der Universitätsstadt Greifswald liegende, renaturierte Salzgrasland zählt zum „Nationalen Naturerbe“ und wurde im Februar 2016 der Michael Succow Stiftung übereignet. Im Anschluss an die Feierstunde, die unter Leitung von Prof. Dr. Michael Succow stattfand, führte der alternative Nobelpreisträger Succow die Gäste persönlich durch die Karrendorfer Wiesen.

Mit Pionieren der internationalen Biobranche im Moor

Einem Kreis internationaler Pioniere der Biobranche stellte Michael Succow am 1. Juli in Lemförde die Bedeutung der Moore für Klima- und Artenschutz vor. Die Unternehmer, unter anderem aus Ägypten, Indien, Singapur und den Niederlanden, waren zu Gast bei der Ulrich Walter GmbH/Lebensbaum. An den Vortrag von Michael Succow schloss sich eine lebhafte Diskussion und eine gemeinsame Exkursion in die Diepholzer Moorniederung an.

 

Ein Moor zum Geburtstag!

Ruhig gelegen im Naturpark Uckermärkische Seen, aber nicht weit zur nächsten Bademöglichkeit befindet sich das …. Succow-Bruch. Die Benennung des Waldmoores nach seinem Namen hat der Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e.V. dem Moorkundler Michael Succow zu seinem 75. Geburtstag geschenkt. Das Moor ist ca. zwei Hektar groß und wurde 2003 saniert. Michael Succow zeigte sich gerührt und kündigte einen baldigen Besuch an.

 

Freund und Wildnisschützer

Dem Wildnisschützer Dieter Mennekes, einem guten Freund und langjährigen Unterstützer von Michael Succow, widmet das aktuelle Greenpeace Magazin ein Porträt (mit freundlicher Genehmigung von Thekla Ehling/Greenpeace Magazin).

 

Audienz beim Patriarchen

Zum Gespräch über den Erhalt äthiopischer Kirchenwälder empfing Seine Heiligkeit Abune Mathias, Patriarch der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche, den Naturschützer Michael Succow Anfang Februar in Addis Abeba.
Die Kirchenwälder um Kirchen und Klöster sind die einzigen verbliebenen Waldreste in der Region Amhara im Nordwesten Äthiopiens. Deren Erhalt an höchster Stelle anzusprechen, dafür bot die Audienz beim Patriarchen der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche Gelegenheit. Seine HeiligkeitAbune Mathias und Michael Succow diskutierten eine mögliche Zusammenarbeit bei der Wiederaufforstung der zerstörten, einst fast flächigen Waldbedeckung der Region, ausgehend vom 2015 durch die UNESCO anerkannten Biosphärenreservat Lake Tana. An dessen Konzipierung war die Michael Succow Stiftung maßgeblich beteiligt. Michael Succow zeigte sich beeindruckt von dem sehr herzlichen Gedankenaustausch mit Seiner Heiligkeit und sieht die äthiopisch-orthodoxe Kirche als einen der wichtigsten potentiellen Partner für Naturschutzprojekte in Äthiopien.

Succow in Film "Landstück"

Prof. Succow ist einer der wichtigster Gesprächspartner von Regisseur Volker Koepp in dessen neuem Film Landstück (122 Minuten). Die Dokumentation handelt vom Leben der Menschen in der dünnbesiedelten Gegend Uckermark und deren Entwicklung seit der Deutschen Wiedervereinigung. Naturschutzgebiete sind entstanden und bäuerliche Familienbetriebe haben sich auf ökologischen Anbau umgestellt. Doch die globale Gier nach Land hat auch den Norden Brandenburgs erreicht, ortsfremde Großinvestoren haben große Flächen erworben. Monokulturen, Windräder, Tiermastbetriebe, und Biogasanlagen verändern das Landschaftsbild. "Seit Fontane wissen wir, dass in jedem märkischen See auch die Erschütterungen der Welt zu erkennen sind." resümiert das Presseheft zum Film.

Der Film lief im Forum-Sektion der Berlinale und startet am 3. März bundesweit in den Kinos - hier finden Sie eine Terminübersicht für die aktuelle Kinowoche.

Carlowitz-Preis für Succow

Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt von dem 1645 geborenen Kameralist und Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz. Dieser entwickelte ihn in seinem Buch „Sylviecultura oeconomica – Anweisung zur wilden Baumzucht“, erschienen im März 1713. Das Carlowitz’sche Erbe fördert die gleichnamige Gesellschaft u.a. mit der Verleihung des Carlowitz-Nachhaltigkeitspreises. In diesem Jahr zeichnet die Gesellschaft in der Kategorie "National" den Naturschützer Michael Succow aus.

„Das Carlowitz´sche Leitbild der Nachhaltigkeit ist für Prof. Succow primär ein Leitbild der Verantwortung und Pflicht. Mit seinen Beiträgen zur ökologischen Umgestaltung zunächst in den ostdeutschen, dann in allen Bundesländern hat er die Wiedervereinigung stark mitgeprägt. Michael Succow ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Engagement für Nachhaltigkeit heute funktioniert: mit seinem Einsatz für Naturschutz in Deutschland und der Welt ebenso wie seinem Beitrag zu gesellschaftlichen Debatten.“, so Dr. Dieter Füsslein, Vorstandsvorsitzender der Carlowitz-Gesellschaft. Mehr Informationen zur Preisverleihung und der diesjährigen Nachhaltigkeitskonferenz bietet die Internetseite der Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft.